Task Force Hitzeschutz: Stadt bringt Klimageräte in Kitas und bündelt Infos auf neuer Webseite
Anhaltende Hitzeperioden stellen für viele Menschen eine zunehmende Belastung dar und bringen das Gesundheitssystem an Grenzen. Angesichts der jüngsten Hitzewellen hat Oberbürgermeister Eckart Würzner eine Task Force Hitzeschutz einberufen, mit der die Stadt schnell umsetzbare und pragmatische Lösungen sucht. „Priorität hat ein Sofortprogramm, mit dem wir besonders vulnerable Gruppen in den Blick nehmen“, sagt Oberbürgermeister Eckart Würzner.
Erste Ergebnisse und geplante Maßnahmen wurden in der Gemeinderatssitzung am 23. Juli 2026 in einer Kurzdebatte angesprochen. Bereits umgesetzt wurde Mitte Juli die Inbetriebnahme von sechs mobilen Klimageräten in städtischen Kitas, die die Schlafräume der Krippenkinder – als besonders vulnerable Gruppe – kühlen sollen. Bei den Kitas erfolgt derzeit generell eine standortbezogene Bewertung der einzelnen Gebäude.
Die Stadt unterstützt zudem eine Aktion, die von den Kinderbeauftragten in den Stadtteilen – angefangen in Rohrbach – ausging und sich schnell verbreitet hat: die Wasser-Tankstellen für Kinder. Hier können sich Geschäfte, Cafés oder andere Stellen beteiligen und über einen Aufkleber an ihrer Tür kenntlich machen. Wo Kinder den Aufkleber sehen, können sie kostenfrei ihre Wasserflasche auffüllen lassen. Aktuell gibt es bereits rund 100 interessierte Betriebe, die als „Tankstellen“ teilnehmen möchten. Wer bei den Wasser-Tankstellen und beim Refill-Programm mitmachen möchte, kann sich an die Kinderbeauftragten oder das Umweltamt der Stadt Heidelberg wenden.
Neue Webseite, Kühle Karte und aktuelle Warnungen
Eine weitere Maßnahme ist eine neue Webseite, mit der sich Bürgerinnen und Bürger über persönliche Hitzeschutztipps und den städtischen Hitzeaktionsplan informieren können. Unter www.heidelberg.de/hitze finden sich umfassende Informationen, praktische Verhaltenstipps und wichtige Serviceangebote rund um das Thema Hitze. Ein besonderer Fokus liegt auf Tipps für bestimmte Risikogruppen. Dazu zählen insbesondere ältere Menschen ab 65 Jahren, Menschen mit chronischen, körperlichen oder psychischen Erkrankungen, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder oder Menschen, die im Freien arbeiten.
Mit der digitalen Kühlen Karte macht die Stadt Heidelberg öffentliche Orte, die auch bei Hitze angenehme Aufenthaltsbedingen bieten, bereits heute sichtbar. Dazu zählen zum Beispiel schattige Plätze, Trinkbrunnen, aktuell 20 Refill-Stationen für Wasserflaschen, Kirchen oder Wasserspiele. Die „Kühle Karte“ soll auch perspektivisch ausgeweitet werden und mehr Orte mit Gelegenheiten für eine Abkühlung enthalten. Dafür will die Stadt auch auf private Anbieter zugehen und klären, welche Möglichkeiten sich dort bieten, um Menschen eine Erleichterung von der Hitze zu verschaffen.
Bürgerinnen und Bürger finden auf der neuen Webseite zusätzlich Links sowie Informationen zu Warn-Apps und Webseiten, mit denen sie frühzeitig über Hitzeereignisse und weitere Gefahren informiert werden können. So erhalten sie rechtzeitig Informationen und Warnungen vor Hitze, Hitzegewittern oder weiteren Gefahren. Ergänzend bietet der Klima-Kompass als städtische Datenplattform aktuelle Klima- und Meteorologie-Daten für Heidelberg in Echtzeit.
