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Tobias Schäfer (Foto: Stadt Heidelberg)
Tobias Schäfer
Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung
Gaisbergstraße 7 - 9
69115 Heidelberg

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Menschen für Ehrenamt und Engagement begeistern

Wege zum Ziel 1 Cluster 5

Heidelberg fördert aktiv das Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Zivilgesellschaft zu stärken und mehr Menschen für ehrenamtliches Engagement zu gewinnen. Dabei werden auf der einen Seite bestehende Strukturen in den Stadtteilen, wie Stadtteilvereine, Sport- und Kulturvereine, Interessengemeinschaften und Initiativen, gestärkt und unterstützt. Auf der anderen Seite werden Möglichkeiten geschaffen, sich auch kurzfristig und unverbindlich zu engagieren.

Besonders die internationale und junge Bevölkerung, einschließlich Studierende, Auszubildende und wissenschaftliche Mitarbeitende soll verstärkt für Engagement gewonnen werden. Dazu werden die Kooperationen mit der Universität und Bildungsträgern ausgebaut. Auch die Angebote in den Stadtteilen sollen gestärkt werden, um die Vereinbarkeit von Ehrenamt, Familie und Beruf zu fördern.

Das Konzept „Handlungsleitlinie Bürgerengagement“ bietet Ressourcen und Möglichkeiten zur Umsetzung. Rund ein Drittel der Heidelbergerinnen und Heidelberger engagierten sich 2024 ehrenamtlich, was ein enormes Potenzial für den sozialen Zusammenhalt darstellt. Bürgerschaftliches Engagement ist somit eine wichtige Grundlage für einen demokratischen und solidarischen Zusammenhalt in der Stadt.

Wohnen für Mitarbeitende

Wege zum Ziel 2 Cluster 5

In Zeiten von Fachkräftemangel und angespannten Wohnungsmärkten, insbesondere in deutschen Metropolen und Universitätsstädten avanciert die Bereitstellung von Wohnraum für Arbeitnehmende zu einem entscheidenden Standortfaktor und erleichtert Ankommen und Teilhabe. Wenn ein Arbeitgeber Wohnraum anbieten kann, steigert das seine Attraktivität bei Arbeitnehmern und ermöglicht nicht nur die Gewinnung, sondern bei Bedarf auch die Übernahme beziehungsweise langfristige Bindung von Auszubildenden und qualifizierten Arbeitnehmenden.

Mitarbeitendenwohnen bezeichnet ein wohnungspolitisches Instrument und eine Wohnform, bei der ein Arbeitgeber Wohnraum zugunsten von Mitarbeitenden eines oder mehrerer Unternehmen bereitstellt. Hierfür muss der Wohnraum nicht im Eigentum des Arbeitgebers liegen.

Mitarbeitendenwohnen hat das Ziel, bezahlbaren Wohnraum in räumlicher Nähe zum Unternehmensstandort zu schaffen. Dabei liegt der Wohnraum nicht in einem Gewerbe- oder Industriegebiet. In dem Arbeiten, Wohnen und Mobilität zusammengedacht werden, sollen Fachkräfte gebunden und langfristig Pendlerdistanzen reduziert werden. 

Über eine städtische Gesellschaft betreibt die Stadt Heidelberg in der Südstadt ein Ausbildungshaus, in dem Wohnraum für Auszubildende bereit gestellt wird. Weitere Ausbildungshäuser sind in Planung.

Kultur im Freiraum

Wege zum Ziel 3 Cluster 5

Im Rahmen des Kooperationsprojekts „The Green House“ der UNESCO City of Literature Heidelberg mit dem UNESCO Global Geo-Naturpark Bergstraße Odenwald haben 2024 fünf Autorinnen und Autoren poetische Texte zu einzelnen Orten in der Naturumgebung Heidelbergs verfasst und so in unmittelbarer Nähe zur Stadt liegende Naturorte wie urzeitliche Erdschichtungen im Schlossgraben oder ein Felsenmeer bei Schlierbach in die Wahrnehmung jenseits bloßer Urbanität einfließen lassen.

Als Kunstproduktion aus dem Freiraum Heidelbergs heraus können neben Literatur weitere Medien (Fotografie, Film, Werke der bildenden oder darstellenden Kunst) neue Sichtweisen auf Heidelberg ermöglichen. Dies kann die Erfahrung und Wahrnehmung des Raums Natur unterstützen. 

Neben Kunstproduktionsprozessen sind auch andere Veranstaltungsformate – das jeweilige Ökosystem berücksichtigend – dazu geeignet, neue Qualitäten in Heidelberg zu erzeugen z. B. Lyrikstationen an Bäumen oder Parkbänken sowie Lesungen und andere Veranstaltungsformate auf Neckarschiffen. Dabei wird der Schutz von Natur und Landschaft stets gewahrt.

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