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Christina Reiß
Christina Reiß
Behinderten-beauftragte
Eppelheimer Straße 13
69115 Heidelberg
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Kontakt und Leistungen/Befugnisse

Aktuelles

Streit um eine Rampe und die Äußerungen des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer zur Sportlerehrung 2026

Die Para-Tischtennisspielerin Cary Hailfinger, die einen Rollstuhl nutzt, soll Ende Juni 2026 bei der Sportlerehrung der Stadt Tübingen ausgezeichnet werden. Die Bühne, auf der die Ehrung stattfinden soll, ist nicht barrierefrei zugänglich. Oberbürgermeister Boris Palmer lehnte den Aufbau einer mobilen Rampe ab, zu teuer und 40 Sitzplätze würden wegfallen. Stattdessen bot er an, Hailfinger vor der Bühne zu ehren und 600 Euro an einen Verein zu spenden.

Hailfinger machte den Vorgang öffentlich: „Bin ich also als Para-Sportler mal wieder weniger wert?" Palmer verteidigte sich mit dem Argument, „dogmatische Gleichbehandlung ungleicher Ausgangslagen" führe „zu neuer Ungerechtigkeit". Inzwischen haben sich Sponsoren gemeldet, die die Kosten für eine Rampe oder einen Hublift übernehmen würden – das wiederum hat der OB abgelehnt. In den Leserkommentaren überregionaler Medien überwiegt die Zustimmung zu seiner Position deutlich. Längst geht es in der Diskussion um die Grundsatzfrage. 

Der SWR hat darüber berichtet. mehr dazu

Studie: Die AfD – eine Gefahr für Menschen mit Behinderungen

Zahlreiche Sozial- und Behindertenverbände haben mehrfach eindringlich davor gewarnt, dass die AfD für Menschen mit Behinderungen eine Gefahr darstellt. Gleichwohl wird dieser Aspekt in der Debatte über die Partei nur selten aufgegriffen.

Vor diesem Hintergrund zeigt die Analyse/Studie (2,2 MB) des Deutschen Instituts für Menschenrechte auf, dass die Abwertung von Menschen mit Behinderungen im Gedankengut der AfD fest verankert ist – und damit die Ablehnung der Garantie der gleichen Würde aller Menschen, die das Fundament unseres Grundgesetzes bildet.

Teilnahme an anonymer Befragung des ADFC zum Förderprojekt "Barrierefrei mit dem Rad unterwegs"

Das Förderprojekt „Barrierefrei mit dem Rad unterwegs“ zielt darauf ab, Menschen mit Behinderungen den Zugang zum Radverkehr zu erleichtern und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.
 
Der ADFC sucht dafür Menschen mit Behinderungen, die an der anonymen Online-Umfrage teilnehmen und von ihren Erfahrungen berichten. 
 
Das Projekt ermittelt Hemmnisse und Treiber der Radmobilität, entwickelt Empfehlungen für Standards barrierefreier Infrastruktur und ermittelt Anforderungen an digitale Informationsplattformen für barrierefreies Radfahren und beurteilt deren Nutzbarkeit. Auf der Projektwebsite gibt es ausführlichere Informationen.

Celler Erklärung vom 8. Mai 2026: Europa in die Pflicht nehmen: Inklusion ist ein Menschenrecht – Bewusstseinsbildung strategisch verankern und umsetzen

Anlässlich des Europatages am 9. Mai 2026 veröffentlicht die Konferenz der Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen (KBB) ihr Positionspapier „Europa in die Pflicht nehmen: Inklusion ist ein Menschenrecht – Bewusstseinsbildung strategisch verankern und umsetzen“. Damit fordert die KBB die Institutionen der Europäischen Union dazu auf, die Umsetzung von Inklusion auf EU-Ebene deutlich zu stärken. Am 22. und 23. April 2026 fand das 71. Treffen der KBB in Celle statt. Dort wurde die Celler Erklärung verabschiedet.

Die Celler Erklärung in Alltagssprache und in DGS abrufbar. mehr dazu

Die Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen veröffentlichten zum Abschluss ihres 71. Treffens in Celle am 22./ 23. April 2026 eine gemeinsame Position zu den diskutierten Leistungskürzungen. Damit nehmen sie Bezug auf das geleakte Arbeitspapier „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ vom 25. März 2026, das von einer Arbeitsgruppe aus Bund, Ländern und Kommunen verfasst wurde.
 
