6. Jugendklimagipfel mit spannenden Ideen für Heidelberg
Welche Maßnahmen kann die Stadt Heidelberg ergreifen, um klimaneutral zu werden? Diese Frage stellten sich 23 Jugendliche beim 6. Heidelberger Jugendklimagipfel. Zusammen mit Experten entwickelten sie konkrete Ideen und Forderungen zu den zentralen Themen Landwirtschaft, Wärme, Verkehr und Konsum.
Konkrete Maßnahmen standen im Vordergrund
Der nun bereits zum sechsten Mal vom BUND Heidelberg ausgerichtete Jugendklimagipfel zeichnet sich dadurch aus, dass er nach spannenden klimapolitischen Inputs seinen Schwerpunkt auf konkrete Maßnahmen für Heidelberg legt.
So führten Dr. Amany von Oehsen (BUND), Sabine Lachenicht (Leiterin des Umweltamts der Stadt Heidelberg) und Michael Teigeler (Geschäftsführer der Stadtwerke Energie) am ersten Tag in das Thema „Klimaschutz in Heidelberg“ ein. In vier Arbeitskreisen formulierten die Teilnehmenden am zweiten Tag konkrete Wünsche und Vorschläge an die Stadt und die Gesellschaft.
Im Fokus steht beim BUND das Ziel, vom Lernen zum Handeln zu kommen. So wird beim Jugendklimagipfel immer sehr großen Wert darauf gelegt, Klimaschutz als Bildungsthema zu stärken und die Kompetenzen der Jugendlichen in die Politik einfließen zu lassen. Daher ist auch Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner Schirmherr der Veranstaltung und hat, wie in jedem Jahr, sich am Ende des Kipfels die Ergebnisse präsentieren lassen.
Einige ausgewählte konkrete Vorschläge
Aus den vielen Vorschlägen sind folgende besonders relevant:
- Klimaschutz und Landwirtschaft mehr miteinander verbinden: Bildung eines Runden Tisches Landwirtschaft, an dem Photovoltaik in der Landwirtschaft und Agroforstwirtschaft diskutiert werden. Weniger Bioenergieanbau zugunsten von mehr Agrophotovoltaik (keine Freiflächen-PV ohne landwirtschaftliche Nutzung)
- Wärmedämmung von Gebäuden und erneuerbare Wärmeerzeuger sind für den Klimaschutz essenziell, es gibt aber ein großes Nachwuchsproblem im Handwerk in diesen Bereichen. Die Stadt sollte durch Sensibilisieren von Lehrern und Schülern für das Thema und durch Anbieten von Workcamps für Jugendliche und Ausbildungsmessen für das Handwerk werben.
- Neuverteilung des Straßenraums zu Gunsten der Fahrräder und des ÖPNV in der Stadt und für Pendler, City-Maut und weniger Werbung für internationalen Tourismus, Förderung von Mehrtagestourismus
- Unterstützung der Gastronomie, die abfallarme Transportsysteme für Take-away-Essen anbieten, Entwicklung einer App für Reparaturdienstleistungen von Alltagsgegenständen für Bürgerinnen und Bürger
Der Jugendklimagipfel wurde durch den Klima-Strom Fonds der Stadtwerke Heidelberg finanziert.
Ergebnisse online einsehbar
Alle Ergebnisse des 6. Jugendklimagipfels finden sich auf der Homepage des BUND Heidelberg. Hier sind auch die Dokumentationen der vergangenen Veranstaltungen hinterlegt. mehr dazu
Ziele des Jugendklimagipfels sind
- Klimaschutz als Bildungsthema zu stärken,
- Jugendlichen einen Überblick über die kommunalpolitischen und individuellen Handlungsmöglichkeiten für den Klimaschutz zu geben,
- das Wissen der Jugendlichen und ihre Ideen der Heidelberger Politik zur Verfügung zu stellen.
