Hospital-Areal: Bezahlbarer Wohnraum für die Mitte der Gesellschaft

191 geförderte Mietwohnungen durch die GGH fertiggestellt – erste Mieter beziehen Wohnungen

Im Hospital-Quartier in Rohrbach zieht Leben ein: Die Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH Heidelberg (GGH) hat zum Jahresende 2025 die ersten 191 geförderten Wohnungen im Hospital-Areal fertiggestellt. Seit einigen Wochen beziehen die ersten Mieterinnen und Mieter ihre Neubauwohnungen. Die GGH war als Erschließungsträgerin für die Baureifmachung der Flächen verantwortlich und entwickelte das Gesamtkonzept sowie den Gestaltungsleitfaden für das Quartier. Dort entstehen durch öffentliche und private Bauträger insgesamt rund 600 Wohnungen in verschiedenen Formen und Preissegmenten. Bei einem Pressetermin am Montag, 9. März 2026, hat Oberbürgermeister Eckart Würzner vor Ort über die Quartiersentwicklung und das gute Zusammenspiel der beteiligten Akteure informiert. Gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister Jürgen Odszuck und dem Geschäftsführer der GGH, Peter Bresinski, stellte er die Neubauten der GGH vor und präsentierte eine der neuen Wohnungen.

Vier Personen vor einem Gebäude.
Die Stadt Heidelberg, der Stadtteilverein Rohrbach und die GGH freuen sich über die neuen Bewohnerinnen und Bewohner auf dem Hospital-Areal (von links): Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck, Oberbürgermeister Eckart Würzner, Konstantin Waldherr, Vorsitzender des Stadtteilvereins Rohrbach e. V., und Peter Bresinski, Geschäftsführer der GGH. (Foto: Philipp Rothe)

„Noch vor wenigen Jahren war das rund zehn Hektar große Hospital-Areal in Rohrbach für die Bevölkerung unzugänglich. Heute blicken wir auf ein modernes Wohnquartier für die Mitte der Gesellschaft. Wir freuen uns, dass die GGH mit diesem Projekt die Fläche effizient erschlossen hat und in Kooperation mit privaten Bauträgern sowie städtischen Akteuren eine Vielzahl neuer und bezahlbarer Wohnungen errichten konnte“, sagte Oberbürgermeister Eckart Würzner.

Das Wohnzielgruppenkonzept für das Hospital-Quartier sichert eine ausgewogene Durchmischung der Bewohnerinnen und Bewohner bei dauerhaft tragbaren Wohnkosten. Für 40 Prozent der rund 600 neuen Wohnungen ist die Warmmiete auf maximal 30 Prozent des verfügbaren Einkommens begrenzt. Möglich wird dies durch Mittel aus der Landeswohnraumförderung sowie durch eine einkommensorientierte Zusatzförderung, die von den Bauträgern finanziert wird.

Gemeinsames Quartierskonzept

Das von der GGH erstellte Quartierskonzept sowie ein maßgeblicher Gestaltungsleitfaden bilden das Grundgerüst der Quartiersentwicklung. Wesentliche Bausteine sind ein Mobilitäts- und Energiekonzept sowie ein städtebauliches und sozial ausgewogenes Wohnzielgruppenkonzept. Mehrere Baufelder wurden an private Bauträger veräußert und entsprechend den gemeinsam festgelegten Qualitätsstandards umgesetzt. Ziel ist es, soziale, ökologische und ökonomische Anforderungen miteinander in Einklang zu bringen.

Innenhof eines Gebäudekomplexes.
Die neuen Häuser der GGH auf dem Hospital-Areal haben jeweils eine individuelle Fassade und liegen an begrünten Innenhöfen, die Treffpunkte für die neuen Bewohnerinnen und Bewohner bilden. (Foto: Philipp Rothe)

Bei dem Vor-Ort-Termin konnte sich Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck von der Architektur der GGH-Neubauten überzeugen: „Hier, auf der ehemaligen Militärfläche des US-Hospitals, entsteht ein ganz besonderes Viertel mit sehr attraktivem Wohnraum. Die ersten 19 Häuser verfügen jeweils über eine individuelle Fassade und fügen sich harmonisch in das Quartier ein. Die meisten Wohnungen orientieren sich sowohl zum Quartierspark als auch zu den begrünten Innenhöfen – das gewährleistet eine optimale Belichtung und Belüftung.“

Das Energiekonzept für das Hospital-Quartier verfolgt eine wirtschaftlich optimierte CO₂-Reduktion auf Quartiersebene: EH-55-Neubauten, Photovoltaik, Fernwärme-Abwärmenutzung und Ladeinfrastruktur tragen dazu bei, die Klimaziele bei begrenztem Bauaufwand zu erreichen. Ein kostenoptimierter Effizienzstandard sowie kompakte Grundrisse sichern die Bezahlbarkeit. Eine Hochgarage – anstatt einer Tiefgarage – reduziert sogenannte graue Emissionen und kann perspektivisch umgenutzt werden. Das weitgehend autofreie Quartier mit einem Stellplatzschlüssel von 0,7 stärkt zudem nachhaltige Mobilität.

Parkmöglichkeiten für Bewohnerinnen, Bewohner und Besucher des Quartiers bietet die neue Quartiershochgarage der GGH. Sie verfügt über mehr als 220 Pkw-Stellplätze auf sieben Halbebenen, sechs Stellplätze mit E-Ladesäulen sowie 46 überdachte Fahrradstellplätze im Außenbereich. Seit dem 1. März 2026 kann die Hochgarage kostenpflichtig genutzt werden. Für GGH-Mietende gibt es vergünstigte Angebote. Bewirtschaftet wird die Quartiershochgarage von den Stadtwerken Heidelberg und ihrem Dienstleister Arivo. Zudem verfügt das Gebäude über Schallschutzfassaden, Fassadenbegrünung sowie 148 Photovoltaik-Fassadenmodule mit einer Nennleistung von rund 64,4 Kilowatt-Peak (kWp).

Weitere 60 Wohnungen und Gewerbe in Planung

Direkt neben der Quartiershochgarage plant die GGH auf dem noch brachliegenden Baufeld MU Süd weitere rund 60 geförderte Neubauwohnungen für Haushalte mit mittleren und unteren Einkommen. „Die ein- bis fünf-Zimmer-Wohnungen sind auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten. Einige Wohnungen verfügen über kompakte Grundrisse, die sich besonders für Alleinerziehende eignen. Im Erdgeschoss entstehen zudem Gewerbeflächen, die beispielsweise für ein Café, eine Bäckerei oder ein Lebensmittelgeschäft vorgesehen sind“, kündigte GGH-Geschäftsführer Peter Bresinski an.

Mit dem Projekt MU Süd schließt die GGH eine der letzten städtebaulichen Lücken in dem neuen Heidelberger Stadtquartier. Der Baustart ist für Anfang 2027 vorgesehen.

Ergänzend: Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.hospital-heidelberg.de und www.heidelberg.de/konversion.

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