Für queere Chancengleichheit
Austausch in Heidelberg mit Bundesbeauftragter Sophie Koch – Aktionen zum 17. Mai
Um die Weiterentwicklung queerer Chancengleichheit auf kommunaler und Bundesebene sowie die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Bund und Kommunen ist es beim Jahrestreffen des Bundesnetzwerks Queer.Kommunal vom 6. bis 8. Mai 2026 in Heidelberg gegangen. Zentraler Programmpunkt war am 8. Mai der Austausch mit Sophie Koch, Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. LSBTIQ+-Fachstellen aus ganz Deutschland nahmen daran teil. Heidelberg engagiert sich seit vielen Jahren für die gleichberechtigte Teilhabe queerer Menschen und ist seit 2020 Mitglied im internationalen Rainbow Cities Network. Mit dem Queer-Festival und dem Tag gegen Queerfeindlichkeit ist der Mai seit vielen Jahren ein Aktionsmonat für Vielfalt in der Rainbow City Heidelberg.
Bundesweites Netzwerktreffen Queer.Kommunal in Heidelberg
„Wir profitieren vom Austausch mit engagierten Kommunen, die wie wir Verantwortung übernehmen. Wir benötigen aber auch die Unterstützung vom Bund und den Ländern durch abgestimmte Strategien und klare Haltung. Ausdrücklich bedanke ich mich bei der Queer-Beauftragten der Bundesregierung Sophie Koch für ihren Einsatz“, betont Stefanie Jansen, Bürgermeisterin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit der Stadt Heidelberg.
Begleitet wurde das Jahrestreffen durch sichtbare Zeichen im Stadtbild: Während der Konferenztage wehten Regenbogenflaggen am Rathaus. Darüber hinaus sind im Mai im gesamten Stadtgebiet Flaggen des Queer Festivals zu sehen. In den Tagen um den 17. Mai, dem internationalen Tag gegen Queerfeindlichkeit, wird die Stadt Heidelberg zudem erneut Flaggen der queeren Communities am Rathaus sowie an weiteren Orten im Stadtgebiet hissen.
Rainbow-City-Empfang eröffnet Queer Festival Heidelberg 2026
Den Abschluss des Jahrestreffens bildete am Freitagabend der Rainbow-City-Empfang zur Eröffnung des Queer Festivals Heidelberg 2026 im Kulturzentrum Karlstorbahnhof. Gemeinsam mit dem Festivalträger Queer Play e. V. und dem Kulturzentrum Karlstorbahnhof lud die Stadt Heidelberg Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Stadtgesellschaft und queerer Communities zu einem feierlichen Auftakt ein.
Das Bühnenprogramm wurde von der Künstlerin Lilo Wanders moderiert und umfasste Grußworte von Bundesqueerbeauftragter Sophie Koch, Bürgermeisterin Stefanie Jansen und Cora Malik, Geschäftsführerin des Karlstorbahnhofs. Künstlerische Beiträge, unter anderem von Josie Stickdorn, sowie eine Tanzperformance von Ivan Perez, Leiter der Tanzcompagnie des Theaters und Orchesters Heidelberg, setzten Impulse zum Festivalauftakt.
Mit dem Empfang wurde das Queer Festival Heidelberg 2026 eröffnet, das seit 2009 als eines der größten und ältesten queeren Festivals Deutschlands gilt. Es verbindet künstlerische Formate mit gesellschaftlichem Austausch und schafft Räume für Sichtbarkeit, Begegnung und Dialog. Das Festival wird seit 2021 von der Rainbow City Heidelberg gefördert (https://queer-festival.de).
Aktionen zum 17. Mai: Internationaler Tag gegen Queerfeindlichkeit
Am Sonntag, 17. Mai 2026, findet ab 16 Uhr am Anatomiegarten Heidelberg außerdem eine Gedenkaktion mit Musik und Redebeiträgen anlässlich des Internationalen Tages gegen Queerfeindlichkeit statt. Im Anschluss ist ein gemeinsames Picknick an den Neckarorten bei der Ernst-Walz-Brücke geplant.
Die Veranstaltung wird traditionell vom Queeren Netzwerk Heidelberg organisiert und vom Amt für Chancengleichheit im Rahmen der „Rainbow City Heidelberg“ unterstützt. Sie richtet sich an alle, die sich für die Rechte und die Sichtbarkeit queerer Menschen einsetzen und gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt und gegen Diskriminierung setzen möchten.
Heidelberg engagiert sich seit vielen Jahren als Rainbow City. Mit Formaten wie dem Runden Tisch sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, der 2026 sein zehnjähriges Bestehen feiert, stärkt die Stadt die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik.
