Städteranking: Heidelberg zählt bundesweit zu den dynamischsten Städten
Auswertung der WirtschaftsWoche: Bestwerte in den Bereichen Arbeitsmarkt und Bildung
Heidelberg zählt bundesweit zu den dynamischsten Städten und den Standorten mit der besten Infrastruktur. Zu diesem Ergebnis kommt das im Dezember 2025 erschienene neue Städteranking des Wirtschaftsmagazins WirtschaftsWoche.
„Heidelberg ist trotz der aktuell herausfordernden Haushaltslage gut für die Zukunft aufgestellt. Hier leben so viele junge Menschen wie kaum in einer anderen Stadt. Für sie stehen hochwertige Bildungs- und Ausbildungsangebote zur Verfügung. Mit starken Unternehmen und Forschungseinrichtungen, attraktiven Jobs, innovativen Start-ups und einer aktiven Wirtschaftsförderung treten wir der schwächelnden Konjunktur kraftvoll entgegen. Heidelberg verfügt über großes Potenzial – wir können zuversichtlich nach vorne blicken“, sagt Oberbürgermeister Eckart Würzner.
Topwerte bei Jugendarbeitslosigkeit und Schulabschlüssen
Im sogenannten Dynamikranking belegt Heidelberg deutschlandweit den achten Platz unter 71 untersuchten Großstädten – hier wird die Entwicklung von insgesamt 36 Indikatoren in den vergangenen fünf Jahren verglichen. Heidelberg überzeugt vor allem im Bereich Arbeitsmarkt mit dem bundesweiten Spitzenplatz:
- Junge Stadt: Heidelberg liegt auf Platz 1 beim Altersquotienten – hier leben fast dreimal so viele Menschen zwischen 20 und 59 Jahren wie Über-60-Jährige.
- Starke Bildung und Ausbildung: Heidelberg verfügt weiterhin bundesweit über die geringste Jugendarbeitslosigkeitsquote (2,1 Prozent, 2024) und am wenigsten Schulabgänger ohne Abschluss (2,7 Prozent, 2023).
- Hohe Abiturquote: Mehr als jeder zweite Schulabgänger in Heidelberg kann auf eine Hochschule gehen (54,6 Prozent, Platz 3).
- Hochqualifiziert: Nahezu zwei von drei sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Heidelberg (60,7 Prozent) sind in wissensintensiven Dienstleistungen tätig – der Anteil ist nur in Bonn noch höher. Der Anteil Hochqualifizierter zählt mit 36,4 Prozent zu den höchsten bundesweit (Platz 5).
- Soziale Absicherung: Nur 3,1 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner in Heidelberg bezogen 2024 Bürgergeld – bundesweiter Bestwert gemeinsam mit Erlangen.
- Mehr Arbeit für ältere Menschen: Im Vergleich der vergangenen fünf Jahre ist in keiner anderen deutschen Stadt der Anteil sozialversicherungspflichtig Beschäftigter ab 55 Jahren pro 100 Einwohner so stark gestiegen wie in Heidelberg (+12,1 Prozent).
- Starker Wirtschaftsstandort: Heidelberg zieht 3,7 Prozent mehr Pendler an als noch 2019.
- Hervorragende Jobchancen: Heidelberg befindet sich unter den fünf am besten entwickelnden Arbeitsmärkten mit einer Zuwachsrate von 5,7 Prozent in den vergangenen fünf Jahren.
Im Infrastrukturindex belegt Heidelberg mit Rang 9 ebenso eine Topplatzierung. Der Infrastrukturindex hat vor dem Hintergrund des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) anhand von 18 Indikatoren ermittelt, wie es um die Infrastruktur in den deutschen Großstädten bestellt ist. Hervorzuheben sind die Potenziale Heidelbergs in den Bereichen Forschung und Bildung. Mit 3,85 Hochschulen und 12,8 Forschungseinrichtungen pro 100.000 Einwohner liegt Heidelberg bundesweit jeweils auf dem zweiten Platz. Bei der Anzahl der Kindertageseinrichtungen (17,4) und Schulen (3,3) je 1.000 Einwohner gehört Heidelberg ebenfalls zur Spitzengruppe. Der Infrastrukturindex hat in diesem Jahr den Nachhaltigkeitsindex abgelöst, in dem Heidelberg in den vergangenen Jahren jeweils zu den besten drei Städten Deutschlands gehörte.
Für das Städteranking wurden alle 71 kreisfreie Städte über 100.000 Einwohner untersucht. Das Städteranking von WirtschaftsWoche, ImmobilienScout24 und IW Consult gilt als der umfangreichste Kommunencheck in Deutschland und wird jährlich veröffentlicht.
