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Straße auf dem US Hospital-Gelände. (Foto: Rothe)

Arbeiten im Hospital beginnen
Auf dem Gelände des ehemaligen Hospitals der US-Armee beginnen die Erschließungsarbeiten. Zwar werden einige alte Gebäude, beispielsweise die Turnhalle, das Theater und die Chapel erhalten bleiben. Dennoch sind umfangreiche Abrissarbeiten und Erdbewegungen notwendig, um das Areal für die künftige Bebauung vorzubereiten. mehr dazu

Was passiert auf US Hospital?
Antworten auf diese Frage gibt Bürgermeister und Baudezernent Jürgen Odszuck. mehr dazu

Ausschnitt aus dem Entwürf Hähnig-Gemmecke (Grafik: Hähnig-Gemmecke)

Ideenwettbewerb US Hospital
Insgesamt fünf Entwürfe wurden von einer Jury prämiert. Das sind sie.
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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Bürgermeister Hans-Jürgen Heiß (Foto: Diemer)
Hans-Jürgen Heiß
Bürgermeister
Rathaus - Marktplatz 10
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-13000

Die Konversionsfläche US Hospital von oben. (Foto: Venus)

US Hospital

Wohnquartier mit grünem Herz

Die rund neun Hektar große Konversionsfläche US Hospital liegt im Süden von Heidelberg, im Stadtteil Rohrbach. Die Karlsruher Straße (Bundesstraße 3) bindet als leistungsfähige Verkehrsachse das Gesamtquartier an. Über zwei Straßenbahnhaltestellen an der Karlsruher Straße und drei Bushaltestellen ist das Gebiet bereits heute sehr gut an den ÖPNV angeschlossen.

Ausstellung der Entwicklungspläne (Foto: Rothe)

ZEITSTRAHL

Was bisher geschah


Bei der Konversionsfläche handelt es sich um eine ehemalige Nachrichtenkaserne der Wehrmacht aus den 1930er-Jahren. Nach der Übernahme durch die US-Army entstand auf der Fläche ein US-Militärkrankenhaus. Neben den Krankenhausbauten finden sich auf der Fläche auch Büro- und Lagergebäude sowie ein Theater und eine Sporthalle, die unter Denkmalschutz stehen.

600 Wohnungen - 50 Prozent preiswerter Wohnraum

Insgesamt werden auf der Konversionsfläche US Hospital rund 600 Wohnungen in verschiedenen Formen und in unterschiedlichen Preissegmenten entstehen. Zielgruppen für die entstehenden Wohnungen sind vor allem Familien, Senioren und gemeinschaftliche Wohnformen.

Ein Beispiel für gemeinschaftliche Wohnformen ist das Collegium Academicum (CA). Es realisiert in Bestands- und Neubauten ca. 200 Wohnplätze für Studierende, Auszubildende und Promovierende sowie Räumlichkeiten für Kultur und Bildung (7), die als Treffpunkt zum gesellschaftlichen Austausch dienen sollen. Im Juli 2019 wurde der Spatenstich für das Projekt gefeiert, Einzug soll voraussichtlich Ende 2020 sein.

Die Stadt Heidelberg und die städtische Wohnungsbaugesellschaft GGH haben zudem ein völlig neues Wohnzielgruppenkonzept entwickelt. Demnach soll bei 40 Prozent des Wohnraums der Grundsatz gelten, dass die Mieterinnen und Mieter nur 30 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für die Warmmiete bezahlen müssen. Es gelten die Einkommensgrenzen nach dem Landeswohnraumförderprogramm.

Rund 10 Prozent des Wohnraums sollen zudem um 10 Prozent unter Marktwert als Eigentumswohnungen an Menschen gehen, die die Einkommensgrenzen des Förderprogramms Wohnungsbau Baden-Württemberg nicht überschreiten. Beim Bau der Wohnhäuser (KfW-Effizienzhaus 55-Standard) und ihrer Ausstattung wird höchster Wert auf Energieeffizienz und Ressourcenschonung gelegt. Das Ziel ist ein emissionsarmes und bezahlbares Quartier für die Mitte der Gesellschaft.

