Weltklimakonferenz COP26: Heidelberg mit dabei

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner konnte in mehreren Foren Heidelberger Projekte einbringen, unter anderem die Heidelberger Passivhaussiedlung Bahnstadt. Das französische Fernsehen berichtete.

Passivhausbauweise in großem Maßstab Vorbild für die Welt

Die Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen COP26 fand im Oktober und November im schottischen Glasgow statt. Zu den digitalen Teilnehmern gehörte auch Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Er beteiligte sich an einem Forum des Passivhouse-Trust, der britischen Passivhausorganisation, sowie an einer Online-Veranstaltung des Global Covenant of Mayors, einem Zusammenschluss von 11.000 Bürgermeistern weltweit, die sich für Klimaschutz und Energiewende einsetzen.

Passivhouse-Trust: Auf dem Weg zur Klimaneutralität

In dem Panel „Sustainable city regions: How can we enable zero carbon living at scale?“ des Passivhouse-Trust ging es am 4. November um die Herausforderung, Städteregionen klimaneutral zu gestalten und weiterzuentwickeln. Als Beispiel dafür diente auch die Heidelberger Bahnstadt, die Oberbürgermeister Prof. Dr. Würzner auf internationaler Bühne vorstellte. Die digitale Veranstaltung fand im Zuge des „Built Environment Virtual Pavilion“ statt. Dieses Format setzte sich zusammen aus einer virtuellen Ausstellung von Best-Practice-Beispielen aus aller Welt und einer Veranstaltungsreihe. Mehr als 100 Organisationen aus dem Stadtplanungssektor hatten den virtuellen Pavillon zur Klimakonferenz begleitend initiiert.

Anlässlich der COP26 strahlte der französische Sender France 2 einen TV-Beitrag über die Heidelberger Bahnstadt aus.

Die Bahnstadt aus der Vogelperspektive im Jahr 2021.
Die Bahnstadt im Jahr 2021 (hier mit Blick Richtung Norden vom Gadamerplatz aus, unten rechts das Gebäude B³) – die letzten Bauabschnitte werden realisiert (Foto: Christian Buck)

Global Covenant of Mayors: Städte sind wichtige Akteure im Klimaschutz

Bei der digitalen Veranstaltung des Global Covenant of Mayors ging es am 11. November unter anderem darum, wie sich Metropolen und Städte an den Klimawandel anpassen können und wie sie Klimaschutzmaßnahmen als Chance für eine nachhaltige Stadtentwicklung nutzen können. Best-Practice-Beispiele aus Indien, Mexico und Australien wurden vorgestellt. Oberbürgermeister Prof. Würzner sprach über die Bedeutung und das Engagement von Städten beim Klimaschutz.

COP26 und deren Bedeutung für Kommunen

Aus Sicht der Kommunen haben die Beschlüsse auf der COP26 leider nicht die gewünschte Beschleunigung des weltweiten Klimaschutzes gebracht. Um das 1,5 Grad Ziel bei der Erderwärmung zu erreichen, muss deutlich mehr und deutlich schneller umgesetzt werden – und das weltweit auf allen politischen und administrativen Ebenen.

Den Städten kommt hier eine besondere Verantwortung zu – sie müssen die fehlenden Vorgaben der COP26 kompensieren: Auf lokaler Ebene gilt es für sie, die Folgen der Klimaerwärmung zu regeln. Sie müssen für sauberes Wasser, das Hochwasserrisikomanagement, den sommerlichen Hitzeausgleich oder umweltfreundliche Mobilität sorgen. Würden die Nationen diesen Weg stringent verfolgen, hätten es die Kommunen leichter.

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