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Titelblatt des Heidelberger „Interreligiösen Kalenders 2018“

Interreligiöser Kalender 2018
Festtage und Feiern von fünf Religionen im Überblick, dazu große, farbige Fotos religiöser Stätten in Heidelberg: Für das Jahr 2018 hat die Stadt Heidelberg in Kooperation mit dem „Interreligiösen Dialog“ den Heidelberger „Interreligiösen Kalender“ erstellt.
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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Bürgermeister Wolfgang Erichson (Foto: Diemer)
Wolfgang Erichson
Bürgermeister
Palais Graimberg - Kornmarkt 5
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-20600/-20610

Interreligiöser Kalender

September 2018
jüdisch
10./11.09.
Rosch ha-Schana (Neujahrsfest 5779)
islamisch
11.09.
Neujahrsfest (1440 n. H.)
jüdisch
19.09.
Jom Kippur (Versöhnungstag)
islamisch
20.09.
Ashurafest
jüdisch
24. - 30.09.
Sukkot (Laubhüttenfest)

Der jüdische Kalender kennt zehn Bußtage im Jahr. Der wichtigste ist Jom Kippur. An diesem Versöhnungstag wird nach talmudischer Tradition das Urteil über die Menschen besiegelt, das zehn Tage zuvor (dieses Jahr am Abend des 11. September beginnend) an Rosch ha-Schana, dem Tag des Gerichts und zugleich dem jüdischen Neujahrsfest, gefällt wurde. Der Versöhnungstag soll dazu dienen, den Menschen zu entsühnen. Insofern ist Jom Kippur ein Tag der Reue, der Buße und der Umkehr. Zugleich ist dieser Tag ein strenger Fastentag. Weder Essen noch Trinken sind erlaubt. Außer dem Benetzen der Hände und der Augen mit Wasser ist keine Körperpflege bis zum Ausgang des nächsten Abends erlaubt. Zum Andenken an die Verstorbenen wird vor dem Besuch der Synagoge ein Licht entzündet, das 24 Stunden brennen soll. 

Am islamischen Ashurafest treffen sich die Muslime (Sunniten) in der Moschee zu Gemeinschaftsgebet und Predigt. Es heißt, dass die Gebete dieses Tages besonders erhört werden. Freunde, Verwandte und Nachbarn werden mit guten Wünschen und Geschenken bedacht. Die Schiiten gedenken an Ashura an den Tod des dritten Imam Hussain in der Schlacht von Kerbala. Der Sohn von Mohammeds Tochter Fatima gilt ihnen als Märtyrer. Auch die Aleviten feiern diesen Tag nach 12-tägigem Fasten in ähnlichem Sinn.

Nur vier Tage nach Jom Kippur beginnt das Sukkotfest, das eine Woche dauernde Laubhüttenfest. Es erinnert an die Wüstenwanderung nach dem Auszug aus Ägypten („In den Hütten sollt ihr sieben Tage wohnen…“). Auch heute noch errichtet man, wenn man dazu die Möglichkeit hat, eine Hütte mit einem Laubdach etwa im Garten oder auf dem Balkon. Sie soll eine provisorische Behausung während der lange dauernden Suche nach dem gelobten Land darstellen, in der man in der Regel auch die täglichen Mahlzeiten einnimmt.

Erläuterungen zu den Feiertagen im Interreligiösen Kalender (nach Alphabet)


A

Advent (christlich)

Der Advent ist für die Christen eine Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten, das Fest der Geburt Jesu. Mit dem vierten Sonntag vor Weihnachten beginnt das Kirchenjahr und die Reihe der Adventssonntage, die mit biblischen Lesungen der Propheten auf den Retter der Menschheit verweisen. Dies tun auch die vier Kerzen, die üblicherweise auf einem Adventskranz gesteckt, nacheinander entzündet werden und auf die Ankunft (= Advent) des Heilandes verweisen. Vor dem 7. Jahrhundert wurde der Advent als achtwöchige Fastenzeit begangen und dauerte vom 11. November bis zu Epiphanias, dem Erscheinungsfest am 6. Januar. Noch heute sollen im Advent der Schmuck der Kirchen im Gottesdienst bescheidener sein, um dann an Weihnachten mit dem Entzünden der Kerzen auf dem Weihnachtsbaum den Glanz des Festes deutlicher werden zu lassen. 

Alá (Bahá'i)

Alá, der Fastenmonat der Bahá’i-Gemeinden, endet mit dem Neujahrsfest (Nav Rúz) am 21. März. In dieser Zeit verzichten die Erwachsenen, soweit es ihre Gesundheit erlaubt, zwischen 06.00 und 18.00 Uhr oder von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang streng auf jedes Essen und Trinken.

