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Neue Informationstafel zum „Blütenweg Bergstraße“ und Gugenmus-Platz eingeweiht

Am Gugenmus-Platz in Handschuhsheim ist am Dienstag, 2. Juni 2026, eine neue Geopunkttafel zum „Blütenweg Bergstraße“ und zum Namensgeber der Anlage – Stephan Gugenmus – eingeweiht worden. Die Informationstafel wurde von der städtischen Umweltbildungsplattform  „Natürlich Heidelberg“ gemeinsam mit dem Obst- und Gartenbauverein Handschuhsheim und dem Verein „Blühende Bergstraße“ entwickelt und mit Mitteln des Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald finanziert.

Jürgen Grieser, Franz Wetzel, Uwe Wetzel, Jochen Kohn, Dr. Jutta Weber, Sabine Lackenicht und Sabine Heck, Gerhard Vette und Wolfgang Schröder bei der Einweihung.
Jürgen Grieser (Vorsitzender des Stadtteilvereins Handschuhsheim), Frank Wetzel (Biolandbaumschule Wetzel), Uwe Wetzel (Wetzel GmbH & Co. KG Garten- und Landschaftsbau), Jochen Kohn (Umweltamt), Dr. Jutta Weber (Geschäftsführerin des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald), Sabine Lachenicht (Leiterin Umweltamt) sowie der Vorstand des OGV Handschuhsheim, Sabine Heck, Gerhard Vette und Wolfgang Schröder. (Foto: Stadt Heidelberg)

Die neue Schautafel vermittelt Besucherinnen und Besuchern die besondere Bedeutung der einzigartigen Kulturlandschaft der „Blühendenden Bergstraße“ mit ihren vielfältigen Obstgehölzen, Gärten und naturnahen Flächen. Ihren Namen verdankt die „Blühende Bergstraße“ der frühen Obstbaumblüte und dem abwechslungsreichen Landschaftsbild aus Gärten, Reben, Magerrasen, Blütensäumen und lichten Wäldern.

Geopark-Geschäftsführerin Dr. Jutta Weber betont: „Ich möchte mich für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Heidelberg und der Umweltbildungsplattform „Natürlich Heidelberg“ bedanken, die viele erfolgreiche Projekte hervorgebracht hat. Als neuer Geopunkt vereint die Tafel am Gugenmusplatz die landschaftliche Einzigartigkeit der Bergstraße mit der Erinnerung an einen Vorreiter in der Landwirtschaft.“

In ihrem Grußwort freute sich die Leiterin des städtischen Umweltamtes, Sabine Lachenicht, über das Informationsangebot, dass den Schutz der besonderen Kulturlandschaft stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt. „Das vielfältige Flächenmosaik der Bergstraße ist nicht nur landschaftlich reizvoll – es ist auch ökologisch wertvoll und Lebensraum seltener und gefährdeter Arten.“ Für den Erhalt der Landschaft engagieren sich eine Vielzahl an lokalen Akteuren. „Hier an einem Einstieg zum Blütenweg bekommt dieses Engagement rund um den Naturschutz und die Landschaftspflege Aufmerksamkeit“, so Lachenicht.

Stephan Gugenmus – Wegbereiter des modernen Gartenbaus

Lokales Engagement wird auch anhand der Neubepflanzung des Gugenmus-Platzes sichtbar: Im Rahmen der Aufstellung der Geopunkt-Informationstafel wurde die kleine Anlage am Friedhof durch den Obst- und Gartenbauverein Handschuhsheim (OGV) aufgewertet – sehr zur Freude der Bürgerschaft des Stadtteils, die einen weiteren attraktiven Anlaufpunkt erhält. Der OGV stellte nicht nur das Pflanzenmaterial bereit, sondern übernahm auch die Anlage der Beete. Auch in Zukunft werden diese durch den Verein gepflegt.

An der kleinen Platzanlage erinnerte bereits eine Gedenktafel an Stephan Gugenmus (1740 – 1778) und seinen prägenden Einfluss auf die Landwirtschaft in Handschuhsheim. Die neue Informationstafel informiert nun ausführlicher über seine damals innovativen Anbaumethoden, die er auf Pachtflächen umsetzte. So verlagerte er zum Beispiel als erster hiesiger Landwirt den Gemüseanbau vom kleinen Hausgarten auf die Felder.

„Die Weiterentwicklung des Gemüse- und Dauerkulturanbaus legte den Grundstein für die lebendige Gartenbautradition im Handschuhsheimer Feld. Bis heute trägt das Erbe von Gugenmus somit zur nachhaltigen regionalen Lebensmittelversorgung unserer Stadt mit frischem Obst und Gemüse bei“, so Sabine Lachenicht.

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(Erstellt am 03. Juni 2026)

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