Andrzej Urbański ab 14. Juli in der Retrospektive der Stadt Heidelberg
Ausstellung „Im Laufe der Zeit“ im Kurpfälzischen Museum
Mit der Ausstellungsreihe „Retrospektive“ würdigt die Stadt Heidelberg jedes Jahr die künstlerische Arbeit verdienter Künstlerpersönlichkeiten aus Heidelberg. Die diesjährige Retrospektive ist dem Künstler Andrzej Urbański gewidmet. Eröffnet wird die Ausstellung „Im Lauf der Zeit“ am Freitag, 14. Juli 2023, um 19 Uhr im Wechselausstellungsraum des Kurpfälzischen Museums, Hauptstraße 97. Es sprechen Bürgermeister Wolfgang Erichson und Stefan Hohenadl, ehemaliger stellvertretender Leiter des Kulturamts Heidelberg und guter Kenner von Urbańskis Werk. Bis zum 20. August 2023 ist die Retrospektive dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr im Wechselausstellungsraum des Kurpfälzischen Museums zu sehen. Die Ausstellung wird vom Kulturamt der Stadt Heidelberg kuratiert.
Bilderwelten spiegeln die Suche nach Identität
In Collagen, Gemälden und Zeichnungen beschäftigt sich Urbański unter anderem mit seinen Erfahrungen der Einwanderung nach Deutschland, den damit verbundenen Identitätsfragen sowie den gewöhnlichen Situationen des Lebens. Dabei schaffen alltägliche Materialien, die ihrem ursprünglichen Kontext entnommen und zu einem neuen Ganzen verknüpft werden, den Bezug zur realen Welt. Vergangenheit und Gegenwart werden beispielweise durch historische Grafiken und aktuelle Druckmedien vereint. So schließen sich Zeichnungen im Zusammenspiel mit Fragmenten aus unterschiedlichen Fotografien, Texten oder gar Objekten zu ruhigen Bildflächen zusammen, die dazu einladen, sich beim Betrachten in Urbańskis Bilderwelten zu begeben.
Urbański wurde 1949 in Krosno in Polen geboren, wo er zunächst eine Ausbildung als technischer Zeichner machte. Von 1970 bis 1975 studierte er an der Akademie für Bildende Künste in Gdansk. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent an derselben Kunstakademie wanderte er 1979 nach Deutschland aus und zog 1980 nach Heidelberg, wo er seitdem als freischaffender Künstler lebt und arbeitet. Urbański ist Preisträger des Brita-Kunstpreises und des Willibald-Kramm-Preises.
