Hospital-Areal: Beachhalle bekommt 550 Tonnen Sand geliefert
Auf der Baustelle der neuen Beachhalle auf dem Hospital-Areal in Heidelberg-Rohrbach geht es mit großen Schritten voran. In der Fastnachtswoche sind ab dem 16. Februar 2026 die ersten Lkw-Ladungen Sand eingetroffen. Insgesamt 550 Tonnen Sand, rund 325 Kubikmeter, werden geliefert. Die Arbeiten werden voraussichtlich eine Woche lang andauern. Es handelt sich um speziellen Quarzsand, der extra für Beachsportarten genutzt wird. Er wurde zuvor von dem Beachverein – späterer Betreiber der Halle – getestet und für gut befunden. Auf drei Feldern können sich ab Mai 2026 alle Beachsportbegeisterten austoben.
„Mit der Sandlieferung haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Das Gebäude wird immer mehr zu dem, was wir uns vorgestellt haben: Architektur und Nutzung verschmelzen hier auf innovative und moderne Weise. Schon jetzt kommt hier echtes Beach-Feeling auf, das definitiv Lust auf mehr macht“, sagt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck.
So geht es weiter
Nachdem der Sand ins Gebäude gebracht und auf den Flächen verteilt wurde, kann die Öffnung in der Außenwand – die zuvor auch für den Transport der Container in die Nebenräume genutzt wurde – wieder geschlossen werden. Hier wird eine neue doppelflügelige Portaltür eingebaut, die in Zukunft den Haupteingang in die Halle darstellen wird. Über der Tür wird ein zuvor ausgebautes und über die Bauzeit eingelagertes, unter Denkmalschutz stehendes Oberlicht wieder eingebaut. Des Weiteren werden die historischen, nicht ballwurfsicheren Fenster mit einer Schutzkonstruktion aus großflächigen Makrolonscheiben ausgestattet.
Bereits im September 2025 wurden acht Seecontainer geliefert, die mittlerweile vollständig ausgebaut und möbliert wurden. Sie bieten Platz für Umkleiden, Duschen, WCs, Lagerräume, einen Technikraum sowie ein Bistro. Auch Büro- und Besprechungsräume finden in den recycelten Seecontainern ihren Platz.
Land fördert dreiviertel der Baukosten
Die ehemalige Exerzierhalle auf dem Hospital-Gelände, die nach dem Zweiten Weltkrieg von der US Army als Sporthalle genutzt wurde, wurde umfassend unter der Leitung des Hochbauamts der Stadt Heidelberg saniert und bietet künftig Platz für vielfältige Beachsportaktivitäten. Die in großen Teilen denkmalgeschützte Beachhalle überzeugt durch ein durchdachtes architektonisches und energetisches Konzept. Als unbeheizte „Kalthalle“ ist sie im Winter deutlich wärmer als draußen und schafft so echtes Beach-Feeling – bei minimalem Energieverbrauch und weitgehend erhaltener historischer Bausubstanz. Von dem innovativen Konzept ist auch das Land überzeugt. Im April 2025 erhielt die Beachhalle einen weiteren finanziellen Schub: Das Land Baden-Württemberg stellte zusätzliche 809.500 Euro zur Verfügung. Damit fördert das Land rund dreiviertel der gesamten Kosten (rund 1,9 Millionen Euro). Der Trägerverein Beachverein Heidelberg 2022 e. V. übernimmt künftig die Koordination und Verwaltung der Beachhalle. Die Halle steht zudem dem Schulsport offen.