Die Kürzungsüberlegungen lassen weitreichende Einschnitte in der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen erwarten. Die Vorschläge würden zu unzumutbaren Folgen in der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen führen. Deutlich ist, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht mit den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) vereinbar wären. mehr dazu

Baden-Württemberg hat gewählt – und seit dieser Woche eine neue Landesregierung

Diese Woche begann offiziell die neue Legislaturperiode des Landtags von Baden-Württemberg. So wurde am Mittwoch Cem Özdemir zum neuen Ministerpräsidenten gewählt und die Mitglieder der neuen Landesregierung vereidigt. Oliver Hildenbrand ist der neue Landessozialminister und folgt auf Manne Lucha. Petra Krebs ist die neue Staatssekretärin im Landessozialministerium und folgt auf Dr. Ute Leidig.

Die gesamte neue Landesregierung auf einen Blick

Die Navigations-App Park-Stark erleichtert die Suche nach freien Schwerbehindertenparkplätzen in Mannheim - in Echtzeit

Mehr soziale Teilhabe und gleichberechtigte Mobilität mit der Navigations-App Park-Stark in Mannheim. Sie unterstützt Menschen bei der Suche nach freien allgemeinen Schwerbehindertenparkplätzen – in Echtzeit. Dank moderner Sensorik auf über 250 Stellplätzen in allen 17 Stadtbezirken zeigt die App zuverlässig an, ob ein Parkplatz frei oder belegt ist. Ändert sich die Belegung während der Fahrt, schlägt Park-Stark automatisch alternative freie Parkplätze vor und passt auf Wunsch die Route an.

Das modulare, übertragbare Konzept wird bereits in weiteren Städten wie Stuttgart und Friedrichshafen eingesetzt und soll künftig ausgeweitet werden. Die App Park-Stark ist ab sofort im Apple App Store und Google Play Store verfügbar. mehr dazu

Veröffentlichung Empfehlungs- und Forderungspapier zu einem inklusiven Katastrophenmanagement

Katastrophen und Extremereignisse stellen unsere Gesellschaft vor wachsende Herausforderungen. Die jüngsten Entwicklungen – von Hochwasserereignissen bis zu Hitzewellen – zeigen deutlich, dass ein vorausschauendes und inklusives Katastrophenmanagement unverzichtbar ist.
„Vor diesem Hintergrund wurde im Rhein-Neckar-Kreis vom Arbeitskreis für inklusiven Umgang mit Extrem- und Notsituationen (AkiEN) ein Forderungs- und Empfehlungspapier erarbeitet“, erläutert Silke Ssymank, Kommunale Behindertenbeauftragte des Rhein-Neckar-Kreises. Kern des Papiers sind elf Forderungen zur Erreichung eines inklusiven Katastrophenmanagements mehr dazu

Deutscher Verein: Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen verlässlich und wirksam gestalten

Mit dem im Jahr 2016 verabschiedeten Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurde das Recht der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen umfassend reformiert. Mehr als fünf Jahre nach Inkrafttreten der dritten Reformstufe bestehen zum Teil immer noch große Herausforderungen bei der Umsetzung des BTHG. Dies betrifft u.a. die Bedarfsermittlung, welche von allen beteiligten Akteuren als deutlich zu aufwendig und komplex angesehen wird. Anspruchsvoll und herausfordernd bleibt auch die Sicherstellung einer personenzentrierten Leistungserbringung. Das zeigt sich auch an den zum Teil langandauernden und schwierigen Verhandlungen zu den Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Rahmenbedingungen für die Umsetzung des BTHG durch den Arbeits- und Fachkräftemangel sowie die steigenden Ausgaben in der Eingliederungshilfe und den damit einhergehenden steigenden Kostendruck in den Kommunen und Ländern auch aufgrund der prekären finanziellen Haushaltslagen zunehmend verändern.

Mit den vorliegenden Empfehlungen spricht der Deutsche Verein Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe aus, die eine effektivere und effizientere Umsetzung und Ausgestaltung der reformierten Eingliederungshilfe unterstützen sollen. mehr dazu

Konferenz der Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen (KBB) positioniert sich zur Diskussion um Leistungskürzungen

Die Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen veröffentlichen zum Abschluss ihres 71. Treffens in Celle am 22./ 23. April 2026 eine gemeinsame Position zu den diskutierten Leistungskürzungen. Damit nehmen sie Bezug auf das geleakte Arbeitspapier „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ vom 25. März 2026, das von einer Arbeitsgruppe aus Bund, Ländern und Kommunen verfasst wurde.