Al Bab (Bahá’i)

Al Bab (arabisch „das Tor“) war der religiöse Ehrentitel von Seyyed Ali Muham-mad Schirazi, der 1819 in Schiraz/Iran geboren wurde. Den Babi und den Bahá‘i gilt er als Manifestation Gottes und als Herold des Bahá'u'lláh. Seine erste Offenbarung erhielt er 1844 und beschrieb sie im ersten Kapitel seines Kommentars zur Joseph-Sure (= Sure 12 des Korans). Er nahm für sich in Anspruch, das von den Propheten verheißene Sprachrohr Gottes und zugleich Vorbote eines Größeren als er selbst zu sein. Als al Bab von einer Pilgerreise nach Mekka und Medina zurückkehrte in das osmanische Reich, wurde er verhaftet, verbannt und 1850 in Täbris öffentlich hingerichtet. Der Babismus und die Verbreitung seiner Schriften wurden unterdrückt, seine Lebensdaten aber als Feiertage in den Bahá‘i-Kalender aufgenommen.

Al Hidjra/Islamisches Neujahrsfest (islamisch)

Die islamische Zeitrechnung beginnt mit der Hidjra, d. h. der Übersiedlung des Propheten Mohammed von Mekka nach Medina (622 nach Christus). Ähnlich dem jüdischen Kalender bedient sich auch der islamische Kalender des Mondjahres. So verschiebt sich - im Vergleich zum sonst üblichen Sonnenjahr - das Neujahrsfest in jedem Jahr um ca. 11 Tage.

Allerheiligen (christlich)

Allerheiligen ist ein christliches Fest, an dem aller Heiligen gedacht wird. Neben ihnen und den kirchlich anerkannten Märtyrern wollte man auch an all diejenigen erinnern, die nach Gottes Wort vorbildlich leben. Der Termin des Festes wurde zunächst in Rom und dann 835 für die gesamte Westkirche auf den 1. November gelegt. Ende des 10. Jahrhunderts wurde, ausgehend vom französischen Kloster Cluny, am 2. November ein Gedenktag an alle Verstorbenen, Allerseelen, angeschlossen.

Annuntiatio Domini (rk)

Die Annuntiatio Domini ist ein Fest im katholischen Kirchenjahr und geht auf das Lukasevangelium und die dortige Ankündigung der Geburt Christi durch den Erzengel Gabriel zurück.

Ashura (islamisch)

Am islamischen Ashurafest treffen sich die Muslime (Sunniten) in der Moschee zu Gemeinschaftsgebet und Predigt. Es heißt, dass die Gebete dieses Tages besonders erhört werden. Freunde, Verwandte und Nachbarn werden mit guten Wünschen und Geschenken bedacht. Die Schiiten gedenken an Ashura an den Tod des dritten Imam Hussain in der Schlacht von Kerbala. Der Sohn von Mohammeds Tochter Fatima gilt ihnen als Märtyrer. Auch die Aleviten feiern diesen Tag nach 12-tägigem Fasten in ähnlichem Sinn.

Aschermittwoch (christlich)

In den christlichen Kirchen beginnt 40 Tage vor Ostern die Passions- und Fastenzeit und erinnert an das gleich lange Fasten Jesu vor Beginn seines Wirkens. Mit diesem Tag endet zugleich der Karneval, die Fasnacht oder Fasching. Es beginnt die mehrwöchige Vorbereitung auf das höchste christliche Fest. 


B

Badikalender (Bahá'i)

Der Badikalender der Bahá'i beginnt im Jahr 1844. Er ist ein Sonnenkalender mit 19 Monaten zu 19 Tagen. Vor dem 19. Monat werden vier (im Schaltjahr fünf) Tage eingefügt (die Ayyam-i-Ha).

Baha'u'llah (Bahá'i)

Der älteste Sohn des Religionsstifters Baha’u’llah ist in der Nacht zum 23. Mai 1844 in Teheran geboren (in der gleichen Nacht, in der Bab, der Vorläufer Baha’u’llahs, seine Sendung verkündete) und 1921 in Haifa, Israel, verstorben. Ein Großteil seines Lebens verbrachte Abdu’l Baha mit seinem Vater und seiner Familie in Gefangenschaft und Verbannung. Erst im Alter von 64 Jahren hat er im Jahr 1908 infolge der jungtürkischen Revolution die Freiheit erlangt. Obwohl von seinem Vater als Nachfolger bestimmt, war er nach dem Verständnis der Bahá‘i keine Manifestation Gottes. Vielmehr gilt er den heutigen Bahá‘i als Vollbringer des Wortes und als Vorbild für ein Leben voller Nächstenliebe und Gerechtigkeit. Unablässig warb er für Toleranz und Verständnis unter den Religionen.

Buß- und Bettag (christlich)

Die evangelische Kirche begeht seit Ende des 19. Jahrhunderts den Mittwoch vor dem letzten Sonntag des Kirchenjahres als gemeinsamen Buß- und Bettag. Schon zuvor wurden die Gläubigen jeweils aus aktuellen Anlässen und in Notzeiten an solchen Tagen zu Umkehr und Gebet aufgerufen. 1994 wurde der Feiertag als arbeitsfreier Tag gestrichen, um die Mehrkosten der Arbeitgeber für die Beiträge zur damals neu eingeführten Pflegeversicherung durch einen weiteren Arbeitstag auszugleichen. 


