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rnv-Betriebshof von oben (Foto: Buck)

rnv-Betriebshof

Planungen für Ausbau des Altstandortes weiter konkretisiert

Der neue Betriebshof der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) entsteht dort, wo der alte heute schon ist: Im Oktober 2019 hatte der Gemeinderat beschlossen, dass der Betriebshof am Altstandort in Bergheim neu gebaut wird. Bei der Planung sollten Stadtverwaltung und rnv Varianten entwickeln, bei denen möglichst auch Aspekte des Zukunftskonzepts Bergheim verwirklicht werden können – das waren der Bau von bezahlbaren Mietwohnungen, Entwicklung von Grün- und Freiflächen und die Einbeziehung des Kultur- und Kreativwirtschaftszentrums Dezernat 16.

Die Stadt Heidelberg und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) haben die Zeit seit der letzten Beteiligungsveranstaltung Ende Juli 2020 genutzt, um die Planungen weiter zu vertiefen. Von den damals vorgestellten zwei Varianten kristallisiert sich nun eine Vorzugsvariante heraus – mit einer neuen großen Grünfläche im Bereich Emil-Maier-Straße und mehr Aufenthaltsqualität im Quartier. 

Den aktuellen Stand der Planungen konnten Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, 18. Februar 2021, bei einer digitalen Informationsveranstaltung erfahren. Die Stadt Heidelberg und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) stellten via Zoom ihre Pläne für den Neubau des Betriebshofs am alten Standort Bergheimer Straße sowie für die benötigten Ausweichflächen im Stadtgebiet vor. Präsentation zur Veranstaltung (2,852 MB)

Das ist geplant: Neubau an der Bergheimer Straße

Übersicht über die Planung des rnv-Betriebshofes

Die vorgeschlagene Planung sieht den Neubau des Betriebshofs am Altstandort an der Bergheimer Straße vor, mit Platz für dreißig Busse und 32 Bahnen. Die Abstellflächen liegen im geschlossenen Betriebshofsgebäude, das verringert den Lärm für die Anwohnerinnen und Anwohner. Die Ein- und Ausfahrt ist entlang der Karl-Metz-Straße vorgesehen. Eine zusätzliche Ein- und Ausfahrt über die Alte Eppelheimer Straße Richtung Czernyring wäre optional möglich. Wichtiges Merkmal ist die neue rund 25 mal 150 Meter große Grünfläche unter Einbeziehung der Emil-Maier-Straße – ein künftiger neuer Treffpunkt im Stadtteil, etwa so groß wie der Werderplatz in Neuenheim. Für das benachbarte Areal Richtung Czernyring, auf dem heute das Dezernat 16 steht, sind weiterhin alle Nutzungsoptionen möglich. So besteht die Möglichkeit, hier ein attraktives, imagebildendes Kreativquartier mit Gewerbeflächen und Wohnungsbau zu entwickeln. Zusätzlich ist eine öffentliche Nutzung im Erdgeschoss des rnv-Gebäudes entlang der Karl-Metz-Straße geplant, etwa in Form einer öffentlichen Kantine.

Dezentrale Abstellmöglichkeiten

Bereits während der Neubauarbeiten werden Ausweichflächen im Stadtgebiet benötigt, um dort die Busse und Bahnen abzustellen. Diese Standorte werden auch nach Fertigstellung des neuen Betriebshofs als dezentrale Abstellflächen benötigt. Nur so können alle Fahrzeuge untergebracht werden, die bis 2040 planmäßig für die Erweiterung des rnv-Fuhrparks sukzessive angeschafft werden. Sie dienen dem notwendigen Ausbau des Heidelberger ÖPNV.

Für die dezentralen Abstellflächen haben Stadt und rnv mehrere Optionen geprüft. Eine Abstellanlage für Busse mit alternativen Antrieben soll im Wieblinger Weg neben dem dortigen Baumarkt entstehen.

Ergänzende Abstellfläche: Planungskonzept des Standorts "Haltestelle Berufsschule"
Ergänzende Abstellfläche: Planungskonzept des Standorts "Haltestelle Rohrbach-Süd"

Für die Straßenbahnabstellung gibt es zwei Optionen – eine im Bereich der Straßenbahnhaltestelle Rohrbach-Süd und eine bei der Straßenbahnhaltestelle Berufsschule. Beide Varianten sind grundsätzlich möglich. Die Flächen sind groß genug und verfügen bereits über einen Gleisanschluss, sie können also rechtzeitig zum Beginn der Bauarbeiten in Bergheim als Ausweichfläche genutzt werden.

Vorteile sehen Stadt und rnv bei Rohrbach-Süd: Eine erste ökologische Untersuchung hat ergeben, dass eine Abstellanlage hier eine bessere Ökobilanz bietet als auf der Fläche Berufsschule. Die Feldgehölze in Rohrbach-Süd können mit der aktuellen Planung zur Gänze erhalten bleiben. Darüber hinaus schneidet die Fläche mit Blick auf den Betriebsablauf und die Herstellungskosten besser ab.

Wie geht es weiter?

Ab März wird der Neubau des Betriebshofs dann in den politischen Gremien diskutiert. Los geht’s am Donnerstag, 4. März 2021, im Bezirksbeirat Rohrbach. Es folgt die Beratung in den Bezirksbeiräten Bergheim und Wieblingen am 16. und 17. März, im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss am 23. März. sowie im Haupt- und Finanzausschuss am 14. April. Voraussichtlich am Donnerstag, 6. Mai 2021, soll der Gemeinderat über den Neubau des Betriebshofs beschließen.

Nach dem Beschluss des Gemeinderats folgt noch ein Planfeststellungsverfahren mit Bürgerbeteiligung, das voraussichtlich rund drei Jahre dauert. Wenn sich direkt daran die Ausführungsplanung und Bauvorbereitung anschließt, kann mit dem Neubau des Betriebshofs frühestens 2025 begonnen werden. Voraussetzung für einen Baubeginn ist, dass zu diesem Zeitpunkt bereits die alternativen Abstellmöglichkeiten für Busse und Bahnen im Stadtgebiet fertiggestellt sind.

Überblick

So könnte der alte Betriebshof künftig aussehen (Visualisierung: GDLA)

Eine Übersicht über die Beratungen zum rnv-Betriebshof, zum bisherigen Prozess und zum Zukunftskonzept für Bergheim gibt es hier.


Bürgerentscheid

So könnte der alte Betriebshof künftig aussehen (Visualisierung: GDLA)

2018 hatte der Gemeinderat ein Zukunftskonzept für Bergheim beschlossen. Ein Kernstück davon war die Verlagerung des rnv-Betriebshofs auf eine Teilfläche des Großen Ochsenkopfs. Gegen diesen Beschluss wandte sich ein Bürgerentscheid.