Die Kürzungsüberlegungen lassen weitreichende Einschnitte in der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen erwarten. Die Vorschläge würden zu unzumutbaren Einschnitten in der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen führen. Deutlich ist, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht mit den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) vereinbar wären.

Besonders problematisch ist die geforderte Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts, das Grundlage für eine selbstbestimmte Lebensführung von Menschen mit Behinderungen ist. Zudem wird das Ziel des Bürokratieabbaus kaum angegangen, dafür aber die Beschneidung der Rechte von Menschen mit Behinderungen forciert. Einige der Vorschläge, wie die Absenkung der Vermögensfreigrenzen in der Eingliederungshilfe, stehen sogar im Widerspruch zum erklärten Anliegen des Bürokratieabbaus. Andere Vorschläge lasten unerledigte Aufgaben wie den barrierefreien Ausbau des ÖPNV den Menschen mit Behinderungen an oder würden Folgekosten generieren, die weit über möglichen Einsparungen stünden. 

Neben dem Positionspapier der KBB veröffentlichen die Beauftragten eine detaillierte Bewertung der Einsparvorschläge von Bund, Ländern und Kommunen sowie damit verbundene Gegenvorschläge.

Unterstützungsangebote der Projektfachstelle Inklusion

Die Projektfachstelle Inklusion, gegründet am 1. März 2021, dient als zentraler Knotenpunkt für alle Belange rund um Inklusion innerhalb der Kinder- und Jugendarbeit in Baden-Württemberg. Als Schnittstelle zwischen der praktischen Jugendarbeit und politischen Entscheidungsträgern hat sie sich als unverzichtbarer Partner und Berater etabliert. Sie umfasst eine breite Palette an Zuständigkeiten und unterstützt Einrichtungen und Fachkräfte in offener, verbandlicher, kommunaler und mobiler Jugendarbeit.

Kürzungen des Bundes im Bereich Kinder- und Jugendhilfe und Eingliederungshilfe - Paritätischer enthüllt internes Arbeitspapier

Dem Paritätischen Gesamtverband liegt ein internes Arbeitspapier vor, das belegt: Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände diskutieren im Verborgenen drastische Kürzungen bei Leistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen. mehr dazu

Aufzugstausch Haltestelle Mannheim Arena/ Maimarkt

„Im Zuge der Erneuerung der Aufzüge am Bahnhof Mannheim Arena/Maimarkt kommt es im Zeitraum bis voraussichtlich Juni 2026 zu Einschränkungen beim barrierefreien Zugang. Unerwartete Schäden durch Wassereintritt erfordern zusätzliche Sanierungsarbeiten, die zu Verzögerungen führen. Die Aufzüge stehen während der Bauphase nicht zur Verfügung.

Die DB InfraGO AG bedauert die Unannehmlichkeiten ausdrücklich und bittet um Verständnis. Die beteiligten Fachfirmen arbeiten mit Hochdruck an der Fertigstellung. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste werden gebeten die Stadtbahn Linie 6 zu nehmen. Für Unterstützung bei alternativen Reiseplanungen steht die DB-Mobilitätsservice-Zentrale jederzeit zur Verfügung.“

SRH Schulen - Jugendhilfe eröffnet neuen Standort und feiert 24 Jahre

Am 17. April wurde die Eröffnung der neuen teilstationären Tagesgruppen der SRH Schulen Jugendhilfe in Wiesenbach gefeiert. Gleichzeitig bot der Anlass auch einen Blick zurück auf 24 Jahre engagierte Arbeit in der Jugendhilfe. mehr dazu

Landessozialgericht Baden-Württemberg zur Angemessenheit von Urlaubsreisen in der Eingliederungshilfe – aktuelle Entwicklungen und Einordnung

Das Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg hat mit Beschluss vom 29. Januar 2026 eine Entscheidung veröffentlicht, die für einige Aufmerksamkeit gesorgt hat. Um was geht es?
 