C

Chanukkafest (jüdisch)

Das jüdische Fest Chanukka erinnert daran, dass der Tempel in Jerusalem im Jahr 164 v. d. Z. während der Besetzung Israels durch die griechischen Seleukiden und des Verbotes der jüdischen Religionsausübung in einem Aufstand unter Juda Makkabi und seinen Brüdern zurückerobert wurde.Man fand für die Wiedereinweihung des Tempels nur noch einen kleinen Krug Öl für den siebenarmigen Leuchter, die Menora, ausreichend für einen Tag. Der Leuchter brannte, so wird überliefert, aber ganze acht Tage lang, bis neues Öl zur Verfügung stand. In Erinnerung an die Rettung der jüdischen Religion wird auch heute noch an jedem Chanukkatag eine neue Kerze entzündet, bis dann am achten Tage alle Kerzen brennen. Traditionelle Feiertagsspeisen sind in heißem Öl zubereitete Speisen, die an das Ölwunder und die Ereignisse des Makkabäeraufstandes erinnern sollen.


D


E

Epiphanias - Erscheinungsfest (christlich)

Das Fest der Erscheinung des Herrn (griechisch Epiphanias) gehört für die Christen zum Festkreis von Weihnachten. Die Bibel erzählt, dass Sterndeuter (in Legenden wurden sie zu den „drei Heiligen Königen“) aus der orientalischen Welt den besonderen Stern erkannt haben und ihm nach Bethlehem gefolgt sind. Zur Erinnerung hieran ziehen vielerorts jugendliche Sternsinger, verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar, mit ihrem Stern von Haus zu Haus und bringen in Liedern und Versen die Weihnachtsbotschaft vom Frieden auf Erden. Auch heute noch schreiben sie die Anfangsbuchstaben C - M - B über die Türen, was als „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“) gelesen wird, und sammeln dabei Spenden für die Armen der Welt. 

Erntedankfest (christlich)

Am ersten Sonntag im Oktober wird in den christlichen Kirchen das Erntedankfest gefeiert. Der Dank für die eingebrachte Ernte hatte auch schon in vorchristlicher Zeit im Judentum wie auch im religiösen Leben des römischen Reiches einen festen Platz. Die Erntegaben, die an diesem Tag zum Altar gebracht oder um ihn farbenfroh ausgelegt werden, sind unmittelbarer Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber Gott, der den Menschen mit der Ernte die notwendige Nahrung schenkt. In der christlichen Tradition wurde dieser Tag auch mit dem Gedanken des Teilens verbunden - die Ernte ist ein Geschenk aus der Hand Gottes, das zum Weiterschenken verpflichtet.


F

Fest der Heiligen Familie (christlich)

Das Fest der Heiligen Familie ist erst im 19. Jahrhundert entstanden. Die Liturgie stellt an diesem Tag die Familie Jesu mit Maria und Josef und deren Flucht von Bethlehem nach Ägypten in den Mittelpunkt. Seit 1969 wird dieses Fest in der Weihnachtsoktav gefeiert. Die heilige Familie wird als Vorbild gesehen und verehrt. In den sozialen Umbrüchen der beginnenden Industrialisierung betont die katholische Kirche bis heute so den Wert der Familie.

Fronleichnam (christlich, rk)

Zehn Tage, das heißt am zweiten Donnerstag nach Pfingsten wird Fronleichnam in der katholischen Kirche als „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ gefeiert. Der Name leitet sich her von „fron“ = Herr und „lichnam“ = Leib. Das Fest wurde Mitte des 13. Jahrhunderts für die gesamte römisch-katholische Kirche eingeführt. Seine Beliebtheit verdankt dieser Festtag vor allem den reich- und blumengeschmückten Prozessionen. Theologisch wichtig wurde das Fest vor allem durch die Beschlüsse auf dem Konzil von Trient (1545 - 1563) als Antwort auf die protestantische Reformation und zur Erneuerung der römisch-katholischen Kirche.


G

Geburt des Baha'u'llah (Bahá'i)

Der Kalender der Bahá'i ist ein Sonnenkalender mit 19 Monaten zu je 19 Tagen. Dazu kommen noch vier Tage nach dem 18. Monat und bei Bedarf ein Schalttag. Das Jahr 1 ist umgerechnet 1844. Der Gründer der Bahá'i-Religion, Baha’u’llah, war in jungen Jahren Anhänger des Bab, seines Vorläufers. Im Jahr 1863 verkündigte er, dass er Gottes Sprachrohr in unserer Zeit sei und zu universellem Frieden führen werde. Die bedeutsamen Begebenheiten im Leben des Bab und des Baha’u’llah mit ihren Zwillingsoffenbarungen werden als Feiertage begangen. Mit Lesungen seiner Schriften und Meditationen gedenkt man der Geburt des Religionsstifters. 

