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Zensus 2022: Bundesweite Befragung startet am 15. Mai 2022

In Heidelberg werden 11.400 Menschen befragt / Auskünfte werden online und persönlich erhoben

Alle zehn Jahre wird in Deutschland eine statistische Volkszählung, der sogenannte Zensus, durchgeführt. Dieser dient zur Erfassung der aktuellen Bevölkerungszahlen und von Daten zur Demografie sowie zur Wohn- und Wohnungssituation. Ab Sonntag, 15. Mai, bis Ende Juli 2022 findet in Heidelberg und ganz Deutschland erneut der Zensus statt. Mit der statistischen Volkszählung wird ermittelt, wie viele Menschen in Heidelberg leben, wie sie wohnen und arbeiten.

„Der Zensus hat einen großen Nutzen für uns alle: Auf Basis der Ergebnisse können wir die Zukunft unserer Stadt sowie unserer Bürgerinnen und Bürger besser planen - im sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Bereich. Das reicht von der Stadtentwicklung und Finanzplanung über das Wohnen bis zum Angebot für Kinderbetreuung und Schulen. Daher danke ich schon jetzt allen sehr herzlich, die bei der Befragung mitmachen. Bitte arbeiten Sie gut mit denen zusammen, die die Informationen einholen. Der Zensus ist eine gute Sache und dient dem Wohle aller“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

Warum ist der Zensus für Heidelberg wichtig?

Die durch den Zensus ermittelte Bevölkerungszahl ist für alle Kommunen sehr wichtig: Die Schlüsselzuweisungen von Bund und Ländern basieren auf den Zensus-Daten. Zuweisungen sind eine der wichtigsten Einnahmequellen für Kommunen. In Heidelberg betrugen sie zuletzt fast 30 Prozent aller Einnahmen. Der Zensus 2022 liefert nun aktuelle Daten, die als Planungs- und Entscheidungsgrundlage für Politik, Verwaltung und Wirtschaft dienen. Beim Zensus geht es nicht darum, etwas über individuelle Lebensverhältnisse oder Einstellungen zu erfahren. Die Daten dienen dazu, gesamtstädtische Themen zu beleuchten und mit der festgestellten Einwohnerzahl für Kindergärten, Schulen, Seniorenheime, Versorgungseinrichtungen, Sportanlagen, Kläranlagen, Bauplätze und vieles andere mehr in der richtigen Größe sorgen.

Wer macht mit?

Ausgewählt wurden rund 1.300 Anschriften mit etwa 11.400 Einwohnerinnen und Einwohnern im Heidelberger Stadtgebiet. Das ist die sogenannte Stichprobe. An Wohnheimen für beispielsweise Studierende werden alle Bewohnerinnen und Bewohner befragt. An Gemeinschaftsunterkünften wie etwa Altenpflegeheimen übernehmen die Einrichtungsleitungen die Meldungen zum Zensus. Es besteht eine gesetzliche Auskunftspflicht. Die Befragung findet streng anonym statt. Alle Datenschutzvorschriften werden strikt eingehalten. Die Ergebnisse des Zensus werden voraussichtlich ab Ende 2023 vorliegen.

Wie finden die Befragungen statt?

Die Befragten werden vorab von Interviewerinnen und Interviewern, den sogenannten Erhebungsbeauftragten, angeschrieben. Ein Großteil der Fragen kann bequem per Internet von zu Hause beantwortet werden. Die dafür benötigten Zugangsdaten werden von den Erhebungsbeauftragten ausgehändigt. Natürlich stehen bei Bedarf auch Papierfragebögen zur Verfügung. Bei Rückfragen ist immer auch ein persönlicher Kontakt zur Erhebungsstelle möglich. Zur Erhebung gehört auch ein Besuch vor Ort, der postalisch angekündigt wird. Der Interviewende kommt dafür zu den Befragten nach Hause. Dieses Interview dauert in der Regel nur fünf bis zehn Minuten. Die Befragungen werden unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Corona-Landesverordnung durchgeführt und können an der Haustür erledigt werden. Im Anschluss erhalten die Befragten einen Onlinezugang, über den sie die restlichen Fragen selbst beantworten können. Die Erhebungsbeauftragten sind sorgfältig geschult und auf das Datenschutzgeheimnis verpflichtet worden. Sie werden ihren ehrenamtlichen Einsatz mit einem offiziellen Ausweis belegen.

Wie ist die Stadt Heidelberg eingebunden?

Für die Durchführung des Zensus werden unter Koordination der Länder in den Kommunen Erhebungsstellen eingerichtet. Die Zensus-Erhebungsstelle der Stadt Heidelberg ist beim Amt für Stadtentwicklung und Statistik angesiedelt und zuständig für die Erhebung in Heidelberg. Dort sind acht Mitarbeitende beschäftigt. Diese sind zur statistischen Geheimhaltung verpflichtet. Die Erhebungsstelle ist räumlich, organisatorisch und hinsichtlich der IT-Technik von anderen Verwaltungsstellen getrennt. Das dient dem Datenschutz. Die Erhebungen vor Ort werden durch rund 200 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte durchgeführt, darunter 50 Mitarbeitende der Stadt Heidelberg.

Wie wird der Datenschutz gewahrt?

Datenschutz und Informationssicherheit erfüllen die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Alle Beschäftigten, die mit Zensusdaten arbeiten, sowie die Interviewerinnen und Interviewer unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. Erhobene Einzeldaten werden niemals an Dritte weitergegeben, auch nicht an andere Behörden außerhalb der Statistik. Durch das sogenannte Rückspielverbot ist es gesetzlich verboten, die durch den Zensus erhobenen Daten an andere Verwaltungseinheiten wie beispielsweise das Jobcenter oder Bürgerämter weiterzugeben. Alle Daten werden anonymisiert ausgewertet, unterliegen der statistischen Geheimhaltung und werden ausschließlich für statistische Zwecke genutzt. Die persönlichen Angaben werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt von weiteren Angaben getrennt und gelöscht.
Die Ergebnisse des Zensus werden voraussichtlich ab Ende 2023 vorliegen.

Ergänzend: Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.heidelberg.de/zensus und auf www.zensus2022.de. Die Zensus-Erhebungsstelle der Stadt Heidelberg ist für Rückfragen unter Telefon 06221 58-21579 und per E-Mail an zensus@heidelberg.de erreichbar.

(Erstellt am 09. Mai 2022)

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