Hitzeschutz in Heidelberg: Gut vorbereitet für heiße Tage
Bundesweiter Hitze-Aktionstag am 4. Juni 2025
Meteorologinnen und Meteorologen rechnen damit, dass die Sommermonate erneut von längeren Hitzeperioden geprägt sein könnten. Die Stadt Heidelberg nimmt den bundesweiten Hitze-Aktionstag am Mittwoch, 4. Juni 2025, zum Anlass, um auf bestehende Schutzmaßnahmen hinzuweisen, neue Projekte vorzustellen und Verhaltenstipps für heiße Tage zu geben. Ziel ist es, die Bevölkerung frühzeitig zu sensibilisieren und besonders gefährdete Gruppen wirksam zu schützen.
Seit 2022 verfolgt die Stadt Heidelberg einen Hitzeaktionsplan, der kontinuierlich weiterentwickelt wird. Er bündelt Maßnahmen aus verschiedenen Bereichen – vom Gesundheitswesen über die Stadtplanung bis hin zur Sozialarbeit. Der Fokus liegt dabei auf der Vorsorge: Pflegeeinrichtungen, Kindertagestätten und Schulen erhalten praxisnahe Empfehlungen zum Umgang mit Hitze.
Kühle Orte auf einen Blick: die aktualisierte Kühle Karte
Ein zentrales Angebot für heiße Tage ist die digitale Kühle Karte. Sie zeigt öffentliche Orte in Heidelberg, die auch bei Hitze angenehme Aufenthaltsbedingungen bieten – etwa schattige Grünflächen, Wasserspiele, klimatisierte Gebäude oder Trinkbrunnen. Die Karte wurde 2025 umfassend aktualisiert und steht nun in einer benutzerfreundlichen Online-Version zur Verfügung. Hier können sich Bürgerinnen und Bürger über Verhaltenstipps und den Hitzeaktionsplan informieren. Einrichtungen können auf Wunsch auch eigene kühle Räume und weitere Refill-Stationen melden.
Klimascanner hilft bei Planung und Bewertung
Um klimaangepasste Stadtentwicklung weiter voranzutreiben, setzt Heidelberg auf digitale Werkzeuge. Der Klimascanner ist ein Analyse-Tool, das kleinteilige Klimadaten aus dem Stadtgebiet erfasst und nutzbar macht. Er hilft der Stadtverwaltung, neue Maßnahmen wie Fassadenbegrünungen oder Entsiegelungsprojekte gezielt dort umzusetzen, wo der Handlungsbedarf am größten ist. Zudem unterstützt das Tool bei der Wirkungskontrolle bestehender Anpassungsmaßnahmen.
Ein konkretes Beispiel für gelungene Klimaanpassung ist das EU-geförderte OASIS-Projekt. Gemeinsam mit lokalen Partnern schafft die Stadt Heidelberg neue, kühlende Rückzugsräume in stark versiegelten und hitzebelasteten Quartieren. Dazu gehören Begrünungen, die Entsiegelung von Flächen, schattenspendende Strukturen und wasserbasierte Elemente. Ziel ist es, insbesondere in dicht bebauten Stadtteilen das Mikroklima zu verbessern und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Weitere Informationen unter www.heidelberg.de/oasis.
Verhaltenstipps: So schützen Sie sich bei Hitze
Hohe Temperaturen können für den menschlichen Körper zur Belastung werden – insbesondere für ältere Menschen, Kinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen. Allgemein werden an heißen Tagen deshalb folgende einfache Maßnahmen empfohlen:
- Trinken Sie ausreichend Wasser – mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich, bei körperlicher Belastung mehr
- Vermeiden Sie körperliche Aktivitäten während der heißen Mittagsstunden
- Nutzen Sie kühle und schattige Räume zur Erholung
- Tragen Sie luftige, helle Kleidung und bedecken Sie Kopf und Nacken
- Schließen Sie tagsüber Fenster und Rollläden, um Räume kühl zu halten
- Lüften Sie am besten morgens und abends, wenn es draußen kühler ist
- Achten Sie auf Ihre Mitmenschen – insbesondere auf alleinlebende ältere Personen