Gründonnerstag (christlich)

An Gründonnerstag feierte Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl. Die Bezeichnung rührt von dem Wort "greinen", "grienen" (= weinen) her, denn an diesem Abend wurde Jesus von Soldaten verhaftet.


H

Himmelfahrt Marias oder "Entschlafung Mariens" (christlich)

Katholische und orthodoxe Christen (28.08.) feiern die Aufnahme der Mutter Jesu in den Himmel.


I

Id al Fitr (islamisch)

Der muslimische Fastenmonat Ramadan endet mit einem mehrtägigen Fest, dem sogenannten Fastenbrechen, Id al Fitr. oder (türkisch) Seker Bayrami (das sogenannte Zuckerfest). Es zählt zu den wichtigsten Festen für Muslime. Schon während der letzten Fastentage zuvor werden hierfür im Haus vielerlei Vorbereitungen getroffen und die notwendigen Einkäufe getätigt. Es ist ein Fest der Familien, zu dem auch Freunde und Gäste eingeladen sind. Kurz nach Sonnenaufgang erfolgt das Festgebet, oft unter freiem Himmel. Denn der Überlieferung nach soll der Prophet Mohammed das Festgebet außerhalb der Stadt Medina abgehalten haben.

Id-Ul-Adha, Kuran Bayrami Opferfest (islamisch)

Das mehrtägige muslimische Opferfest (bis 15. 09.) erinnert an den Gehorsam und die Bereitschaft des Stammvaters Abraham (Ibrahim), auf göttliches Geheiß seinen Sohn zu opfern.Während in den Berichten des Alten Testaments von Isaac, dem Sohn Sarahs, gesprochen wird, handelt es sich in der islamischen Überlieferung um den erstgeborenen Ismail, den Sohn Hagars. Durch Gottes Eingreifen kommt es nicht zu dem Sohnesopfer. Stattdessen schächten Abraham und sein Sohn einen Widder.Dies alles fand nach der Überlieferung dort statt, wo heute in Jerusalem der Felsendom steht.


J

Jom Kippur (jüdisch)

Der jüdische Kalender kennt zehn Bußtage im Jahr. Der wichtigste ist Jom Kippur. An diesem Versöhnungstag wird nach talmudischer Tradition das Urteil über die Menschen besiegelt, das zehn Tage zuvor (dieses Jahr am Abend des 11. September beginnend) an Rosch ha-Schana, dem Tag des Gerichts und zugleich dem jüdischen Neujahrsfest, gefällt wurde. Der Versöhnungstag soll dazu dienen, den Menschen zu entsühnen. Insofern ist Jom Kippur ein Tag der Reue, der Buße und der Umkehr. Zugleich ist dieser Tag ein strenger Fastentag. Weder Essen noch Trinken sind erlaubt. Außer dem Benetzen der Hände und der Augen mit Wasser ist keine Körperpflege bis zum Ausgang des nächsten Abends erlaubt. Zum Andenken an die Verstorbenen wird vor dem Besuch der Synagoge ein Licht entzündet, das 24 Stunden brennen soll. 


K

Karwoche (christlich)

Mit Palmsonntag beginnt die Karwoche, in der Christen ihre wichtigsten Feiertage begehen.

Karfreitag (christlich)

Am Karfreitag wurde Jesus vor dem römischen Statthalter Pilatus verhört und zum Tod verurteilt. Um die Mittagszeit starb er am Kreuz und wurde in ein Felsengrab gelegt.


L

Lailat al Bara'a (islamisch)

Lailat al Bara’a fällt nach dem im Islam gebräuchlichen Mondkalender auf die Nacht zwischen dem 14. und 15. des Monats Scha’ban. Nach der Überlieferung soll der Prophet seinen Anhängern mitgeteilt haben, dass die Engel Gottes die Taten der Menschen aufzeichnen. Diese Nacht wird als eine besondere Zeit göttlicher Barmherzigkeit und Segens betrachtet. Die Nacht der Erlösung gilt neben der Nacht der Bestimmung (Lailat al Quadr) als heiligste Nacht im Islam. 

Lailat al Miraj (islamisch)

Lailat al Miraj erinnert an die Himmelsreise (al miradsch = Leiter) und die sogenannte Nachtreise (al isra) des Propheten Mohammed in Begleitung des Erzengels Gabriel, über die am Anfang der Sure 17 und im Hadith (Berichte aus dem Leben Mohammeds) berichtet wird. Mohammed soll, von Mekka kommend, auf seiner wundersamen Reise in Jerusalem Abraham, Mose, Jesus und andere Propheten getroffen haben. In der islamischen Theologie wird darüber diskutiert, ob die Reise im Schlaf oder in wachem Zustand beziehungsweise in spiritueller Erfahrung erfolgt sei. An diesem Tag wird in den Moscheen in Sprechgesang und Gedichten des Propheten gedacht.

