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Die Entwicklungsvision der Internationalen Bauausstellung Heidelberg (IBA) für das ehemalige Patrick-Henry-Village (PHV) im Süden von Heidelberg mit ehemals 8.000 Bewohnern: Hier soll eine „Wissensstadt von morgen“ entstehen.

  

Wie gelingt die Umwandlung einer Kleinstadt der US-Army zu einer „Wissensstadt von Morgen“? Am 29. März 2017 präsentierte Kees Christiaanse als Gründer des Büros KCAP der Öffentlichkeit die Entwicklungsvision für das Patrick-Henry-Village (PHV) im Hermann-Maas-Haus in Heidelberg-Kirchheim.

  

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Bürgermeister Hans-Jürgen Heiß (Foto: Diemer)
Hans-Jürgen Heiß
Bürgermeister
Rathaus - Marktplatz 10
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-13000

Die Entwicklungsvision von PHV als „Wissensstadt der Zukunft“ (Visualisierung KCAP).

Patrick-Henry-Village

"Wissensstadt der Zukunft"

Patrick-Henry-Village, im Stadtteil Kirchheim gelegen, wurde in den Jahren 1952 bis 1955 von der US-Armee als Wohnsiedlung gebaut. Das Gebiet ist mit 97,2 Hektar fast gleich groß wie die Heidelberger Altstadt. Damit handelt es sich um die größte zusammenhängende Konversionsfläche in Heidelberg. Auf dem Gelände befinden sich rund 1.500 Wohneinheiten, Schulen, ein Supermarkt, Sportanlagen und ein Kino. Eine direkte Verkehrsanbindung besteht über den Grasweg, die Bundesstraße B 535 und die in unmittelbarer Nähe befindliche Autobahn A 5.

Ein Modell der Planungen für PHV wurde beim 4. Bürgerforum der IBA gezeigt (Foto: Buck)

ZEITSTRAHL

Was bisher geschah


Die Entwicklung von Patrick-Henry-Village ist ein Leuchtturmprojekt mit dem sich die Internationale Bauausstellung (IBA) Heidelberg intensiv befasst. Seit März 2017 liegt eine spektakuläre Vision vor. International renommierte Städtepläner wie Kees Christiaanse, Winy Maas oder Carlo Ratti haben eine „Wissensstadt der Zukunft“ entworfen. Das PHV könnte demnach Arbeits- und Wohnraum für 10.000 bis 15.000 Menschen und ein Modellort für den Einsatz digitaler Technologien, innovativer Mobilitätskonzepte sowie klimaneutraler Energieversorgung werden. 

Seit Dezember 2014 betreibt das Land Baden-Württemberg in Patrick-Henry-Village eine Einrichtung für Flüchtlinge. Die Einrichtung ist aktuell bis September 2019 befristet. 

In einer einjährigen „Planungsphase Null“ der Internationalen Bauausstellung (IBA) entwarfen internationale Städtebauer im Dialog mit Experten und der Stadtgesellschaft Szenarien für die Entwicklung der größten Heidelberger Konversionsfläche Patrick-Henry-Village (PHV). 

Visualisierung von Wohnbereichen im Patrick-Henry-Village (Grafik: KCAP)
Visualisierung von Wohnbereichen im Patrick-Henry-Village (Grafik: KCAP)

Die visionären Ansätze haben KCAP Architects&Planners um Kees Christiaanse zu einer Entwicklungsvision für die „Wissensstadt der Zukunft“ zusammengeführt. seit Dezember 2017 als Masterplan auch offizielle Grundlage.

Die Entwicklungsvision setzt auf die digitale Zukunft, neue Synergien von Wirtschaft und Wissenschaft, einen „Multi-Mobilitäts-Ansatz“, innovative Orte der Bildung sowie zukunftsweisende Wohn- und Arbeitsumgebungen und Versorgungssysteme. 

Die Entwicklungsvision will die für PHV charakteristische Raumstruktur der Amerikaner in ihren Grundzügen erhalten. Das existierende Straßennetz mit Villen und Gebäudezeilen formt im Inneren des Quartiers einen zentralen Grünraum. Diese „neue Gartenstadt“ wird durch die bestehenden Parklandschaften rund um die ehemaligen Offiziersvillen ergänzt. Die Villen samt Garagen sollen zu einem „Start-up-Village“ werden. An den Rändern von PHV ist dagegen ein stark durchmischter, verdichteter Bereich vorgesehen.

Mikroquartiere mit einer dichten Bebauung und einer gemischten Nutzung von Wohnen, Arbeiten und urbanen Produktionsstätten sollen im Osten, Süden und im erweiterten Westen des PHV entwickelt werden. Das Herz eines jeden Mikroquartiers bilden Wissensorte, die Bildungs- und Kulturangebote für die Bewohner bereithalten. Im Osten an der Grenze zur Autobahn finden sich größere Baustrukturen. Die Gliederung des PHV in Mikroquartiere würde eine schrittweise und flexible Entwicklung des Gesamtareals ermöglichen.  

Justizminister Guido Wolf besucht das Patrick-Henry-Village (Foto: Dittmer)
Justizminister Guido Wolf besucht gemeinsam mit Oberbürgermeister Prof. Würzner und erstem Bürgermeister Jürgen Odzuck das Patrick-Henry-Village.

Auch die Planung von PHV erfolgt zukunftsweisend: Die Stadt Heidelberg und die iTWOcity AG – eine Tochter des Software-Konzerns RIB SE – wollen die Konversionsfläche zusammen vollständig digital planen und in die Entwicklung bringen. Die Visualisierung der Planungen mit Hilfe eines digitalen Modells bietet eine anschauliche Basis für Entscheidungen – auch im Dialog mit den Bürgern. 

Das Vorhaben ist in der Fachwelt und der Politik schon auf viel Interesse gestoßen. Im August 2017 besuchte beispielsweise der baden-württembergische Justizminister Guido Wolf das Patrick-Henry-Village.

Weitere Infos

Virtueller Rundgang Patrick-Henry-Village

Infomaterial zum Patrick-Henry-Village