Hospital-Areal: Gemeinderat beschließt Kostenerhöhung für Beachhalle

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 5. März 2026 mehrheitlich der Erhöhung des Gesamtaufwands um rund 480.000 Euro für den Umbau der ehemaligen Sporthalle auf dem Konversionsgelände Rohrbach-Hospital zur Beachhalle zugestimmt. Das Gesamtprojektbudget steigt damit um rund 19 Prozent auf circa 3,05 Millionen Euro.

Bei der Halle handelt es sich um eine denkmalgeschützte ehemalige Exerzierhalle (erbaut 1937 bis 1940), die sich lange im Besitz der US-Streitkräfte befand und seit deren Abzug 2012 leer stand. Im Rahmen des städtebaulichen Entwicklungsprojekts „Wohnquartier im ehemaligen US-Hospital“ wird das Gebäude künftig als Beachhalle für Vereine und Schulen genutzt – ein in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis einzigartiges Sportangebot. Besonderheit des Projekts ist das Konzept der Kalthalle: Die Halle wird, mit Ausnahme der Umkleide-, Neben- und Duschräume, nicht beheizt, was die Betriebskosten dauerhaft niedrig hält.

Der Mehraufwand von rund 480.000 Euro ist auf drei Faktoren zurückzuführen: Im Zuge der Bauausführung offenbarten sich Sanierungsbedarfe am historischen Tragwerk. Bei der Entfernung der schadstoffbelasteten Wandbeschichtungen zeigten sich im unteren Bereich der tragenden Stützenkonstruktion und im Bereich der Giebelwände erhebliche Mängel und Schäden. Hinzu kommt ein Baukostenzuschuss für die von den Stadtwerken Heidelberg übernommene Photovoltaikanlage. Zudem kam es zu Mehrkosten bei den Containern für Umkleide-, Sanitär- und Nebenraumbereiche. Durch die Projektfortführung bleiben die Fördermittel aus dem Bund-Länder-Investitionspakt Sportstätten (IVS) in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro vollumfänglich erhalten – das entspricht einer Förderquote von rund 62 Prozent des Gesamtbudgets und damit deutlich mehr als der Hälfte der Gesamtkosten. Die Projektkosten werden über das Treuhandvermögen Erneuerungsgebiete Konversion bereitgestellt.

×