Lailat al Qadr (islamisch)

Nach muslimischem Verständnis wurde in der „Nacht der Bestimmung“ (Lailat al Qadr), das  heilige Buch der Muslime, der Koran, herabgesandt. Deshalb steht das Rezitieren des Korans im Mittelpunkt. Nach Sonnenuntergang wird dann im Kreis der Familie oder in der muslimischen Gemeinde festlich und gesellig gegessen.


M

Mariä Aufnahme in den Himmel (christlich)

Mariä Aufnahme in den Himmel (Assumptio beatae Mariae Virginis) ist ein Hochfest in der römisch-katholischen Kirche und wird umgangssprachlich auch Mariä Himmelfahrt genannt. Zurückgeführt wird es auf ein Marienfest im 5. Jahrhundert. Der Glaube an die leibliche Aufnahme der Mutter Jesu in den Himmel wird seit dem 6. Jahrhundert bezeugt und 1950 von Papst Pius XII. zum kirchlichen Dogma erhoben. Über die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel wird zwar nicht in den kanonischen Schriften berichtet, jedoch werden einige Stellen im Neuen Testament (zum Beispiel Offenbarung 12) als Hinweise darauf gedeutet.

Mariä Lichtmess (Darstellung des Herrn) (christlich)

Der 2. Februar war früher traditionell der Tag, an dem spätestens die Tannenbäume und der Lichterschmuck aus den katholischen Kirchen geräumt und die Krippenfiguren eingepackt werden. Das Fest der Darstellung des Herrn galt als der letzte Tag in der Weihnachtszeit. Das Datum berechnet sich vom 25. Dezember (1. Weihnachtstag): zwischen diesem und Lichtmess (2. Februar) sind es insgesamt vierzig Tage. Diese 40 Tage sind in der jüdisch-christlichen Tradition ein besonderes Zeitmaß, das sich zum Beispiel in der vierzigtägigen Fastenzeit oder im vierzigtägigen Aufenthalt Jesu in der Wüste wiederfindet. Der biblische Bezug des Festtages am 2. Februar basiert auf der alttestamentarischen Vorschrift, dass der Erstgeborene im Tempel als Eigentum Gottes „dargestellt“ und übergeben wurde. Der volkstümliche Name des Festes, „Mariä Lichtmess“, erinnert an die biblische Vorschrift, dass Frauen sich 40 Tage nach der Geburt eines Sohnes einer kultischen Reinigung unterziehen müssen. Die Lichtsymbolik des Tages bezieht sich auf das Lukas-Evangelium, wonach der greise Simeon das Kind im Tempel als „ein Licht, das die Heiden erleuchtet“ begrüßt. Bis heute werden an dem Tag die Kerzen für das neue Jahr gesegnet. „Lichtmess“ war in früherer Zeit zudem ein wichtiges Datum im Jahresablauf. Mit ihm verbanden sich Zahlungsfristen, Arbeitsverträge, volkstümliche Bräuche und vieles mehr. An diesem Tag erhielten zum Beispiel die Knechte und Mägde den Rest des noch ausstehenden Jahreslohnes; neue Arbeitsverträge wurden geschlossen. In manchen Gegenden wurde symbolhaft auch ein Paar neue Schuhe übergeben. Ab diesem Datum wurde zudem eine weitere Mahlzeit gereicht, denn es begann das neue arbeitsreiche „Bauernjahr“.

Mevlid - Geburt des Propheten Mohammed (islamisch)

Den islamischen Feiertag Mevlid oder Mawlid zur Geburt des Propheten Mohammed begehen die Muslime in aller Welt im Kreise ihrer Familien. Bei dem Fest wird gemeinsam gebetet, gesungen und aus dem Koran vorgelesen. Mohammed wurde im Jahr 570 in Mekka als Sohn eines Kaufmannes geboren. Auch er wurde Kaufmann, reiste viel und lernte dabei auch den jüdischen und den christlichen Glauben kennen. 


N

Neujahrsfest (christlich)

Der Jahresbeginn wird in allen drei abrahamischen Religionen als Feiertag begangen, ist aber im jüdischen und im muslimischen Jahreskalender als Mondkalender an kein festes Datum geknüpft. Bei den Bahá'i wird das Neujahrsfest (Naw Ruz) stets am 21. März gefeiert.Auch „unser“ Neujahrsfest am 1. Januar war ursprünglich kein christlicher Festtag und geht auf die Reform des römischen Kalenders 153 vor Christus und den Julianischen Kalender seit 46 vor Christus zurück: der Jahresbeginn wurde vom 1. März auf den 1. Januar verlegt. Die endgültige Festlegung auf den 1. Januar fand erst Ende des 17. Jahrhunderts unter Papst Innozenz XII. statt.