Übersichtsplan Hospital: (1) Park (2) ehemalige Kapelle (3) Urbanes Zentrum (4) Quartierseingang Karlsruher Straße (5) Quartierseingang Kolbenzeil (6) Parkhaus (7) Collegium Academicum (8) ehemaliges Theater (9) ehemalige Sporthalle (10) Montessori-Zentrum (11) Bestandsgebäude für Gewerbe (12) Erweiterung Lebenshilfe Heidelberg (Stadt Heidelberg)
Übersichtsplan Hospital: (1) Park (2) ehemalige Kapelle (3) Urbanes Zentrum (4) Quartierseingang Karlsruher Straße (5) Quartierseingang Kolbenzeil (6) Quartiersgarage (7) Collegium Academicum (8) ehemaliges Theater (9) ehemalige Sporthalle (10) Montessori-Zentrum (11) Bestandsgebäude für Gewerbe (12) Erweiterung Lebenshilfe Heidelberg (Stadt Heidelberg)

Quartier mit grünem Zentrum

Die Grün- und Freiräume sollen zu einem wesentlichen Qualitätsmerkmal des Quartiers werden. Sie sollen so gestaltet sein, dass sie zu Verknüpfungs- und Anziehungspunkten für die benachbarten Stadtviertel werden. Das Zentrum des Quartiers bildet ein über 7.000 Quadratmeter großer Park (1) mit einer zentralen Spiel- und Liegewiese und großzügigen Spielplätzen.

Auch rund um die ehemalige Kapelle (2), die öffentlich weitergenutzt werden soll, entsteht ein Grünbereich mit Kinderspielplatz.

Visualisierung für den Freiburger Platz, der als zentraler Quartierseingang dienen soll. (Hähnig/Gemmecke)
Visualisierung für den Freiburger Platz, der als zentraler Quartierseingang dienen soll. (Hähnig/Gemmecke)

Ein besonderes Augenmerk wird auf die drei Quartierseingänge gelegt. Der Platzbereich an der Freiburger Straße (3) wird das urbane Zentrum und die „Visitenkarte“ des Quartiers. Die wichtigste Erschließungsstraße wird über den Platz geführt, in den Erdgeschosszonen der umliegenden Gebäude sorgen kleine Ladengeschäfte für Belebung. Mehrere Sitzgelegenheiten und ein großes Baumdach mit Spielangeboten für alle Altersstufen sollen zudem für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen.

An der Karlsruher Straße  (4) könnte im ehemaligen Pförtnerhäuschen ein Café mit Außenbereich entstehen. Der Eingang an der Straße Kolbenzeil (5) dient vor allem als Quartierszugang aus dem westlich gelegenen Viertel Hasenleiser und soll ebenfalls Sitzmöglichkeiten und einen Spielpunkt erhalten.

Der Autoverkehr soll stark reduziert werden. Parkende Autos verschwinden in einer Quartiersgarage (6) im Süden sowie einigen Tiefgaragen. Der Rad- und Fußverkehr wird besonders gefördert: breite Wege, kurze Verbindungen und überdachte Abstellplätze für Fahrräder sollen den klimafreundlichen Verkehr attraktiv machen. Eine Radverkehrsachse wird das Quartier mit der Innenstadt verbinden. Zwei Haltestellen binden es an das Straßenbahnnetz an.

Bestandserhalt und öffentliche Nutzungen

Einige der Bestandsgebäude können künftig durch öffentliche Nutzungen bespielt werden. Das ehemalige Theater (8) und die Sporthalle (9) sind aufgrund ihrer Dachkonstruktionen denkmalgeschützt und bleiben dem Quartier als „bauliche Zeitzeugen“ mit neuen Nutzungen erhalten.

Das Montessori-Zentrum wird mit Schule und Kindertagesstätte in ein Bestandsgebäude an der Karlsruher Straße (10) und zwei rückwärtige Neubauten ziehen. In einem weiteren Bestandsgebäude an der Karlsruher Straße (11) ist vor allem Gewerbe vorgesehen. In die ehemalige Kapelle (2) könnte ein Quartierstreff einziehen. Die Lebenshilfe Heidelberg hat bereits einen Standort an der Freiburger Straße und erhält in direkter Nachbarschaft nun einen Erweiterungsbau.

Weitere Infos

Infomaterial zum US Hospital

Fotostrecken zum US Hospital