Afrikanische Schweinepest: Stadt Heidelberg trifft Sicherheitsmaßnahmen
Nachdem am Donnerstag, 8. August 2024, bei Hemsbach (Rhein-Neckar-Kreis) ein Wildschwein positiv auf die Schweinepest getestet wurde, liegt Heidelberg in der so genannten Pufferzone (Sperrzone I). Die Pufferzone wurde in einem Radius von rund zehn Kilometern um die so genannte Restriktionszone (Sperrzone II), in welcher sich der Fundort befindet, eingerichtet.In den Monaten Juni und Juli 2025 wurden in Laudenbach im angrenzenden Rhein-Neckar-Kreis und auf dem Gebiet der Stadt Mannheim mehrere positive Wildscheinkadaver gefunden. Diese Funde sind ausschlaggebend, dass die getroffenen Maßnahmen der Sperrzone I auch im Stadtgebiet Heidelberg erforderlich bleiben. Dieser neue Fall fügt sich in das bereits seit Monaten grassierende Seuchengeschehen in Südhessen ein, hat jedoch keine Auswirkungen auf die Sperrzonen in Baden-Württemberg. Die bestehenden Sperr- und Pufferzonen im Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg bleiben weiterhin bestehen. Konkrete Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger ergeben sich dadurch nicht. Bereits Ende Juli hatte die Stadtverwaltung die Sicherheitsmaßnahmen erhöht, um eine mögliche Ausbreitung der Tierseuche einzudämmen. Mit der Ausweisung der Pufferzone gelten verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere in der Fleischverwertung, für Jagdausübende und Schweinehaltende. Eine entsprechende Allgemeinverfügung (211 KB) mit den notwendigen Schutzmaßnahmen hat die Stadt Heidelberg am Freitag, 9. August 2024 erstmals veröffentlicht und am 18. November 2025 aktualisiert.
Schweinepest für Menschen unbedenklich
Die Afrikanische Schweinepest ist für den Menschen und andere Tierarten unbedenklich. Auch der Verzehr von infiziertem Fleisch ist ungefährlich. Für Wild- und Hausschweine endet die Viruserkrankung jedoch fast immer tödlich. Es gibt weder Heilungsmöglichkeiten noch eine Impfung. Die Krankheit kann von Tier zu Tier oder indirekt über verseuchte Gegenstände (beispielsweise Kleidung, Schuhe, landwirtschaftliche Geräte) übertragen werden.
