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Chronik

Heidelberg-Emmertsgrund

  • 1957: Nach langwierigen Verhandlungen zwischen der Stadt und dem Land Baden-Württemberg wird das Gebiet im Flächennutzungsplan der Stadt als Neubaufläche ausgewiesen. Der Name des neuen Stadtteils leitet sich ab von der auf das Angelsächsische hinweisenden Gewannbezeichnung; Emmert (Wortstamm Irmin, Ermin) bedeutet "großer (weiter) Grund".
  • 1967 bis 1969: Planung einer Großwohnsiedlung mit rund 3.500 Wohnungseinheiten für etwa 11.000 Menschen auf dem 61 Hektar großen Areal.
  • 1967: Die Neue Heimat Baden-Württemberg erhält vom Gemeinderat den Zuschlag zur Erschließung des Baugeländes.
  • 1968: Professor Alexander Mitscherlich vom Sigmund-Freud-Institut Frankfurt wird von der Baugesellschaft Neue Heimat mit einem Gutachten zur geplanten Siedlung Emmertsgrund beauftragt. Mit einer verdichteten Stadtstruktur soll in der waldreichen Umgebung und unter Einbeziehung der attraktiven Hanglage Urbanität erreicht werden.
  • 1969: Baubeginn auf dem Emmertsgrund und Anbindung an die B3. Bis 1978 entstehen im Norden die domininierenden Hochhäuser mit Schwerpunkt beim Sozialen Wohnungsbau.
  • 1970: Die städtebauliche Planung für den Stadtteil wird als Demonstrativbauvorhaben vom Bund gefördert.
  • 1973: Die ersten Wohnungen werden bezogen.
  • 1973: Schule, Kindertagesstätte und Kindergarten sind bezugsfertig.
  • 1974: Professor Alexander Mitscherlich scheidet als Gutachter für den Emmertsgrund aus.
  • 1974: Das Bürgerzentrum mit Bürgersaal und Schwimmhalle (inzwischen geschlossen) wird eröffnet.
  • 1975: Gründung des Stadtteilvereins
  • 1975: Die nördliche Wohnsiedlung ist fertiggstellt .
  • 1980: Im Süden des Stadtteils entstehen zwei- bis dreigeschossige Eigenheime in lockerer Bauweise; damit wird von der Idee „Urbanität durch Dichte“ Abstand genommen.
  • 1982: Der Emmertsgrund, bis dahin Stadtviertel des Boxberg, wird eigenständiger Stadtteil.
  • 1986: Die Stadt Heidelberg übernimmt die Wohnungen der Neuen Heimat.
  • 1987: Der Gemeinderat beschließt eine Weisung an die städtische Wohnungsbaugesellschaft GGH, für 90 Millionen DM 610 Wohnungen zu kaufen.
  • 1990: Im Rahmen des Landesprogramms "Einfache Stadterneuerung" werden Verbesserungen in der Wohnumfeldqualität des Emmertsgrunds in Angriff genommen.
  • 2007: Die GGH plant den Verkauf der 610 Wohnungen an den Investor Dreges; es kommt daraufhin zum ersten Bürgerentscheid in der Geschichte Heidelbergs.
  • 2008: Der Bürgerentscheid über den Verkauf der Wohnungen scheitert wegen zu geringer Beteiligung; der Gemeinderat beschließt trotzdem, die Wohnungen nicht verkaufen zu lassen.
  • 2009: Der Heidelberger Gemeinderat entscheidet gegen einen neuen Einkaufsmarkt Emmertsgrund Nord.
  • 2009: Die Einrichtung eines Stadtteilmanagements wird vom Heidelberger Gemeinderat beschlossen.
  • 2010: Der bürgerschaftlich getragene Trägerverein für das Emmertsgrunder Stadtteilmanagement wird gegründet. Die städtische Koordinierungsstelle und das Stadtteilmanagement vor Ort nehmen ihre Arbeit auf. Die Aufgabe des Stadtteilmanagements ist es, einen Prozess der bewohnerorientierten, selbsttragenden und nachhaltig wirksamen Stadtteilentwicklung im Emmertsgrund in Gang zu setzten.
  • 2011 bis 2014: Das sanierte Bürgerhaus, bestehend aus dem Bürgersaal, dem Medienzentrum und dem HeidelBERG-Café, wird zum neuen Stadtteilmittelpunkt im Emmertsgrund entwickelt. Betreiber des Bürgerhauses wird der Trägerverein für das Emmertsgrunder Stadtteilmanagement. Die Stadt Heidelberg akquiriert für die Startphase des Bürgerhauses Fördermittel in Höhe von rund 700.000 Euro aus dem ESF-Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ (BIWAQ). Mit Hilfe von BIWAQ kann im Bürgerhaus ein Bündnis für Ausbildung, Beschäftigung und Integration entstehen. Ziel des Projektes ist die Integration von Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen in Ausbildung und Arbeit.
  • 2013: 40 Jahre Emmertsgrund. Mit einem großen Fest feiert der Bergstadtteil vier Jahrzehnte Bestehen.
  • 2015: Heidelberg wird beim Landeswettbewerb "Stadt Bürger Dialog" für gelungenen Bürgerdialog im Stadtteil Emmertsgrund ausgezeichnet.
  • 2015: Auf dem Emmertsgrund und Boxberg startet das Projekt Em.Powerment – Soziale Dienstleistungen für den Stadtteil. Damit werden Arbeitsuchende ab 27 Jahren wieder fit für den Arbeitsmarkt gemacht. Em.Powerment ist ein Projekt des bundesweiten Förderprogramms BIWAQ III („Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“). Ziel des BIWAQ-Projekts Em.Powerment ist es, bis Ende 2018 über 230 Arbeitsuchende aus den Stadtteilen Emmertsgrund und Boxberg praxisnah zu qualifizieren.