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rnv-Betriebshof von oben (Foto: Buck)

rnv-Betriebshof

Planungen für Ausbau des Altstandortes weiter konkretisiert

Der neue Betriebshof der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) entsteht dort, wo der alte heute schon ist: Im Oktober 2019 hatte der Gemeinderat beschlossen, dass der Betriebshof am Altstandort in Bergheim neu gebaut wird. Bei der Planung sollten Stadtverwaltung und rnv Varianten entwickeln, bei denen möglichst auch Aspekte des Zukunftskonzepts Bergheim verwirklicht werden können – das waren der Bau von bezahlbaren Mietwohnungen, Entwicklung von Grün- und Freiflächen und die Einbeziehung des Kultur- und Kreativwirtschaftszentrums Dezernat 16.

Das ist geplant: Neubau an der Bergheimer Straße

Übersicht über die Planung des rnv-Betriebshofes

Die vorgeschlagene Planung sieht den Neubau des Betriebshofs am Altstandort an der Bergheimer Straße vor, mit Platz für dreißig Busse und 32 Bahnen. Die Abstellflächen liegen im geschlossenen Betriebshofsgebäude, das verringert den Lärm für die Anwohnerinnen und Anwohner. Die Ein- und Ausfahrt ist entlang der Karl-Metz-Straße vorgesehen. Eine zusätzliche Ein- und Ausfahrt über die Alte Eppelheimer Straße Richtung Czernyring wäre optional möglich. Wichtiges Merkmal ist die neue rund 25 mal 150 Meter große Grünfläche unter Einbeziehung der Emil-Maier-Straße – ein künftiger neuer Treffpunkt im Stadtteil, etwa so groß wie der Werderplatz in Neuenheim. Für das benachbarte Areal Richtung Czernyring, auf dem heute das Dezernat 16 steht, sind weiterhin alle Nutzungsoptionen möglich. So besteht die Möglichkeit, hier ein attraktives, imagebildendes Kreativquartier mit Gewerbeflächen und Wohnungsbau zu entwickeln. Zusätzlich ist eine öffentliche Nutzung im Erdgeschoss des rnv-Gebäudes entlang der Karl-Metz-Straße geplant, etwa in Form einer öffentlichen Kantine. Der aktuelle Stand der Planungen wurde im Februar 2021 bei einer digitalen Informationsveranstaltung vorgestellt: Präsentation zur Veranstaltung (2,852 MB)

Dezentrale Abstellmöglichkeiten

Bereits während der Neubauarbeiten werden Ausweichflächen im Stadtgebiet benötigt, um dort die Busse und Bahnen abzustellen. Diese Standorte werden auch nach Fertigstellung des neuen Betriebshofs als dezentrale Abstellflächen benötigt. Nur so können alle Fahrzeuge untergebracht werden, die bis 2040 planmäßig für die Erweiterung des rnv-Fuhrparks sukzessive angeschafft werden. Sie dienen dem notwendigen Ausbau des Heidelberger ÖPNV.

Für die Abstellanlagen schlagen die Verwaltung und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) eine Kombination der beiden ursprünglichen – flächenmäßig reduzierten – Konzepte „Rohrbach-Süd“ und „Berufsschule Wieblingen“ vor: Durch die Reduzierung und Kombination können der „Soldatenweg“ und die landwirtschaftlichen Flächen in Rohrbach-Süd erhalten und zugleich die notwendige Abstellkapazität geschaffen werden.

Integratives Verfahren

Entsprechend der Arbeitsaufträge aus der letzten Gemeinderatssitzung hat die Verwaltung im Vorfeld ein sogenanntes integratives Verfahren durchgeführt. Bei einem digitalen Workshop am 2. Juli haben Vertreterinnen und Vertreter aus den betroffenen Stadtteilen Bergheim, Rohrbach und Wieblingen, der Stadtverwaltung, der rnv, des Gemeinderats sowie externe Expertinnen und Experten mitgewirkt. Insgesamt haben 42 Personen teilgenommen. Ziel des Workshops war es, einen möglichst guten Austausch aller Akteurinnen und Akteure zu ermöglichen – also ein gegenseitiges Zuhören und Hineinversetzen in die unterschiedlichen Interessenlagen. Hierzu gab es drei „Stadtteilrunden“: Die Teilnehmenden haben sich nacheinander den „Hut“ aller drei Stadtteile aufgesetzt und aus der Sicht von Bergheim, Rohrbach und Wieblingen sowie der Gesamtstadt ihre Gedanken zum Vorhaben formuliert und ihre Hinweise zu den Themenschwerpunkten Mobilität/Verkehr, Architektur/Städtebau/Freiraum und Umwelt eingebracht.

Wie geht es weiter?

Die Weiterentwicklung des Betriebshofs ist Thema in der nächsten Gemeinderatssitzung. Nachdem das Gremium im Mai beschlossen hatte, die Grundsatzentscheidung ohne Rückverweisung in die Ausschüsse zu vertagen, wird es sich am Donnerstag, 22. Juli 2021, erneut mit dem Vorhaben befassen.
 

Mehr Informationen zu den Beratungen in den Gremien gibt es im Informationssystem für Bürgerinnen und Bürger

Überblick

So könnte der alte Betriebshof künftig aussehen (Visualisierung: GDLA)

Eine Übersicht über die Beratungen zum rnv-Betriebshof, zum bisherigen Prozess und zum Zukunftskonzept für Bergheim gibt es hier.


Bürgerentscheid

So könnte der alte Betriebshof künftig aussehen (Visualisierung: GDLA)

2018 hatte der Gemeinderat ein Zukunftskonzept für Bergheim beschlossen. Ein Kernstück davon war die Verlagerung des rnv-Betriebshofs auf eine Teilfläche des Großen Ochsenkopfs. Gegen diesen Beschluss wandte sich ein Bürgerentscheid.