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Heidelberg Innovation Park (hip): Arbeiten an neuer Grün- und Freiflächenachse gestartet

Oberbürgermeister Würzner: „Freianlagen werden Attraktivität des Standorts weiter erhöhen“

150.000 Quadratmeter für IT, KI, Digitales und Life Sciences – das vereint der Heidelberg Innovation Park (hip) an der Speyerer Straße am südlichen Stadteingang Heidelbergs. Rund 1.000 Beschäftigte arbeiten dort bereits an Innovationen: von Implantaten, die Epilepsie-Anfälle verhindern können, bis hin zur Forschung für Demenztherapie. Der Standort wächst: Weitere Firmen planen bereits, sich dort anzusiedeln.

Die Entwicklung des Areals steht jetzt vor einem wichtigen Meilenstein: Die Stadt Heidelberg und die Entwicklungsgesellschaft Patton Barracks (EGP) starten mit der Herstellung der ersten hip-Freianlagen, bestehend aus attraktiven Grün- und Platzflächen, die eine grüne Achse durch den hip schaffen. In einer ersten Bauphase werden auf rund 8.600 Quadratmetern zunächst zwei Plätze und ein kleiner Park angelegt. In die Planung sind zahlreiche Ideen von Bürgerinnen und Bürgern eingeflossen, die im Zuge mehrerer Bürgerbeteiligungsformate der Stadt Heidelberg gesammelt wurden. Der Gemeinderat hatte die Umsetzung der Freiflächen im Jahr 2023 beschlossen. Die Kosten für die drei oben genannten Flächen belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro.

„Mit dem Heidelberg Innovation Park wächst seit 2019 ein Wirtschaftsquartier, in dem die digitale Zukunft gestaltet wird. Der hip verbindet innovative Unternehmen mit Heidelbergs Stärke als herausragender Forschungs- und Wissenschaftsstandort und bringt Menschen, Ideen und Projekte zusammen. Mit den Freianlagen kommen nun auch die passenden Orte im Freien dazu: Grünanlagen und attraktive, begrünte Plätze zum Begegnen und Durchatmen – für die Beschäftigten im hip ebenso wie für alle Bürgerinnen und Bürger. Das stärkt die Campus-Atmosphäre und erhöht die Attraktivität des Standorts für Fachkräfte weiter“, sagte Oberbürgermeister Eckart Würzner bei einer Pressekonferenz auf dem hip am Montag, 9. Februar 2026.

„Der hip soll nicht nur ein Arbeitsstandort sein, sondern ein Quartier, das auch nach außen wirkt. Die Freianlagen sind dafür ein wichtiger Baustein, da sie den Standort im Alltag erlebbar machen. In der ersten Bauphase setzen wir rund um die ehemaligen Stallungen den Mary-Somerville-Platz, den Landschaftspark Süd und anschließend den Gartenplatz um. Auf den Flächen entstehen Angebote für unterschiedliche Nutzungen – von Außengastronomie über Verweil- und Begegnungsorte bis hin zu sportlicher Betätigung. Gleichzeitig verbessern wir die Verbindung für Fuß- und Radverkehr und stärken mit rund 60 neuen Bäumen, naturnahen Wiesen und Ausgleichsflächen für Eidechsen die ökologische Qualität im Quartier“, ergänzte Raoul Schmidt-Lamontain, Bürgermeister für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität.

Eine Gruppe von Personen steht vor einer Baustelle.
Freude über den Start der Arbeiten an den Freiflächen im Heidelberg Innovation Park (hip): Im Hintergrund haben die Bauarbeiten am zentralen Mary-Somerville-Platz begonnen. Über den Baustart und die Herstellung der Grün- und Freiflächen im hip informierten vor Ort (v.l.n.r.) Volker Schwarz, Andrea Krastel, Dr. Ernst Baader (alle Landschafts- und Forstamt), Umweltbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, Oberbürgermeister Eckart Würzner, Götz Gramlich (Gesellschafter Tdrei, Entwickler Stallungen), sowie Marc Massoth (Amt für Wirtschaftsförderung). (Foto: Philipp Rothe)

Mary-Somerville-Platz und Landschaftspark Süd werden zuerst umgesetzt

Die hip-Freianlagen ziehen sich wie ein Band von Nord nach Süd durch den westlichen hip und schaffen eine neue Verbindung für den Fuß- und Radverkehr. Durch die verschiedenen Teilbereiche ergibt sich eine abwechslungsreiche Abfolge von Grünflächen, Plätzen und Parkanlagen mit jeweils ganz eigenem Charakter. In einer ersten Bauphase werden drei Flächen mit einer Gesamtfläche von rund 8.600 Quadratmetern realisiert, die östlich und nördlich der ehemaligen Stallungen liegen: der Mary-Somerville-Platz und der Landschaftspark Süd, anschließend wird der Gartenplatz umgesetzt. Für die Arbeiten ist eine Bauzeit von etwa eineinhalb Jahren vorgesehen.

Der zentrale Platz ist der 4.500 Quadratmeter große Mary-Somerville-Platz. Er wird künftig attraktive Verweilmöglichkeiten im Schatten der zahlreichen Bäume bieten sowie eine Calisthenics-Anlage und Tischtennisplatten für sportliche Betätigung. Die befestigten Flächen können für Außengastronomie, kleine Veranstaltungen und Märkte genutzt werden. 

