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Tobias Schäfer (Foto: Stadt Heidelberg)
Tobias Schäfer
Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung
Gaisbergstraße 7 - 9
69115 Heidelberg

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Zielartenmonitoring für den Natur- und Artenschutz

Wege zum Ziel 1 Cluster 2

Typische in und um Heidelberg lebende Tierarten (wie z. B. die Feldlerche, der Eisvogel, die Fledermaus, der Sperlingskauz, die Schlingnatter etc.) dienen zukünftig als Indikatoren für den Zustand der Heidelberger Naturräume. Dafür werden fünf Raumtypen betrachtet: Die landwirtschaftlich geprägte Rheinebene, die urbanen Siedlungsbereiche, die Hangbereiche im Übergang zum Wald (sogenannter Waldsaum), der Wald mit den Bergen des Odenwaldes und nicht zuletzt der Neckar mit seinen Uferbereichen und Wiesen. Einzelne Arten werden als Indikatoren für den Zustand eines gesamten Lebensraumes herangezogen. Ein zentraler Baustein jeder Zielartenkampagne ist Kommunikation, Bildung und Vermittlung.

Viele Pflanzen- und Tierarten bevorzugen offene oder halboffene Landschaften. Daher ist es wichtig, neben Waldflächen auch Offenland zu erhalten und zu fördern, um die Biodiversität zu steigern.

Erlebnis, Erholung und Begegnung in der Region

Wege zum Ziel 2 Cluster 2

In Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen wird im Freiraum um Heidelberg ein grüner Gürtel mit Grünzügen in die Stadt entwickelt. Der grüne Gürtel wird aus dem Blickwinkel Erholung und Erlebnis der Freiraumnutzenden entwickelt. Ein Netzwerk aus grünen Flächen und Wegen ermöglicht einen schnellen Zugang von der Innenstadt und den Stadtteilen zur offenen Landschaft und zum Wald. Er symbolisiert ein zusammenhängendes Netz von Natur- und Erholungsflächen rund um Heidelberg. Die Umsetzung umfasst Nahbereiche für Spaziergänge, mittlere Entfernungen für Ausflüge und entlegenere Ziele für Tagesunternehmungen.
Der Freiraum ist ein Spannungsfeld und Zusammenspiel von unterschiedlichen Nutzungen, die alle einen Raum benötigen: Erholung, Natur- und Artenschutz, Infrastruktur, Land- und Forstwirtschaft. Insbesondere in direkt angrenzenden Bereichen zum Siedlungsraum ist eine Freizeitnutzung denkbar.

Ein noch zu erarbeitendes Freiraumkonzept wird festlegen, wo der Natur- und Artenschutz alleinige Priorität hat und wo Freizeitnutzung z. B. Sport stattfinden kann. Es ist besonders wichtig, Orte ohne intensive Freizeitnutzung, als Schutzraum für seltene Arten vorzusehen. Bei Beachtung von geltenden Regeln und entsprechender Rücksichtnahme ist ein Zusammenspiel von Erholung und Natur möglich. Die dauerhaft geschützten Bereiche sind durch die verschiedenen Gesetze und Schutzgebiete definiert. Ihre Flächenkulisse bleibt erhalten und wird durch den Biotopverbund gestärkt. Durch eine Lenkung und Entwicklung von Flächen für Erholung und Erlebnis können Schutz- und Nutzungsansprüche räumlich differenziert in Einklang gebracht werden.

Der grüne Gürtel mit Grünzügen in die Stadt wird von Siedlungstätigkeit freigehalten, Barrieren werden überwunden und Zerschneidungen vermieden. Der Regional plan, der Landschaftsplan des Nachbarschaftsverbandes sowie die Naturschutzplanungen dienen als Grundlage der Freiraumplanung.

Für die erfolgreiche Entwicklung und den Betrieb des grünen Gürtels mit Grünzügen in die Stadt ist es essenziell, eine gemeinsame Organisationsstruktur mit den umliegenden Kommunen zu etablieren. Diese Zusammenarbeit ermöglicht eine abgestimmte Planung und Umsetzung, die auf die Bedürfnisse und Interessen aller beteiligten Gemeinden abgestimmt ist. 

Grüner Gürtel

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