Hitzeschutz in Heidelberg: Stadt informiert zum Hitze-Aktionstag über Maßnahmen und Tipps
Mit Blick auf den bundesweiten Hitze-Aktionstag am 11. Juni 2026 informiert die Stadt Heidelberg über bestehende Schutzmaßnahmen, neue Projekte und praktische Tipps für heiße Tage. Meteorologinnen und Meteorologen rechnen damit, dass die Sommermonate erneut von längeren Hitzeperioden geprägt sein könnten. Ziel der Stadt ist es, die Bevölkerung frühzeitig für die gesundheitlichen Folgen von Hitze zu sensibilisieren und besonders gefährdete Gruppen wirksam zu schützen.
Bereits seit 2022 verfolgt die Stadt Heidelberg einen Hitzeaktionsplan, der kontinuierlich weiterentwickelt wird. Er bündelt Maßnahmen aus verschiedenen Bereichen – vom Gesundheitswesen über die Stadtplanung bis hin zur Sozialarbeit.
Klimakompass 2.0 bündelt Informationen auf einer Plattform
Ein wichtiges Instrument für Information und Sensibilisierung ist der überarbeitete Klimakompass 2.0. Die Plattform beantwortet alltagsnahe Fragen wie: Wie hoch ist die aktuelle Temperatur auf dem Universitätsplatz? Wo befinden sich kühle Aufenthaltsorte in Heidelberg? Welche Warnungen oder Vorhersagen sind aktuell relevant?
Das städtische Umweltamt und die Digitalagentur Heidelberg haben den Klimakompass auf den neuesten Stand gebracht. Die Plattform bündelt Umweltinformationen, Warnungen und Vorhersagen sowie Daten zur klimatischen Entwicklung und zu Klima- und Anpassungsmaßnahmen in Heidelberg.
Der Klimakompass ist online abrufbar unter www.klimakompass.heidelberg.de.
Klimaanpassungskonzept wird fortgeschrieben
Gesundheit und Hitzeschutz bilden einen wesentlichen Schwerpunkt bei der Fortschreibung des Heidelberger Klimaanpassungskonzepts 2026. Grundlage hierfür ist das 2025 novellierte Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg (KlimaG BW), das die Anforderungen an kommunale Anpassungskonzepte konkretisiert.
Kommunen, die ihre bestehenden Konzepte entsprechend aktualisieren, werden durch eine pauschale Landeszuwendung unterstützt. Auch Heidelberg entwickelt sein Klimaanpassungskonzept weiter.
Das aktualisierte Konzept soll bestehende Teilkonzepte zusammenführen, die Zusammenarbeit der Fachämter stärken und eine langfristige Gesamtstrategie für den Umgang mit den Folgen des Klimawandels schaffen. Ziel ist es, die Bevölkerung zu schützen, die städtische Infrastruktur widerstandsfähig zu machen und die nachhaltige Entwicklung Heidelbergs zu unterstützen.
Dabei werden elf Handlungsfelder betrachtet – von Gesundheit, Boden, Landwirtschaft und Biodiversität über Stadt- und Raumplanung, Verkehr und Infrastruktur bis hin zu Wasser- und Energiewirtschaft sowie Natur- und Bevölkerungsschutz.
Klimascanner unterstützt klimaangepasste Stadtentwicklung
Um Hitzeschutz und klimaangepasste Stadtentwicklung weiter voranzubringen, setzt Heidelberg auch auf digitale Werkzeuge. Der Klimascanner ist ein Analyse-Tool, das kleinteilige Klimadaten aus dem Stadtgebiet erfasst und auswertet.
Dadurch kann die Stadt Maßnahmen wie Fassadenbegrünungen oder Entsiegelungsprojekte gezielt dort umsetzen, wo der Handlungsbedarf besonders groß ist. Gleichzeitig unterstützt das Tool dabei, die Wirksamkeit bereits umgesetzter Anpassungsmaßnahmen zu überprüfen.
Weitere Informationen zum Stadtklima in Heidelberg gibt es online unter www.heidelberg.de/stadtklima.
Verhaltenstipps für heiße Tage
Temperaturen können den menschlichen Körper stark belasten – insbesondere ältere Menschen, Kinder, Schwangere sowie Menschen mit Vorerkrankungen. Die Stadt Heidelberg empfiehlt deshalb:
- ausreichend Wasser trinken – mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich, bei körperlicher Belastung mehr
- körperliche Aktivitäten möglichst nicht in die heißen Mittagsstunden legen
- kühle und schattige Räume zur Erholung nutzen
- luftige, helle Kleidung tragen und Schultern, Kopf sowie Nacken schützen
- Fenster und Rollläden tagsüber geschlossen halten
- Wohnräume möglichst morgens und abends lüften
- auf Mitmenschen achten, insbesondere auf alleinlebende ältere Personen
Online-Vortrag zur Frauengesundheit im Klimawandel
Im Rahmen des Hitzeaktionstags findet zudem am Montag, 15. Juni 2026, von 19 bis 20 Uhr der Online-Vortrag „Frauengesundheit im Klimawandel: Warum Frauen bei Hitze stärker betroffen sind“ statt.
Die Veranstaltung wird unter dem Dach der Kommunalen Gesundheitskonferenz Rhein-Neckar-Kreis und Heidelberg angeboten und ist eine Kooperation des Netzwerks Klimawandel und Gesundheit mit den Kooperationspartnerinnen der Themenreihe „Frauengesundheit im Fokus“.
Eine Anmeldung ist online möglich unter www.pretix.eu/KGK/KliGes-Frauen.