O

Opferfest - Id al-Adha (islamisch)

Das mehrtägige muslimische Opferfest (türkisch: Kurban Bayrami) erinnert an den Gehorsam und die Bereitschaft des Stammvaters Abraham, auf göttliches Geheiß hin seinen Sohn zu opfern. Während in den Berichten des Alten Testamentes von Isaac, dem Sohn Sarahs, gesprochen wird, handelt es sich in der islamischen Überlieferung um den erstgeborenen Ismail, den Sohn Hagars. Durch Gottes Eingreifen kommt es nicht zu dem Sohnesopfer (siehe Sure 37, 101). Stattdessen schächten Abraham und sein Sohn gemeinsam einen Widder. Dies alles fand nach der Überlieferung dort statt, wo heute in Jerusalem der Felsendom (Qubbat as-sachra) steht. Dieser wurde am Ende des 7. Jahrhunderts erbaut und ist somit der älteste monumentale Sakralbau des Islams und zugleich eines der islamischen Hauptheiligtümer.

Ostersonntag (christlich)

Als am Ostersonntag einige Frauen zum Grab kamen, fanden sie es leer. Ein Engel verkündete ihnen, Jesus sei vom Tode auferstanden. 


P

Palmsonntag (christlich)

Der Palmsonntag erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem. Menschen legten ihm Palmzweige auf den Weg, um ihn als Messias zu begrüßen.

Pessach (jüdisch)

Pessach erinnert an die Flucht der Israeliten aus Ägypten. Ungesäuertes Brot, die Matzen („mazzot“), symbolisieren die überstürzte Flucht. Das Fest der Befreiung ist auch dadurch geprägt, dass alle Speisen ungesäuert sind. Am Vorabend des achttägigen Festes (in Israel siebentägig) wird im Familienkreis gefeiert und die „Haggada“, die Erzählung vom Auszug, vorgelesen. Mittelpunkt des festlich gedeckten Tisches ist der Sederteller: Bitterkraut, Charossetmus, Karpass, Ei und ein Schälchen Salzwasser sind symbolischer Teil des Sederrituals. Ein Sinnbild von vier der fünf Stufen der Befreiung und Erlösung, von denen im Buch Exodus, Kapitel 6, berichtet wird, sind vier Becher Wein, die während des Seders getrunken werden. 

Pfingsten (christlich)

Pfingsten geht auf das griechische Wort „pentekoste“ (= der Fünfzigste) zurück und wird vom mittelhochdeutschen „pfingesten“ hergeleitet. 50 Tage nach Ostern endet die österliche Zeit mit Pfingsten. Es wird seit dem vierten Jahrhundert als Fest des Heiligen Geistes gefeiert. Dieser wurde nach christlicher Lehre allen Gläubigen geschenkt zur Stärkung der Erinnerung an die Person, die Worte und das Wirken Jesu Christi. Mit Gott, dem Vater, und Jesus Christus, dem Sohn, bildet der Heilige Geist die göttliche Dreieinigkeit (trinitas dei). In vielen Abbildungen wird der Heilige Geist als Feuerflamme oder auch als Taube dargestellt, denn die Evangelien erzählen, dass der Geist Gottes wie eine Taube auf Jesus bei seiner Taufe im Jordan herabgekommen sei. Und in der Apostelgeschichte kann man lesen, dass an Schawouth den Jüngern Jesu der Heilige Geist geschenkt wurde und dass sie danach in allen Sprachen predigen konnten. 

Purim (jüdisch)

Purim: Das Fest geht auf das Buch Ester zurück, das von der Rettung der jüdischen Bevölkerung im persischen Exil erzählt. Es ist ein Fest der Befreiung und Freude, das mit dem zweimaligen Vorlesen der Esterrolle (= Megilla) beginnt. Es schließt sich ein Festmahl an, zu dem man kostümiert erscheint. Haman, der Wesir des Königs Xerxes (Ahaschwerosch), so wird berichtet, plante die Ausrottung der Juden und ließ das Los (= Pur, pl. Purim) darüber werfen, an welchem Datum dies geschehen sollte. Davon erfuhr die Königin Ester, die nach langem Fasten ihren Mann bewegen konnte, Haman und seine Söhne verhaften und hinrichten zu lassen. Diese Rettungsgeschichte wird ausgelassen und teilweise lautstark mittels Ratschen gefeiert sowie mit gegenseitigen Geschenken aber auch mit Almosen für Arme und Bedürftige.


Q


R

Ramadan (islamisch)

