Logo facebook Logo Twitter Logo YouTube Logo RSS Logo YouTube Logo Instagram

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Andrea Edel
UNESCO City of Literature / Kulturamt
Haspelgasse 12
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-33000

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Phillip Koban
UNESCO City of Literature / Kulturamt
Haspelgasse 12
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-33010

Literaturstadt auf „Expedition Poesie“

Poeten aus Heidelberg und Granada präsentieren am 14. und 15. Dezember Gedichte

Autoren im Austausch: Am 14. und 15. Dezember geht das von Heidelberg initiierte Literaturstadt-Projekt „Expedition Poesie“ in die zweite Runde. Mit Juan Carlos Friebe, Trinidad Gan und José Carlos Rosales sind am 14. und 15. Dezember Autorinnen und Autoren aus der spanischen UNESCO-Literaturstadt Granada zu Gast. Sie übertragen mit den Heidelberger Kollegen Carolin Callies, Dorina Heller und Hans Thill ihre Gedichte in die jeweils andere Sprache. Ein Arbeitstreffen in Granada gab es zuvor bereits im November. Einblicke in die Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit geben die sechs Poetinnen und Poeten bei „Expedition Poesie“ am 14. Dezember, 17 Uhr, in der Stadtbücherei Heidelberg, Poststraße 15, und am 15. Dezember, 18 Uhr, im Goethe-Institut Mannheim.

Beitrag zur Völkerverständigung

Gruppenfoto vor dem Banner der Expedition Poesie (Foto: Privat)
Poeten aus Heidelberg und Granada trafen sich bereits im November in der spanischen UNESCO-Literaturstadt, um gemeinsam Gedichte zu übersetzen. Jetzt kommen sie zur „Expedition Poesie“ nach Heidelberg. (Foto: privat)

Das Format „Expedition Poesie“ hatte Heidelberg bereits im Jahr 2016 mit der UNESCO-Literaturstadt Prag erfolgreich erprobt. Dr. Andrea Edel, Leiterin des Kulturamts und des Projektes der UNESCO City of Literature Heidelberg, betont die außergewöhnliche Arbeit der beteiligten Dichter und unterstreicht die Bedeutung des internationalen Kooperationsprojektes in der heutigen Zeit: „Das Format der Poesie-Expedition hat sich bewährt. Es sind zahlreiche aufs Feinste nuancierte Übersetzungen von Gedichten entstanden. Darüber hinaus leisten die UNESCO Cities of Literature mit der von Heidelberg ausgehenden Veranstaltungsreihe „Poesie-Expedition“ einen konkreten Beitrag zur Völkerverständigung.“

Der Projektleiter der UNESCO City of Literature Granada, Jesús Ortega, schließt sich an: „Die Expedition Poesie ist für uns alle eine großartige Erfahrung, weil sie den kreativen und kulturellen Austausch der Künstler beider Städte fördert und auch auf Arbeitsebene der beiden Literaturstädte ein wichtiger Faktor zur Stärkung der freundschaftlichen Beziehungen ist. Die Reise der deutschen Dichter nach Granada war sehr bereichernd, ebenso wie es die jetzige der spanischen Dichter nach Heidelberg sein wird. Darüber hinaus war die Erfahrung des in Granada durchgeführten literarischen Übersetzungsworkshops für unsere Dichter von großem Nutzen; sie wird Spuren in ihrem Oeuvre hinterlassen und einen gewinnbringenden Einfluss auf ihre künstlerische Arbeit haben.“

Carolin Callies, eine junge Frau, sitzt auf einer Treppe. Sie eine Heidelberger Autorin. (Foto: Thiemer)
Die Autorin Carolin Callies ist eine von drei Heidelberger Poetinnen und Poeten, die an der Übertragung von Gedichten aus der UNESCO-Literaturstadt Granada mitwirken. (Foto: Thiemer)

Forschungsreisende der Sprachen

Die Autoren blicken auf eine spannende und arbeitsreiche Woche in Granada mit einer ganz besonderen Arbeitsatmosphäre zurück, bei der die Teilnehmer zu Forschungsreisenden der Sprachen wurden. So konstatiert Carolin Callies: „Wie unterscheiden sich ‚der Mond‘ und ‚la luna‘? Auf dieser Expedition Poesie haben wir wahrlich viele Entdeckungen gemacht - und das gleich in zwei Sprachen. Wir haben uns entlegenen Worten gewidmet, Sprachwitz erforscht, der so abseitig klingenden Frage nach der Rolle des Geschlechts von Artikeln angenähert. Aber tatsächlich: Wie wirken sie in unseren Sprachbildern nach? Diese Reise nach Granada war nicht nur kulturell, sondern auch zwischenmenschlich für mich eine sehr große Bereicherung.“ Ihre Kollegin Dorina Heller betont den Wert der Gruppenarbeit: „Bei der intensiven Übersetzungsarbeit in der lebendigen Literaturstadt Granada haben wir mehr als unsere Gedichte übersetzt. Es war gleichzeitig ein Übersetzen unserer unterschiedlichen Herangehensweisen an Sprache, an Literatur, ans Leben - ich freue mich schon sehr diesen Austausch in Heidelberg wiederaufzunehmen und fortzusetzen.“ Hans Thills Fazit: „Granada war die großartige Erfahrung der Gemeinsamkeit, bei allen Kontrasten und Ungleichzeitigkeiten. Und plötzlich sah man wie die Traditionen sich verschränken und die Sprachen sich vermischen“.

Weitere Informationen

www.cityofliterature.de

Foto 1 zum Download
Foto 2 zum Download

(Erstellt am 11. Dezember 2018)