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Chronik

Heidelberg-Bergheim

  • ca. 800 v. Chr.: Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung gehen auf die frühe Steinzeit zurück, Kelten siedeln im Bergheimer Gebiet.
  • 769 n. Chr.: Das fränkische Dorf "Bergeheim"wird erstmals im Lorscher Kodex urkundlich erwähnt und ist damit älter als die Stadt Heidelberg. Wirtschaftliche Grundlagen der Dorfbewohner waren Ackerland und Weingärten, Fischfang und Flößerei.
  • 1392: Pfalzgraf Ruprecht II. lässt die wachsende Residenzstadt Heidelberg nach Westen erweitern, das Dorf "Bergeheim" wird aufgelöst. Die Dorfbewohner müssen ihre Häuser abbrechen und in die befestigte Stadt umsiedeln. Übrig bleiben Wein- und Obstgärten, die Bergheimer Mühle und zunächst noch einige Herrenhöfe sowie das Heidelberger Hochgericht. Der so gewonnene Raum reicht bis Mitte des 19. Jahrhunderts für die Heidelberger Stadtentwicklung aus.
  • 1847: Um den Schiffverkehr auf dem Neckar stärker an Heidelberg zu binden, wird ein Winterhafen auf Bergheimer Gelände angelegt. 1877 wird auf dem ehemaligen Winterhafen der heutige Bismarckplatz eröffnet.
  • 1855: Der Heidelberger Hauptbahnhof in Höhe des heutigen Stadtgartens, am östlichen Stadtteilrand, wird eröffnet und zieht die Ansiedlung von Industrie am Bahngelände sowie den Bau zahlreicher Hotels in der Nähe nach sich. Der neue Heidelberger Stadtteil erhält den Namen des an derselben Stelle fast vierhundert Jahre zuvor aufgegebenen Dorfes: "Bergheim".
  • 1861: Der Heidelberger Stadtrat gibt das Bergheimer Gebiet zur Bebauung frei.
  • 1869: Der Bau des Klinikviertels beginnt.
  • 1873: Johann Philipp Schifferdecker ersteigert die in Konkurs gegangene Bergheimer Mühle und errichtet eine Zementfabrik. Bergheim entwickelt sich zum Arbeiterstadtteil.
  • 1884: Gründung der Heidelberger Aktienbrauerei
  • 1889 bis 1903: Das Altklinikum entsteht nach Plänen von Josef Durm.
  • 1896: Die 1861 in Frankenthal erbaute Druckmaschinenfabrik "Albert & Hamm" zieht nach Bergheim (heute: Heidelberger Druckmaschinen AG).
  • 1900: Umzug der Rauchtabakfabrikation der Firma Landfried nach Bergheim auf den heutigen "Landfriedkomplex"
  • 1901: Das städtische Elektrizitätswerk wird in Bergheim eröffnet.
  • 1903 bis 1906: Bau des Veth'schen Hallenschwimmbades (heute: Altes Hallenbad)
  • 1908: Beginn der Bauarbeiten für den neuen Hauptbahnhof (durch die Weltkriege unterbrochen, bis 1955)
  • 1918: Am Bergheimer Neckarufer wird eine Radium-Solarquelle (Thermalquelle) erbohrt. Optimistisch werden Pläne für eine Kurstadt "Bad Heidelberg" geschmiedet. Mit dem Zweiten Weltkrieg endet der "Kurbetrieb", 1957 versiegt die Quelle.
  • 1919 bis 1922: Die Ludolf-Krehl-Klinik wird gebaut.
  • 1926 bis 1928: Bau des Lutherhauses in der Bergheimer Kirchstraße
  • 1927: Das Capitol-Kino mit 1350 Sitzplätzen wird eröffnet (1977 abgerissen).
  • 1928: Das Badehaus des Radiumssolbades an der Vangerowstraße wird eröffnet (schließt 1938).
  • 1939: Das Thermalbad an der Vangerowstraße wird als erstes Sportbad Heidelbergs eröffnet.
  • 1949: Glockengießermeister Friedrich Wilhelm Schilling eröffnet eine Glockengießerei.
  • 1955: Der neue Hauptbahnhof wird am 5. Mai eröffnet.
