Zahlreiche Straßen und Wege saniert

Stadt kann dank Straßenerneuerungsprogramm bei Bedarf schnell reagieren

Seit 2013 hat die Stadt mehr als 100 Straßen oder Straßenabschnitte mit Mitteln aus dem Straßenerneuerungsprogramm kurzfristig erneuert – für insgesamt rund 42,7 Millionen Euro. 

Im Jahr 2025 waren das 24 Straßen und Straßenabschnitte in fünf verschiedenen Stadtteilen.

Verkehrsbedeutung berücksichtigt

Ein wichtiges Sanierungsprojekt aus dem Jahr 2025, finanziert mit 1,4 Millionen Euro aus dem Straßenerneuerungsprogramm: die Haberstraße im Industriegebiet Rohrbach-Süd. Der betroffene Abschnitt zwischen der Karlsruher Straße und der Straße Im Breitspiel war in einem stark geschädigten Zustand: Massive Spurrillen, flächiger Asphaltverlust sowie Frost- und Netzrisse gefährdeten zunehmend die Verkehrssicherheit. Die Straße wurde Mitte August 2025 für rund sechs Wochen voll gesperrt und saniert. Weitere wichtige Beispiele aus dem Jahr 2025 sind außerdem die Abschnitte der Königsberger Straße und des Harbigwegs in Kirchheim, der Heinrich-Menger- und Storchenweg sowie ein Abschnitt des Kurpfalzrings im Pfaffengrund, die Berta-Steinbächer-Straße in Ziegelhausen (ehemals Reinhard-Hoppe-Straße) und der Kühle Grund/Bierhelder Weg in Rohrbach.  Ausschlaggebend für eine Sanierung nach dem Straßenerneuerungsprogramm ist der bauliche Zustand einer Straße sowie deren Verkehrsbedeutung: Ist sie eine wichtige Verkehrsader Heidelbergs oder eine Sackgasse in einem Wohngebiet? Strecken, die für den Radverkehr wichtig sind, werden bevorzugt erneuert. Wichtig ist der Stadtverwaltung, Synergieeffekte zu nutzen. Dabei werden Straßenarbeiten nach Möglichkeit mit anderen Maßnahmen verknüpft, beispielsweise mit Blick auf Kanäle, Gas-, Wasser- und Fernwärmeleitungen, Telekommunikationslinien oder das Mobilitätsnetz.

Auch finanzielle und personelle Ressourcen spielen eine Rolle. Insgesamt umfasst das Heidelberger Straßennetz laut aktuellem Straßenzustandskataster 883 Straßen mit einer Länge von insgesamt rund 500 Kilometern. 

Asphaltierter Weg durch Grünzug
Strecken, die für den Radverkehr wichtig sind, wie der Heinrich-Menger-Weg im Pfaffengrund, werden bevorzugt erneuert. (Foto: Stadt Heidelberg)

Gekürzt wegen Haushaltslage

Aufgrund der Haushaltslage wurden unmittelbar geplante Maßnahmen auf das absolut notwendige Mindestmaß reduziert. Zum Beispiel die Baumaßnahme im Stückerweg in Kirchheim auf das gerade noch vertretbare Mindestmaß (von 1,2 Millionen auf 700.000 Euro) und die begleitenden Straßenerneuerungen im Zuge des Fernwärmeausbaus in Neuenheim (Cluster 3) von 2,7 Millionen auf 900.000 Euro.

Weitere bereits geplante Maßnahmen, wie zum Beispiel die begleitende Erneuerung der Straßenrestflächen in der Häusserstraße oder begleitende Gehwegerneuerungen in Wieblingen, werden aufgrund fehlender Finanzierung derzeit nicht umgesetzt.