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„Ein Heimatdichter im besten Sinn“

UNESCO-Literaturstadt würdigte Michael Buselmeier – Festschrift und Festakt zum 80. Geburtstag des Dichters

Michael Buselmeier mit Kleinkind auf dem Arm, seine Ehefrau Karin und Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner stehen im Großen Rathaussaal (Foto: Dittmer).
Eigenbrötler und Familienmensch zugleich: Zu seinem 80. Geburtstag gratulierte die Stadt Heidelberg dem Dichter Michael Buselmeier mit einer Festschrift und einem Festakt im Großen Rathaussaal. Von rechts: Jubilar Michael Buselmeier mit Enkelin Stella, seine Ehefrau Karin und Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner (Foto: Dittmer).

Mit einem Festakt im Großen Rathaussaal hat die Stadt Heidelberg am 25. Oktober dem Schriftsteller und Träger der Richard-Benz-Medaille Michael Buselmeier zu dessen 80. Geburtstag gratuliert. Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner würdigte Buselmeier als kritischen und kreativen Geist, der in all den Jahren das Heidelberger Stadtgeschehen aufs Engste begleitet, beobachtet, hinterfragt, kommentiert und nicht unerheblich mitgeprägt habe. Mit der gerade im Wunderhorn-Verlag erschienenen Festschrift „Nichts soll sich ändern. Zum 80. Geburtstag von Michael Buselmeier“, rühmt die UNESCO-Literaturstadt Michael Buselmeier außerdem umfassend in Text und Bild. Ebenfalls vorgestellt wurde der im Morio-Verlag neu erschienene Gedichtband „Mein Bruder mein Tier“, der späte Gedichte von Buselmeier vereint.

Schriftsteller Hans Christoph Buch nannte Buselmeier in seiner Laudatio einen „Heimatdichter im besten Sinn, jenseits von dumpfem oder aggressivem Nationalismus und Regionalismus, aber auch nicht im utopischen Sinn von Ernst Blochs Heimat, wo noch niemand war“. Den Jubilar charakterisierte er als einen „von der Schreibkunst Besessenen“, der „alles, was ihm zustößt und widerfährt in Literatur verwandelt und erst Ruhe gibt, wenn ein Lebensstoff sich in Lesestoff verwandelt hat.“

Kaum ein lebender Schriftsteller ist mit Heidelberg so verbunden wie Michael Buselmeier. Geboren 1938 in Berlin, wuchs Buselmeier in Heidelberg auf, studierte an der Ruperto Carola und lebt hier seither als Schriftsteller, Publizist, Herausgeber und literarischer Stadtführer. In den Jahren der Studentenbewegung engagierte sich Buselmeier journalistisch als kritischer Beobachter und Kommentator des Heidelberger Stadtgeschehens. 1986 gab er das „Heidelberg Lesebuch. Stadt-Bilder von 1800 bis heute“ heraus und begann zwei Jahre später mit Führungen an die Orte der Heidelberger Literaturgeschichte. Seit 1994 interviewte Buselmeier in der Reihe „Erlebte Geschichte – erzählt“ Gäste, deren Leben mit Heidelberg verbunden ist. Bis heute lädt Michael Buselmeier gemeinsam mit Hans-Martin Mumm zu den Führungen „Stadtgeschichte im Gehen“ ein. Für sein schriftstellerisches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, wie den Thaddäus-Troll-Preis (1995), den Pfalzpreis der Literatur (2000) oder den Ben-Witter-Preis (2010). 2011 schaffte es sein Theaterroman „Wunsiedel“ auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises.

In der Festschrift „Nichts soll sich ändern. Zum 80. Geburtstag von Michael Buselmeier“ kommentieren Freunde und Weggefährten den Lebensweg des Dichters, mit Gedichten, Gesprächen und Interpretationen, mit Würdigungen seines Werks, mit Erinnerungen und einigen Seitenblicken auf Urszenen seines Lebens.

Festschrift: „Nichts soll sich ändern. Zum 80. Geburtstag von Michael Buselmeier“, herausgegeben für die Stadt Heidelberg von Michael Braun und Ralph Schock, Verlag Das Wunderhorn, 2018.

Foto zum Download

(Erstellt am 25. Oktober 2018)