"Die Zukunft wird so aussehen, wie wir sie gestalten".
(Jean Fourastié, französischer Ökonom)

Haushaltsplanentwurf 2015/16

Ziele

Lebendig, international und weltoffen: Heidelberg bietet seinen Bürgerinnen und Bürgern ein hohes Maß an Lebensqualität. Als zukunfts- weisender Ort der Wissenschaft und Bildung, als starker Wirtschaftsstandort und kulturelles Zentrum nimmt Heidelberg eine zentrale Rolle in der Metropolregion Rhein-Neckar ein.
Ziel der Stadt ist es, für heutige und künftige Generationen eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen – in wirtschaftlicher und sozialer wie in kultureller und ökologischer Hinsicht. Dabei handelt die Stadt grundsätzlich nach den Prinzipien Bürgernähe, Transparenz und Offenheit.

Rathaus Heidelberg mit Marktplatz (Foto: Diemer)

Zentrale Vorhaben der Stadt Heidelberg

Heidelberg steht vor einer Jahrhundertchance: Mit dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte sind180 Hektar Fläche freigeworden – die doppelte Größe der Altstadt. Die Um- und Nachnutzung wird in enger Abstimmung mit Fachplanern, Bürgerschaft und kommunalpolitischen Gremien erarbeitet. Die wichtigsten Entwicklungsziele: bezahlbarer Wohnraum, attraktive Freiflächen sowie Räume für Wissenschaft, Gewerbe, Kultur und Freizeit.

Auf einer Fläche von 116 Hektar entsteht derzeit eine der weltweit größten Passivhaussiedlungen. Die Bahnstadt bietet einen lebendigen Mix aus Wissenschaft, Gewerbe, Wohnen, Einkaufen, Freizeit und Kultur. Die Nachfrage ist so hoch, dass die Bauarbeiten zwei Jahre vor Plan sind und der erste Bauabschnitt bereits fertig gestellt wurde. Insgesamt wird die Bahnstadt Raum für 5.000 Bewohner und rund 7.000 Arbeitsplätze bieten.
Heidelberg schärft sein Profil als Wissenschaftsstadt, in der zukunftsweisende Projekte und Technologien entstehen. Im Rahmen einer Internationalen Bauausstellung mit dem Motto „Wissen-schafft-Stadt“ will Heidelberg bis zum Jahr 2022 zum Modell für die Stadt der Zukunft in der Wissensgesellschaft werden.

Mit dem Mobilitätsnetz plant die Stadt einen umfassenden Ausbau des Straßenbahnnetzes. Rund zehn Kilometer Schienen sollen bis 2019 neu verlegt oder modernisiert werden. Ziel ist es, über 10.000 Fahrgäste pro Tag hinzuzugewinnen, über 7.000 davon als Umsteiger vom Auto.

Heidelberg steht mit seinen Angeboten in den Bereichen Kinderbetreuung, Schule und Familie bundesweit an der Spitze. Damit das so bleibt, engagiert sich die Stadt für den weiteren Ausbau des Betreuungsangebots, investiert in die Sanierung von Schulen und setzt sich mit der Familienoffensive für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein.

Mit dem „Masterplan 100 % Klimaschutz“ hat sich die Stadt ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Unter Beteiligung der gesamten Stadtgesellschaft will sie bis 2050 den Ausstoß von Kohlendioxid um 95 Prozent senken und den Energieverbrauch um die Hälfte reduzieren.

Eine neue, wegweisende Form der Willkommenskultur möchte Heidelberg mit dem International Welcome Center Heidelberg begründen. Es soll künftig die Serviceleistungen einer städtischen Ausländerbehörde und eine interkulturelle Begegnungsstätte unter einem Dach vereinen.

In der Stadt Heidelberg werden die Prinzipien Gleichberechtigung und Gleichbehandlung konsequent um- gesetzt. Die Stadt tritt für Chancengleichheit und gegen Diskriminierung ein. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Stärkung von Inklusion.

Bürgerbeteiligung wird in Heidelberg weit über den gesetzlich vorgegebenen Rahmen hinaus realisiert. Die Grundlage bilden die von Bürgerschaft, Gemeinderat und Verwaltung gemeinsam entwickelten „Leitlinien für eine mitgestaltende Bürgerbeteiligung“. Eine Vor- habenliste informiert über alle Projekte und Planungen. Aktuell laufen Bürgerbeteiligungsverfahren unter anderem zu den Themen „Konversion“ und „Konferenzzentrum“.

Heidelberg stellt sich der Herausforderung einer nach- haltigen Entwicklung und achtet bei der Umsetzung aller Projekte darauf, dass sie entsprechend dem Stadtentwicklungsplan Heidelberg 2015 gleichermaßen soziale, ökologische und ökonomische Kriterien erfüllen.

Die Idee, den Neckar für die Bürgerschaft erlebbarer zu machen, wird wieder aufgegriffen. Über einen Bürgerdialog sollen neue Möglichkeiten erarbeitet werden.

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