Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Amt für Öffentlichkeitsarbeit
Marktplatz 10
69117 Heidelberg

Zur Ämterseite

Biologische Vielfalt: Erfolg für die Kreuzkröte

Schutzmaßnahmen greifen

Die Kreuzkröte ist stark gefährdet und streng geschützt. In Heidelberg pflanzt sie sich einzig im Gebiet Grenzhof in der stillgelegten Kiesgrube Engelhorn fort. Um ihren Bestand zu sichern, hat das Amt für Umweltschutz der Stadt Heidelberg in den vergangenen zwei Jahren fünf Gewässer angelegt. Diese befinden sich auf einem langfristig gepachteten Acker, welcher von einem Landwirt aus der Nutzung genommen und zur Verfügung gestellt wurde. Die Gewässer dienen insbesondere der Fortpflanzung und Entwicklung der Kreuzkröten. Der Bau und die Pflege werden über die Landschaftspflegerichtlinie des Landes Baden-Württemberg gefördert. Die Gewässer werden vom Amt für Umweltschutz in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund (NABU) Heidelberg beobachtet und bei großer Trockenheit und Hitze im Bedarfsfall aufgefüllt, um die Entwicklung der Kaulquappen bis zum Leben an Land zu gewährleisten.

kreisrunder trockener Bereich mit Steinen drumherum aus dessen Mitte ein paar grüne Pflanzen wachsen

Hintergrund ist, dass die Kreuzkröte ganz besondere Bedingungen für ihre Entwicklung benötigt. Ursprünglich kommt sie in den sandigen Fluss- und Bachauen vor, in denen durch natürliche Überschwemmungen immer wieder neue Gewässer entstehen. Insbesondere durch die Befestigung der Fließgewässer hat sie diesen Primärlebensraum verloren. Heute ist sie fast ausschließlich in Sekundärlebensräumen, wie zum Beispiel Sand- oder Kiesgruben, zu finden. Zur Fortpflanzung bevorzugt die Kreuzkröte frisch entstandene, vegetationsfreie Gewässer, da diese nicht von Fressfeinden der Kaulquappen besiedelt sind und sich schnell erwärmen.

Das Trockenfallen der Gewässer ist ein wichtiger Teil der Lebensraumdynamik der Kreuzkröte. Vier der fünf Teiche, die keine Kaulquappen mehr beherbergen, sind nun bewusst ausgetrocknet. Lediglich der fünfte Teich wird weiter bewässert, bis sich alle Kaulquappen vollständig ausentwickelt haben. Die aktuell ausgetrockneten Gewässer mögen vernachlässigt wirken, sind jedoch notwendiger Teil der Artenschutzmaßnahmen für die Kreuzkröte und werden vom Amt für Umweltschutz überwacht. So konnte sich die Kreuzkröte auch dieses Jahr trotz der trockenen Witterungsbedingungen erfolgreich fortpflanzen und findet im nächsten Jahr wieder geeignete Gewässer für die Fortpflanzung vor.

Rückzugsraum für Bergmolche, Mauereidechsen und Ringelnatter

Eine Handvoll Kreuzkröten auf schlammigen Untergrund

Bei den regelmäßigen Begehungen werden neben den Gewässern auch Versteckplätze untersucht, die zurzeit von kleinen Bergmolchen und Kreuzkröten aufgesucht werden. Unter den großen Steinen hält sich auch bei den hohen Temperaturen ausreichend Feuchtigkeit. Das Areal wird außerdem von den streng geschützten Mauereidechsen und der Ringelnatter genutzt, die ebenfalls unter den großen Steinen kühle Versteckplätze finden.

Die Entwicklung der Kreuzkrötenkaulquappen zählt zu den kürzesten aller Lurcharten Mitteleuropas, sodass die jungen Kreuzkröten die Gewässer noch vor dem Trockenfallen verlassen können. In der Laichzeit von April bis Mai sind die Kreuzkröten-Rufe manchmal über zwei Kilometer weit zu hören. Gut zu erkennen sind die mittelgroßen Froschlurche am typisch weißlich-gelben Streifen auf dem Rücken.

Foto 1 zum Download

Foto 2 zum Download

(Erstellt am 09. September 2022)

Info

Hallo liebe Nutzerin, hallo lieber Nutzer. Ich bin Lumi. Ich helfe dir gerne bei Fragen rund um unsere schöne Stadt Heidelberg weiter.

Ich bin eine sogenannte generative künstliche Intelligenz und arbeite mit einer Technologie namens ‚Large Language Model', kurz (LLM). Das bedeutet, dass ich auf der Grundlage einer Vielzahl von Daten und Informationen vortrainiert wurde und Antworten generieren kann.

Trotzdem kann es passieren, dass meine Antworten manchmal fehlerhaft und nicht perfekt sind. Das kann die folgenden Gründe als Ursache haben:

  1. Technische Limitierung: Obwohl ich eine neuartige Technologie bin, kann ich nicht immer die beste Antwort geben, weshalb ich auch noch regelmäßig optimiert werde.
  2. Kontextverständnis: Für eine gute und passende Antwort greife ich für mein Verständnis Ihrer Frage auf vorhandene Daten und ein Sprachmodell (LLM) zurück. Unsere Sprache ist komplex und vielschichtig, weshalb ich nicht immer den Kontext einer Frage richtig interpretiere.
  3. Aktualität: Ich bin als textgenerierendes System sehr gesprächig, aber manchmal fehlen mir tagesaktuelle Daten oder Informationen z.B. zu den neuesten Pressemitteilungen.
  4. Halluzination durch Informationslücke: Es kann vorkommen, dass ich Antworten generiere, die erfunden oder ‚halluziniert' sind. Das liegt daran, dass ich auf Basis von Wahrscheinlichkeiten eine Antwort ausgebe und nicht immer über die aktuellen und passendsten Informationen für Ihre Frage verfüge.

Falls du mit einer Antwort von mir unzufrieden bist, dann klicke bitte oben im Chat-Bildschirm auf das Reset-Symbol (↺) und formuliere deine Frage gerne anders.

Du kannst auch aktiv an meiner Verbesserung mithelfen und dich bei Fragen, Unklarheiten oder Verbesserungsvorschlägen zu Lumi direkt an digitales@heidelberg.de wenden.

Die Privatsphäre und der Schutz personenbezogener Daten sind für uns ausgesprochen wichtig. Für die Beantwortung werden keine personenbezogenen Daten benötigt. Bitte gebe deswegen auch keine sensiblen oder personenbezogenen Daten in den Chat ein.

Solltest du uns diese dennoch im Chatverlauf mitgeben, werden wir sämtliche Informationen vertraulich behandeln. Bitte beachte deshalb die Datenschutzhinweise und beachte bitte zudem die allgemeinen Datenschutzhinweise für die Nutzung der Webseiten der Stadt Heidelberg unter folgendem Link: Datenschutz.

Lumi wird kontinuierlich weiterentwickelt

×