Grundsatzentscheidung des Bundessozialgerichts (2022)
 
Die rechtliche Ausgangslage ergibt sich maßgeblich aus einem Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) vom 19. Mai 2022 (Az. B 8 SO 13/20 R), das als sogenannte Kreuzfahrtentscheidung bekannt geworden ist. Das BSG stellte darin klar, dass Menschen mit Behinderungen Eingliederungshilfeleistungen für solche Kosten erhalten können, die entstehen, weil sie bei einer Urlaubsreise auf eine Begleitperson angewiesen sind.
 
Das Gericht differenzierte dabei präzise: Der Anspruch umfasst die erforderlichen behinderungsbedingten Mehrkosten der angemessenen Freizeitgestaltung – also diejenigen Kosten, die wegen Art und Schwere der Behinderung anfallen und notwendig und geeignet sind, das Teilhabeziel zu erreichen. Maßstab für angemessene Wünsche sind dabei die Bedürfnisse eines nicht behinderten, nicht sozialhilfebedürftigen Erwachsenen. mehr dazu
 
 
Das aktuelle Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg (2026)
 
Auf diesem BSG-Urteil aufbauend hat der 2. Senat des LSG Baden-Württemberg mit Beschluss vom 29. Januar 2026 (Az. L 2 SO 4027/25 ER-B) in einem Eilverfahren entschieden, dass einem schwerbehinderten Mann keine Eingliederungshilfe in Höhe von rund 50.000 Euro für eine geplante dreiwöchige Japanreise zusteht.
 
Der Antragsteller sitzt im Rollstuhl und ist 24 Stunden pro Tag auf die Betreuung durch Assistenzkräfte angewiesen. Hierfür erhält er monatlich Teilhabeleistungen in Höhe von 25.000 Euro. Er wird in seiner eigenen Wohnung versorgt und ist Student in einem Masterstudiengang. Für die geplante Reise beantragte er die Übernahme der behinderungsbedingten Mehrkosten – unter anderem für den erforderlichen Business-Class-Flug sowie die Lohn- und Reisekosten für drei Assistenzkräfte.
 
Das LSG bekräftigte ausdrücklich, dass dem Grunde nach behinderungsbedingte Mehrkosten für Urlaubsreisen im Rahmen der Eingliederungshilfe erstattungsfähig sein können. Die Übernahme scheiterte jedoch im vorliegenden Fall am Angemessenheitsmaßstab: Die nicht behinderungsbedingten Kosten für die geplante Fernreise lagen mit rund 4.000 Euro mehr als doppelt so hoch als das, was im Jahr 2024 von einem Durchschnittsbürger für den Haupturlaub ausgegeben wurde. Damit musste das Gericht die Frage, ob auch die behinderungsbedingten Mehrkosten von 50.000 Euro angemessen gewesen wären, nicht mehr prüfen.
 
Festzuhalten ist: Das LSG hat gerade nicht grundsätzlich entschieden, dass teure Assistenzleistungen im Urlaub nicht erstattungsfähig sind. Die Grenze wurde ausschließlich bei der Grundreise selbst gezogen, die bereits für eine nicht behinderte Person als überdurchschnittlich kostspielig eingestuft wurde. Die Pressemitteilung des LSG Baden-Württemberg und der Bericht von Legal Tribune Online (LTO).
 

Neue Empfehlungen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Kommunen

Im Anschluss an das Projekt „UN-BRK in den Kommunen“ veröffentlicht die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention gemeinsam mit dem ZPE der Universität Siegen (ZPE) Handlungsempfehlungen für die Unterstützung von Kommunen bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK):

Im Mittelpunkt stehen die Handlungsmöglichkeiten und Verantwortlichkeiten von Bund, Ländern und Kommunen sowie weiteren Akteuren zur Förderung der Inklusion und gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Menschen mit Behinderungen, auch in Leicher Sprache. mehr dazu

Die Empfehlungen basieren auf den Ergebnissen des Projekts „UN-Behindertenrechtskonvention in den Kommunen“, welches das ZPE und die Monitoring-Stelle UN-BRK zwischen 2022 und 2025 in Förderung durch das BMAS durchführte. Weitere Projektergebnisse können Sie auf der Webseite des Deutschen Instituts für Menschenrechte einsehen:

Naturpark-Neckartal-Odenwald gewinnt zweiten Platz beim Staatsanzeiger Award für „Komfort-Wanderwege“

