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Agi Ofner

Problemwölfe

von Heidelberger Literaturscout Leon Hauck

Titel von "Problemwölfe" (© Tyrolia Verlag).

Der Wolf – Was ist richtig, was ist falsch?

Ein Wolf geht um in den Wäldern um das Dorf. Die Schäfer haben Angst, dass er ihre Schafe reißen will. Daher wollen sie ihn töten. Die Tierschützer hingegen wollen, dass der Wolf bleibt. Die Frage pro oder contra Wolf spaltet den Ort und sorgt für eine aufgeladene Stimmung.
Das ist die Ausgangssituation in dem kleinen Dorf, in dem der Roman spielt. Die Geschichte wird abwechselnd von fünf Jugendlichen aus deren Sicht erzählt. Sie alle haben unterschiedliche Meinungen zu dem Wolf, die zum Teil auch von der ganz persönlichen Lebenssituation geprägt sind.
Eine möchte zum Beispiel unbedingt, dass der Wolf bleibt und engagiert sich bei großen Demonstrationen für seinen Schutz. Ein anderer ist der Sohn eines Schäfers. Er sorgt sich um seinen Vater und will, dass der Wolf verschwindet.
Im Buch wird deutlich, wie dieser Zwist das ganze Dorf spaltet. Bei den fünf Jugendlichen zerstört er Freundschaften oder die Familie. Auch ein geplanter Hotelbau im Wald trägt zum Konflikt bei.
Am Anfang des Romans sind es fünf unterschiedliche Geschichten, die die Jugendlichen erzählen. Diese werden im Verlauf des Romans zusammengeführt und die einzelnen Abschnitte gehen nahtlos ineinander über.
Die Lage spitzt sich immer weiter zu, da eine der Jugendlichen eine Sitzblockade im Wald plant, an der Stelle, an der das Hotel gebaut werden soll. Gleichzeitig zieht ein Schneesturm auf und es kommt schließlich zu einer riskanten Rettungsaktion.
Doch am Ende des Buches geschieht etwas Überraschendes. Das erschreckende Ereignis bringt eine Wendung ins Buch und alle denken neu nach.
Das Buch erklärt verständlich und gut das Problem, wenn unterschiedliche und gegensätzliche Interessen aufeinander treffen. Auf der ersten Seite des Buches steht eine Definition von Pluralismus. Dieser macht den gesellschaftspolitischen Bezug der Geschichte deutlich, denn der Streitpunkt Wolf könnte theoretisch auch ein anderer sein.
Die unterschiedlichen Perspektiven sind gut gewählt. Sie wechseln schnell, es fühlt sich beim Lesen nicht wie fünf völlig unterschiedliche Geschichten an, sondern wie eine ganze Geschichte, obwohl die Perspektiven manchmal gar nicht am selben Ort spielen. Die Spannung wird auch passend aufgebaut. Am Anfang lernt man zuerst die Charaktere und die Ausgangslage kennen. Wie ticken die Jugendlichen eigentlich? Und wie stehen sie zu dem Wolf? Ich finde die Personen sehr gut dargestellt. Sie sind vielschichtig und alle haben ihre Probleme mit dem Wolf oder mit dem daraus resultierenden Konflikt. Am Ende des Buches nimmt die Spannung zu. Die Jugendlichen finden zueinander. Die Spannung lässt etwas nach… Doch dann fällt ein Schuss. Alle sind bestürzt. Ein toller Höhepunkt.
Ein interessanter Bonus sind die hinten im Buch hinzugefügten Statistiken. In ihnen steht zum Beispiel, das 2024 in Österreich 339149 Schafe geschlachtet wurden. Aber nur 674 Schafe wurden von Wölfen gerissen. Diese Statistiken regen zum Nachdenken an.
Auch spannend ist die Definition der Ambiguitätstoleranz. Damit ist die Fähigkeit einer Person gemeint, ungewisse Situationen zu akzeptieren und zu ertragen, sie aber nicht als bedrohlich zu empfinden.
Insgesamt finde ich das Buch sehr gut geschrieben. Die Charaktere sind lebendig und der Roman profitiert von den verschiedenen Perspektiven.

Das Buch
Agi Ofner
Problemwölfe

Tyrolia, 2. Auflage, 2026
ISBN: 9783702243135

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