Im Monat Ramadan, dem „gesegneten Monat“, in dem der Koran, das heilige Buch der Muslime, geoffenbart wurde, verzichten die Muslime nach den Geboten des Korans von der Morgendämmerung bis nach Sonnenuntergang vollständig auf die Nahrungsaufnahme. Ausgenommen sind hiervon Schwangere und Stillende wie auch kleinere Kinder sowie Kranke und Reisende. Letztere sollen das Fasten nachholen. Denn dieses ist eine der „fünf Säulen“ der muslimischen Religion. Solange das sogenannte Fastenbrechen (Id al-Fitr, die letzten Tag im Ramadan) nicht verkündet wird, sollen sich die Gläubigen am Tag des Essens, Trinkens aber auch des Rauchens sowie jeglicher Sexualität enthalten. Von besonderer Bedeutung ist die 27. Nacht des Ramadan (in diesem Jahr: 11. Juni), die „Nacht der Bestimmung“ (Lailat al Quadr), in der der Koran nach muslimischem Verständnis herabgesandt wurde. Deshalb steht das Rezitieren des Korans im Mittelpunkt dieser Tage. Nach Sonnenuntergang wird dann im Kreis der Familie oder der Gemeinde festlich gegessen. Der Fastenmonat endet in diesem Jahr am 17. Juni. Bedingt durch den islamischen Mondkalender verschiebt sich der Ramadan jedes Jahr gegenüber dem bei uns üblichen Sonnenkalender. 

Reformationsfest (christlich)

Das evangelische Reformationsfest erinnert an die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers in lateinischer Sprache, die 1517 die Kritik an der herrschenden römisch-katholischen Kirchenlehre zusammenfassten und zu einer akademischen „Disputation“ aufforderten. Letztlich wurde hierdurch und durch die Reaktion des Vatikans die Spaltung der christlichen Kirche und ihrer Einheit in Deutschland und Europa eingeleitet. Eine theologische Annäherung der beiden christlichen Kirchen wird in der Gegenwart immer wieder angeregt und auf Gemeindeebene oft pragmatisch versucht.

Ridvánfest (Bahá'i)

Das Ridvánfest ist das höchste Fest der Bahá‘i und dauert zwölf Tage. Die Bahá‘i-Gemeinden gedenken der Verkündigung ihrer Religion im Jahre 1863 im Garten Ridván (wörtlich: Paradies) nahe Bagdad durch den Religionsstifter Baha’u’llah. Hier erhob dieser den Anspruch, in Erfüllung aller früheren Prophezeiungen der Bote Gottes für die heutige Zeit und der „Verheißene aller Religionen“ zu sein. Geboren und aufgewachsen in Teheran, war Baha’u’llah als Anhänger der wenige Jahre zuvor entstandenen Babi-Religion nach Bagdad und dann später weiter nach Konstantinopel verbannt worden. Die wichtigsten Feiertage sind der erste Ridván (20.04.), an dem Baha’u’llah 1863 im Garten Ridván ankam, der neunte Ridván (29.04.) als Tag der Ankunft seiner Familie und der zwölfte Ridván (02.05.), der Tag seiner Abreise. In der Zeit des Ridvánfestes wählen die Bahá‘i überall auf der Welt ihre örtlichen Geistigen Räte, das sind ihre lokalen Verwaltungsgremien. Und auch die nationalen Körperschaften werden in diesen Tagen gewählt. Das „Heiligste Buch“ ist das Kitáb-i-Aqdas, das Hauptwerk Baha’u’llahs.

Rosh Ha-Schana (jüdisch)

Der jüdische Kalender kennt zehn Bußtage im Jahr. Der wichtigste ist Jom Kippur. An diesem Versöhnungstag wird nach talmudischer Tradition das Urteil über die Menschen besiegelt, das zehn Tage zuvor (dieses Jahr am Abend des 11. September beginnend) an Rosch ha-Schana, dem Tag des Gerichts und zugleich dem jüdischen Neujahrsfest, gefällt wurde. Der Versöhnungstag soll dazu dienen, den Menschen zu entsühnen. Insofern ist Jom Kippur ein Tag der Reue, der Buße und der Umkehr. Zugleich ist dieser Tag ein strenger Fastentag. Weder Essen noch Trinken sind erlaubt. Außer dem Benetzen der Hände und der Augen mit Wasser ist keine Körperpflege bis zum Ausgang des nächsten Abends erlaubt. Zum Andenken an die Verstorbenen wird vor dem Besuch der Synagoge ein Licht entzündet, das 24 Stunden brennen soll. 


S

Schawuoth (jüdisch)

Schawuoth (hebräisch „Wochen“) wird sieben Wochen nach Beginn des Pessachfestes als „Wochenfest“ gefeiert. Es hat eine doppelte Bedeutung: zur Zeit der ersten Weizenernte im Jahr ist es ein „Fest der Erstlingsfrüchte“, im Wesentlichen aber ist es ein Erinnerungsfest an die Übergabe der Tora am Berg Sinai durch Moses an das jüdische Volk. Insofern ist Schawuoth ein Fest der Offenbarung und Befreiung. In der mit Blumen geschmückten Synagoge werden die 10 Gebote verlesen. An Schawouth werden traditionell Gerichte aus Milch gereicht. Milch symbolisiert die Tora, die das jüdische Volk wie ein unschuldiges Kind nährt. Es ist üblich, die ganze Nacht von Schawouth bis zum frühen Morgen mit dem Studium der Tora, des Talmud und der Kabbala zuzubringen.