Der sich im Nordosten anschließende Landschaftspark Süd schafft auf 2.100 Quadratmetern mit einer großen Rasenfläche vielfältige Aufenthaltsmöglichkeiten. Ein barrierefrei zugängliches Holzdeck mit Bäumen und unterschiedlichen Sitzmöglichkeiten lädt zusätzlich zum Verweilen ein. Die Rasenfläche im Landschaftspark Süd ist zugleich als Überflutungsbereich bei Starkregenereignissen vorgesehen. Dort ist auch eine Versickerungsmulde geplant, in der das Regenwasser des Mary-Somerville-Platzes versickern kann.

Im Anschluss an den Mary-Somerville-Platz wird der Gartenplatz umgesetzt. Im Schatten zahlreicher Blütengehölze laden dort verschiedene Nischen zum Aufenthalt ein – mit Tischen, Sitzmöglichkeiten und Stehtischen. Die 1.900 Quadratmeter große Fläche schafft Raum zum Arbeiten und für den Austausch. Eine neue Radverbindung führt vom Carl-Friedrich-Gauß-Ring über den Gartenplatz zum bestehenden Radweg in Richtung Bahnstadt beziehungsweise Richtung Weststadt/Südstadt.

Abhängig von im Haushalt zur Verfügung stehenden Mitteln werden in einer weiteren Bauphase auch der Landschaftspark Nord sowie in einem späteren, zweiten Bauabschnitt die Innovation Alley im Süden umgesetzt.

Heidelberg Innovation Park (hip) – eine Erfolgsgeschichte seit 2019

Auf dem ehemaligen US-Areal Patton Barracks entwickelt die Stadt Heidelberg mit dem Heidelberg Innovation Park (hip) ein Wirtschaftsquartier für die digitale Zukunft. Der Standort richtet sich an Start-ups und etablierte Unternehmen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, IT und Lebenswissenschaften, die dort interdisziplinär zusammenarbeiten. Perspektivisch sollen auf dem hip bis zu 4.000 Menschen arbeiten. Bereits heute sind über 100 Unternehmen mit rund 1.000 Arbeitsplätzen angesiedelt. Die bereits fertiggestellten beziehungsweise sanierten Gebäude sind nahezu vollständig ausgelastet, auch das spezialisierte Laborgebäude LAB22 ist bereits zur Hälfte belegt.

Eine offene Campus-Atmosphäre mit Treffpunkten und gezieltem Community-Management fördert den Austausch zwischen Wirtschaft, Industrie und Forschung und unterstützt die Entwicklung gemeinsamer Projekte. Seit dem Start im Jahr 2019 mit ersten Pionieren wie Ameria und dem Business Development Center des Technologieparks ist die hip-Community stetig gewachsen. Inzwischen haben sich unter anderem das iWerkx der Höpfner Stiftung sowie Unternehmen wie die Heidelberger Energiegenossenschaft, ERNW und Onapsis angesiedelt. Mit BioLabs ist zudem ein weltweit anerkannter Shared-Lab-Anbieter aus den USA nach Heidelberg gekommen, der hier seit über zwei Jahren sowohl Start-ups als auch etablierte Unternehmen unterstützt.

Ein zentraler Begegnungsort des Standorts wird der Mary-Somerville-Platz im Bereich der historischen Stallungen. Die dort entstandenen gastronomischen Angebote werden noch durch offene Sitzbereiche für Austausch und Aufenthalt ergänzt. Die bereits umgenutzten Stallungsgebäude sind heute Standort für Unternehmen aus Design, Technologie, Künstlicher Intelligenz, Marketing und Event und tragen gemeinsam mit dem gastronomischen Angebot zur Belebung des Areals bei.

Visualisierung
Die hip-Freianlagen ziehen sich wie ein Band von Nord nach Süd durch den westlichen hip und schaffen eine neue Verbindung für den Fuß- und Radverkehr. (Visualisierung: SINAI GESELLSCHAFT VON LANDSCHAFTSARCHITEKTEN MBH)

Kommende Projekte 2026/27

In den Jahren 2026 und 2027 wird die Weiterentwicklung des Heidelberg Innovation Park durch mehrere bedeutende Bauprojekte sichtbar vorangetrieben. Mit dem Visionary Hub von Erhard & Stern entsteht auf dem Baufeld zwischen LAB22 und Business Development Center das erste von drei geplanten Gebäuden, das für ein Unternehmen aus der Chemiebranche vorgesehen ist. Parallel dazu wird der zweite Bauabschnitt des Business Development Centers realisiert, der zusätzliche Büro- und Laborflächen in Partnerschaft mit der L-Bank schafft. Ergänzt wird dies durch das Projekt Proxy, einen Neubau von Kolb+Partner neben dem e+KUBATOR mit Büros, einer Kindertagesstätte, einem Café und Serviced Apartments. Gegenüber dem SNP dome entsteht ein Holzneubau für Life Sciences und Medizin, der ein Forschungszentrum für Tiermedizin beherbergt. Insgesamt entstehen in den kommenden zwei Jahren rund 20.000 Quadratmeter zusätzliche Bruttogeschossfläche, was etwa der Fläche von knapp drei Business Development Centern entspricht.

Mehr Informationen zum hip unter www.hip-heidelberg.com

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