  • 1966: Eröffnung des Neubaus der Stadtbücherei in der Poststraße
  • 1981: Das "Alte Hallenbad" wird geschlossen.
  • 1990er Jahre bis zu Beginn des 21. Jhds.: Bergheim erfährt einen starken städtebaulichen Wandel.
  • 1999: Der Gemeinderat beschließt, das Lutherhaus zu kaufen und vollständig zu sanieren. In die Räume zieht die Städtische Musik- und Singschule.
  • 2000: Die Print Media Academy der Heidelberger Druckmaschinen AG wird eröffnet.
  • 2001: Die Sammlung Prinzhorn erhält dauerhaft ein Ausstellungshaus auf dem Gelände des Altklinikums.
  • 2004: Das Stadtentwicklungsprojekt "Stadtraum Bergheim" mit Alter Glockengießerei und Schlossquell-Areal erhält den 2. Preis im landesweiten Wettbewerb "Städte und Gemeinden im Wandel - eine Zukunft für Wohnen und Arbeiten".
  • 2007: Auf dem 8.400 Quadratmeter großen Areal der Heidelberger Druckmaschinen AG in Bahnhofsnähe entsteht die Wohnbebauung "Gutenberg Höfe". Fertigstellung 2011.
  • 2008: Im Juli und August finden nördlich des Altklinikums archäologische Notgrabungen des Regierungspräsidiums und des Kurpfälzischen Museums statt. Funde: Grubenhütten eines Dorfes aus der Zeit Karl des Großen, Reste von Besiedlung aus keltischer Zeit.
  • 2008: Der Heidelberger Gemeinderat beschließt den Verkauf des Alten Hallenbades an den Heidelberger Bau-Investor Hans-Jörg Kraus.
  • 2009: Das Alfred-Weber-Institut, das Institut für politische Wissenschaft und das Institut für Soziologie ziehen von der Altstadt auf den Campus Bergheim um (ehemals Ludolf-Krehl-Klinik).
  • 2010: Beginn des Umbaus des Alten Hallenbades zur Markthalle - Eröffnung 2013
  • 2011: Im Dezember beschließt der Heidelberger Gemeinderat den Standort für ein Interkulturelles Zentrum in Gründung ( IZ i.G.) im Landfriedkomplex (Eröffnung 2012). Es soll den verschiedenen Kulturen und Vereinen in der Stadt einen Anlaufpunkt und Vernetzungsmöglichkeiten bieten. Durch Angebote für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund soll das gegenseitige kulturelle Verständnis verbessert und ein Beitrag zur Integration geleistet werden.
  • 2013: Heidelberg hat jetzt ein eigenes Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum ("Dezernat 16") in den Gebäuden der ehemaligen Feuerwache und der Bereitschaftspolizei in der Emil-Maier-Str. 16/18
  • 2013: SAP siedelt sich mit seinem App-House in Bergheim an.
  • 2013: Im Dezember beschließt der Gemeinderat zur weiteren Verbesserung der Willkommenskultur in Heidelberg im Landfriedkomplex ein International Welcome Center Heidelberg einzurichten. Es bietet seit seiner Eröffnung 2016 Ausländerinnen und Ausländern spezielle Serviceleistungen der Verwaltung an. Zugleich ist das Zentrum eine internationale, interkulturelle und interreligiöse Begegnungsstätte.
  • 2016: Der Gemeinderat beschließt im Zuge der Haushaltsberatungen die Beauftragung eines Gutachtens zur Einrichtung eines Quartiermanagements Bergheim-West
  • 2018: Die Einrichtung des Quartiermanagements Bergheim-West wird vom Gemeinderat im Dezember 2018 für 2019 beschlossen. Damit soll das Viertel als lebenswerter Wohn- und Arbeitsstandort erhalten und aufgewertet werden. 
  • 2018: Im Dezember beschließt der Gemeinderat das Zukunftskonzept Bergheim – ein Bündel verschiedener Maßnahmen aus den Bereichen Verkehr, Freiraum und Städtebau. Kernstück ist der Neubau des Betriebshofs auf einer Teilfläche des Großen Ochsenkopfs.
  • 2019: Rund 35.000 Fahrgäste pro Tag können sich über eine modernisierte Straßenbahnanbindung am Heidelberger Hauptbahnhof freuen: Die neue Haltestelle Hauptbahnhof ist fertig.