Dank Straßenerneuerungsprogramm zahlreiche Fahrbahnen im Jahr 2025 saniert

Stadtverwaltung kann bei Bedarf schnell reagieren / Kürzungen aufgrund Haushaltslage

Es ist der Notfalltopf, aus dem geschöpft wird, wenn Straßen aufgrund großer Mängel und starker Beanspruchung kurzfristig erneuert werden müssen: das Heidelberger Straßenerneuerungsprogramm. Es ist ein bewährter Geldtopf, der es seit dem Jahr 2013 möglich macht, Straßen bei gravierenden Schäden oder hoher Belastung kurzfristig zu reparieren. Im Jahr 2025 waren das 24 Straßen und Straßenabschnitte in fünf verschiedenen Stadtteilen. Darüber informiert die Stadtverwaltung im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss am Dienstag, 3. Februar 2026.

Insgesamt hat die Stadt Heidelberg seit dem Jahr 2013 mehr als 100 Straßen oder Straßenabschnitte aus diesem Geldtopf kurzfristig erneuert – für insgesamt rund 42,7 Millionen Euro. Insgesamt umfasst das Heidelberger Straßennetz laut aktuellem Straßenzustandskataster 883 Straßen mit einer Länge von insgesamt rund 500 Kilometern.

Fahrradweg
Der Heinrich-Menger-Weg im Pfaffengrund konnte mit Mitteln aus dem Straßensanierungsprogramm schnell und unkompliziert saniert werden. (Foto: Stadt Heidelberg)

Straßen in fünf Stadtteilen wurden saniert

Ein wichtiges Sanierungsprojekt aus dem Jahr 2025, finanziert mit 1,4 Millionen Euro aus dem Straßenerneuerungsprogramm: die Haberstraße im Industriegebiet Rohrbach-Süd. Der betroffene Abschnitt zwischen der Karlsruher Straße und der Straße Im Breitspiel war in einem stark geschädigten Zustand: massive Spurrillen, flächiger Asphaltverlust sowie Frost- und Netzrisse gefährdeten zunehmend die Verkehrssicherheit. Die Straße wurde Mitte August 2025 für rund sechs Wochen voll gesperrt und saniert.

Weitere wichtige Beispiele aus dem Jahr 2025 sind außerdem die Abschnitte der Königsberger Straße und des Harbigwegs in Kirchheim, der Heinrich-Menger- und der Storchenweg sowie ein Abschnitt des Kurpfalzrings im Pfaffengrund, die Reinhard-Hoppe-Straße in Ziegelhausen und der Kühle Grund/Bierhelder Weg in Rohrbach.

Welche Straßen kommen ins Programm?

Ausschlaggebend für eine Sanierung nach dem Straßenerneuerungsprogramm ist der bauliche Zustand einer Straße sowie deren Verkehrsbedeutung: Ist sie eine wichtige Verkehrsader Heidelbergs oder eine Sackgasse in einem Wohngebiet? Strecken, die für den Radverkehr wichtig sind, werden bevorzugt erneuert. Wichtig ist der Stadtverwaltung, Synergieeffekte zu nutzen. Dabei werden Straßenarbeiten nach Möglichkeit mit anderen Maßnahmen verknüpft, beispielsweise mit Blick auf Kanäle, Gas-, Wasser- und Fernwärmeleitungen, Telekommunikationslinien oder das Mobilitätsnetz. Auch finanzielle und personelle Ressourcen spielen eine Rolle.

Drastisch gekürzt wegen Haushaltslage

Aufgrund der Haushaltslage wurden unmittelbar geplante Maßnahmen auf das absolut notwendige Mindestmaß reduziert – zum Beispiel die Baumaßnahme im Stückerweg in Kirchheim auf das gerade noch vertretbare Mindestmaß (von 1,2 Millionen Euro auf 700.000 Euro) und die begleitenden Straßenerneuerungen im Zuge des Fernwärmeausbaus in Neuenheim (Cluster 3) von 2,7 Millionen Euro auf 900.000 Euro.

Weitere bereits geplante Maßnahmen, wie zum Beispiel die begleitende Erneuerung der Straßenrestflächen in der Häusserstraße in der Weststadt oder begleitende Gehwegerneuerungen in Wieblingen, werden auf Grund fehlender Finanzierung derzeit nicht umgesetzt.

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