Schemini Azeret (jüdisch)

Am letzten Tag des Laubhüttenfestes (Sukkot), das an die Wüstenwanderung der Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten erinnert, folgt das Schlussfest Schemini Azeret. Danach beginnt mit Simchat Tora (Fest der Freude an der Tora) wieder der neue Lesezyklus der Tora.

Simchat Tora (jüdisch)

Fest zur Freude an der Tora mit erneutem Beginn des jüdischen Lesezyklus.

Sukkot (jüdisch)

Nur vier Tage nach Jom Kippur beginnt das Sukkotfest, das eine Woche dauernde Laubhüttenfest. Es erinnert an die Wüstenwanderung nach dem Auszug aus Ägypten („In den Hütten sollt ihr sieben Tage wohnen…“). Auch heute noch errichtet man, wenn man dazu die Möglichkeit hat, eine Hütte mit einem Laubdach etwa im Garten oder auf dem Balkon. Sie soll eine provisorische Behausung während der lange dauernden Suche nach dem gelobten Land darstellen, in der man in der Regel auch die täglichen Mahlzeiten einnimmt.


T

10. Tewet (jüdisch)

Der 10. Tewet ist ein sogenannter kleiner Fastentag im Judentum. Dieser wird sieben oder acht Tage nach Ende von Chanukka begangen und erinnert an den Beginn der Belagerung Jerusalems durch den babylonischen König Nebukadnedzar im Jahr 597 v. d. Z., in deren Verlauf der Salomonische Tempel zerstört und das jüdische Volk in die Verbannung geführt wurde.

Tisha be Aw (jüdisch)

Neben dem Versöhnungstag (Jom Kippur) ist der 9. Tag im Monat Aw (tisha b’aw) ein jüdischer Fasten- und Trauertag. An diesem Tag wird nach festen Regeln an die Zerstörung des salomonischen Tempels und zugleich des jüdischen Reiches sowie des Beginns der sogenannten Babylonischen Gefangenschaft im Jahr 586 vor Christus durch die Truppen des babylonischen Königs Nebukadnezar erinnert - zudem auch an die Zerstörung des zweiten Tempels in Jerusalem durch römische Truppen und des Beginns des jüdischen Lebens in der weltweiten Diaspora im Jahre 70 nach Christus. Gemäß den vorgeschriebenen Regeln beginnt das vollständige Fasten am Vorabend bis zum folgenden Abend. Nur schwache und alte Menschen sind vom Fastengebot ausgenommen. Selbst dringend benötigte Medikamente sollen möglichst ohne Wasser genommen werden. Am Fuße des Tempelberges in Jerusalem beten viele Juden an der sogenannten Klagemauer, dem Überrest des zweiten Tempels; in den Synagogen singen die Gläubigen im Halbdunkel bekannte Klagelieder.

Tu B’Schwat – Neujahrsfest der Bäume (jüdisch)

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird dieser Tag festlich begangen. Tu bedeutet die Zahl 15 und Tu B’Schwat bezeichnet am Ende der Regenzeit die Mitte des Monats Schewat und den Beginn der erwarteten Wachstumsperiode. In Israel ziehen an diesem Tag an vielen Orten Kinder und Schüler aus, um junge Bäume zu pflanzen. So tragen sie auch zum Aufbau des oft kargen Landes bei. In der Diaspora, das heißt außerhalb Israels, wird hierfür Geld gespendet. Außerdem ist es oft Brauch, an diesem Tag besonders Früchte zu essen, die in Israel wachsen - in manchen Gemeinden bewusst 15 verschiedene Früchte. 


U


V

Verklärung des Herrn (christlich)

Das Fest der Verklärung des Herrn stellt ein Offenbarungsereignis dar, von dem die christlichen Evangelien erzählen. Drei seiner Jünger, Petrus, Jakobus und Johannes, begleiten nach diesen Berichten Jesus auf einen Berg (wahrscheinlich den Berg Tabor) und erleben, wie dieser, ehe er Moses und Elija trifft, während seines Gebetes das Aussehen ändert: „sein Antlitz erstrahlte wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht“ (Matthäus 17, 1 - 8). Und aus einer Wolke hören sie eine Stimme mit der Proklamation der Gottessohnschaft Jesu: „dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Auf ihn sollt Ihr hören!“

Verkündigung des Herrn (christlich)

Mit diesem Feiertag richtet die katholische Kirche ihren Blick auf die Geburt Jesu: neun Monate vor Weihnachten wird an den Besuch des Engels Gabriel bei Maria erinnert. Im Lukas-Evangelium wird erzählt, wie Maria die Botschaft hört, dass sie Gottes Sohn zur Welt bringen soll. Obwohl sie es nicht begreifen kann, ist sie bereit, dass Gottes Geist an ihr wirkt. "Ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe, wie du es gesagt hast." Durch diesen Satz gilt Maria als Vorbild im Glauben an Gottes Wirken. Auch im Koran (Sure 19) wird die Verkündigungsgeschichte sowie über die Geburt Jesu erzählt. Maria als Maryam genießt auch im Islam große Verehrung.


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