Demokratie und Zusammenhalt stärken, Rassismus begegnen

Stadt Heidelberg wird auch 2026 im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert

Die Stadt Heidelberg setzt ihre erfolgreiche Arbeit im Kampf gegen Rassismus, Extremismus und für ein vielfältiges Miteinander fort: Auch im Jahr 2026 erhält der Runde Tisch gegen Rassismus der Stadt Heidelberg eine Förderung von 140.000 Euro durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Als größte bundesweite Fördermöglichkeit im Themenbereich Demokratie und Vielfalt sichert das Programm die Umsetzung zahlreicher zivilgesellschaftlicher Projekte und kommunaler Strategien in Heidelberg, koordiniert vom Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg in Zusammenarbeit mit Mosaik Deutschland.

Bürgermeisterin Stefanie Jansen betont die Dringlichkeit der kontinuierlichen Arbeit: „Die erneute Förderung ist kein Selbstläufer, sondern ein klarer Auftrag. Wir müssen die Strukturen stärken, die unsere Demokratie und das Zusammenleben in Vielfalt im Alltag tragen. Besonders wichtig ist mir dabei, dass wir die Menschen erreichen, die sich oft nicht gehört fühlen – sei es auf dem Arbeitsmarkt oder in den Stadtteilen. Demokratie muss spürbar und gestaltbar bleiben, sonst verliert sie ihre Kraft.“

Mit den Fördermitteln werden auch 2026 wichtige Initiativen ermöglicht, darunter Programme der Meldestelle Antisemitismus, Veranstaltungen wie der Black History Month, Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag des Anschlags von Hanau oder die Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus. Außerdem sollen Qualifizierungsangebote im Themenfeld Antidiskriminierung umgesetzt sowie neue Zielgruppen in der Quartiersarbeit erreicht werden. Diese Projekte stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt, laden zur Mitgestaltung ein und bieten konkrete Anlaufstellen und Empowerment für Betroffene von Diskriminierung.

Fokus auf Arbeitsmarktchancen

Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf der Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt. Die Stadt Heidelberg wird gezielte Maßnahmen entwickeln, um Benachteiligungen im Berufsleben entgegenzuwirken. Gleichzeitig wird die Resilienz der Zivilgesellschaft im Umgang mit Extremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit weiter gestärkt durch Vernetzung, Beratung und die Unterstützung demokratischer Strukturen vor Ort.

„Demokratie leben!“

Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ startete 2025 in seine dritte Förderperiode (2025 bis 2032) und unterstützt deutschlandweit Städte, Gemeinden und Landkreise dabei, lokale Partnerschaften für Demokratie zu bilden und Handlungskonzepte zur Förderung von Demokratie und Vielfalt umzusetzen. Heidelberg zählt zu den ausgewählten Kommunen, die aufgrund ihrer überzeugenden Konzepte und ihrer nachhaltigen Arbeit gefördert werden.

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