Erneute Auszeichnung: Heidelberg bleibt „Fairtrade-Stadt“
Langjähriges Engagement für fairen Handel und globale Verantwortung gewürdigt
Die Stadt Heidelberg darf weiterhin den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen. Fairtrade Deutschland e. V. hat die Auszeichnung erneut für zwei Jahre verliehen. Damit würdigt der Verein das langjährige Engagement in Heidelberg für fairen Handel, nachhaltigen Konsum und Bildungsarbeit zu globaler Gerechtigkeit. Bereits seit 2010 ist Heidelberg Teil der Fairtrade-Towns-Kampagne. Gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus Zivilgesellschaft, Bildung, Universität, Wirtschaft, Kirchen und Verwaltung setzt die Stadt auf konkrete Angebote: Veranstaltungen, Bildungsarbeit, Aktionen im Einzelhandel sowie Informationen zum fairen und nachhaltigen Konsum im Alltag.
„Wir danken allen seit vielen Jahren engagierten Akteuren der Heidelberger Stadtgesellschaft, die zur erneuten Auszeichnung beigetragen haben. Fairer Handel beginnt bei täglichen Entscheidungen und individuellem Konsumverhalten. Wir würden uns sehr freuen, wenn noch viele weitere Cafés und Restaurants, städtische Einrichtungen und Gesellschaften sowie Kantinen faire, Bio- und regionale Produkte in das Sortiment aufnehmen würden“, betont Sabine Lachenicht, Leiterin des städtischen Umweltsamtes.
Diese Kriterien müssen „Fairtrade-Towns“ erfüllen
Für den Titel müssen Kommunen verschiedene Kriterien erfüllen. Dazu gehören unter anderem ein politischer Beschluss zur Unterstützung des fairen Handels, eine aktive lokale Steuerungsgruppe, das Angebot fair gehandelter Produkte im Einzelhandel und in der Gastronomie sowie regelmäßige Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu den durchgeführten Projekten.
Faire Wochen, Bildungsarbeit und nachhaltiger Konsum im Alltag
Die Aktivitäten in Heidelberg sind vielfältig. Dazu zählen die jährlich stattfindenden Fairen Wochen, die Fashion Revolution Weeks rund um bewussten Konsum von Kleidung sowie zahlreiche Bildungsangebote zu globalen Zusammenhängen und nachhaltigem Konsum. Mit dem städtischen Wegweiser zum nachhaltigen Konsum erhalten Bürgerinnen und Bürger zudem praktische Hinweise für den Alltag.
Auch kreative Formate machen das Thema sichtbar: Seit den Fairen Wochen 2025 informiert der fair gehandelte Plüsch-Igel „Stachelbert“ als Heidelberger Botschafter bei Veranstaltungen, Aktionen und Kampagnen über fairen Handel und die globalen Nachhaltigkeitsziele. Darüber hinaus engagieren sich unter anderem das Eine-Welt-Zentrum Heidelberg, die Heidelberger Weltläden, Schulen, Kitas, Vereine wie der Heidelberger Partnerschaftskaffee, Kirchen, Studierendenwerk, der Einzelhandel und zahlreiche weitere Initiativen.
Die Auszeichnung als Fairtrade-Stadt zeigt auch: Nachhaltige Entwicklung beginnt vor Ort. Heidelberg leistet mit seinem Engagement einen Beitrag zur Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen. Bundesweit gibt es derzeit 941 Fair Trade Towns. Heidelberg wurde bereits 2010 als 20. Stadt Deutschlands ausgezeichnet und gehört damit zu den frühen Unterstützerinnen der Kampagne.
Weitere Informationen zum fairen Handel und zu den Aktivitäten in Heidelberg finden sich unter www.heidelberg.de/nachhaltig-aktuelles. Informationen zur Fairtrade-Towns-Kampagne gibt es unter www.fairtrade-towns.de.