Windpark auf dem Lammerskopf
Stadtverwaltung schlägt Bürgerentscheid vor
Die Stadtverwaltung schlägt dem Gemeinderat vor, die Bürgerinnen und Bürger darüber entscheiden zu lassen, ob die Heidelberger Flächen am Lammerskopf grundsätzlich als Standort für Windkraftanlagen entwickelt werden sollen.
Die von der Verwaltung vorgeschlagene Fragestellung lautet: „Soll die Stadt Heidelberg grundsätzlich das Gebiet Lammerskopf auf ihrer Gemarkung als Standort für Windkraftanlagen entwickeln?“
Wie geht es weiter?
Ein Bürgerentscheid kommt zustande, wenn der Gemeinderat dies mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit aller Mitglieder beschließt. Grundlage dafür ist § 21 Absatz 1 Gemeindeordnung.
Zunächst berät der Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch, 25. März 2026 über den Vorschlag der Verwaltung. Die Entscheidung des Gemeinderats ist für Donnerstag, 16. April 2026, vorgesehen. Sollte der Gemeinderat einen Bürgerentscheid beschließen, ist Sonntag, 12. Juli 2026, ein möglicher Abstimmungstermin.
Hintergrund zum Standort Lammerskopf
Zwischen Schönau und dem Heidelberger Stadtteil Ziegelhausen liegt eine Fläche, die für Windkraft geeignet ist. Eigentümer ist das Land Baden-Württemberg. Teile der Fläche befinden sich auf Heidelberger Gemarkung.
Im Oktober 2023 erhielt eine lokale Projektgemeinschaft die Zusage von Forst BW für die Pacht zur Errichtung eines Bürgerwindparks. Zu der Projektgemeinschaft gehören die Energiegenossenschaft Starkenburg, die Bürgerenergiegenossenschaft Kraichgau, die Heidelberger Energiegenossenschaft, die Stadtwerke-Kooperation Trianel Wind und Solar, an der die Stadtwerke Heidelberg beteiligt sind, sowie die Stadtwerke Heidelberg.
Für den Standort liegen fachliche Untersuchungen vor, darunter naturschutzfachliche Prüfungen und Windmessungen. Ein naturschutzfachliches Gutachten sieht geeignete Teilbereiche für Windkraftanlagen. Die Windmessungen bestätigen die gute Eignung des Lammerskopfs als Standort: In 175 Metern Höhe wurde dort eine auf ein durchschnittliches Windjahr umgerechnete mittlere Windgeschwindigkeit von 6,4 Metern pro Sekunde ermittelt. Der zu erwartenden Der zu erwartende Stromertrag wäre am Lammerskopf 72 Prozent höher als an einem Messstandort in der Ebene, an dem eine Vergleichsmessung durchgeführt wurde.