Der Naturpark Neckartal-Odenwald feiert großen Erfolg: Das Projekt Komfort-Wanderwege wurde beim Staatsanzeiger Award 2025 mit dem zweiten Platz in der Kategorie Kultur und Tourismus ausgezeichnet. Damit wird das Engagement für Inklusion im Naturerleben im Naturpark besonders gewürdigt. mehr dazu

Die ausgewählten Routen laden ein den Naturpark Neckartal-Odenwald und seine Vielfalt zu genießen. Die Komfort-Wanderwege können von allen Gästen genutzt werden und sind zusätzlich mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl befahrbar. Leicht begehbare Wege, eine gute Orientierung sowie ein entspanntes Naturerlebnis stehen dabei im Mittelpunkt der Konzeption.

17 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention - Wie sieht es in der Arbeitswelt aus?

Die UN-Behindertenrechtskonvention ist keine Spezialkonvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, sondern sie konkretisiert die bereits anerkannten allgemeinen Menschenrechte aus anderen Menschenrechtsübereinkommen auf die Situation von Menschen mit Behinderungen. Hintergrund für das Entstehen der Konvention war die weltweite Erfahrung, dass Menschen mit Behinderungen nicht ausreichend vor Diskriminierung und Ausgrenzung geschützt worden sind – und immer noch werden.

Am 26. März jährte sich in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention zum 17. Mal. Wie ist der Stand in der Gesellschaft und wie sieht es mit der Inklusion in der Arbeitswelt aus?
Anlässlich des Jahrestags haben das SWR Data Lab und MDR Data einige der größten Arbeitgeber in Baden-Württemberg und alle 40 Dax-Konzerne gefragt, ob sie diese Quote erfüllen. Das Ergebnis zeigt, dass kaum ein Arbeitgeber die gesetzliche Vorgabe erfüllt. mehr dazu

Information zum öffentlich geförderten Projekt GaViD-Sinne: Neues, kostenloses Angebot für Menschen mit (Verdacht auf) Hör-/Sehbehinderung und Taubblindheit

Was ist GaViD-Sinne?*
Mit dem Projekt GaViD-Sinne (Ganzheitliche Versorgungsstützpunkte und interdisziplinäre Diagnostik für Menschen mit Hörsehbehinderung/Taubblindheit) entsteht ein bisher einmaliges Angebot zur Verbesserung der Versorgung und der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen beider Fernsinne.
Ziel des Projekts ist es, die medizinische Versorgung sowie die gesundheitliche Lebensqualität von Menschen mit (Verdacht auf) Hörsehbehinderung oder Taubblindheit deutlich zu verbessern. Das neue Versorgungsangebot wird wissenschaftlich evaluiert.
 
GaViD-Stützpunkt Stuttgart:
Am 01. Dezember 2025 hat der Diagnostik- und Versorgungsstützpunkt des Projekts GaViD-Sinne der Stiftung Nikolauspflege sein Angebot in der Fritz-Elsas-Str. 40 in Stuttgart eröffnet.
Dort erhalten Teilnehmende nach ausführlichen Vorgesprächen einen Termin zur interdisziplinären Diagnostik in den Bereichen Hören, Sehen und Kommunikation.
Unser Partner ist das Universitätsklinikum Tübingen (HNO-Klinik und Hörzentrum sowie Augenklinik und Sehbehindertenambulanz). mehr dazu

Fragen jeglicher Art können direkt an die Mitarbeiterinnen des GaViD-Sinne-Projekts in Stuttgart gestellt werden, per E-Mail oder telefonisch unter der Nummer 0711 6564 858.
 
*Das Projekt wird vom Innovationsfond des Gemeinsamen Bundesauschuss (G-BA) mit dem Kennzeichen 01NVF23101 gefördert. mehr dazu 

Keine Inklusion ist zu teuer: Teilhabe ist Menschenrecht – keine freiwillige Wohltat!

Die „AG Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit Baden-Württemberg“ ist ein freies Netzwerk von mehreren landesweiten, regionalen und lokalen Organisationen und Fachpersonen, das sich aus verschiedenen Perspektiven der Kinder- und Jugendarbeit und der Behindertenhilfe zusammensetzt und austauscht. 

Sie hat eine Stellungnahme (200 KB) (auch in vereinfachter Sprache), zur aktuellen Debatte um die Finanzierbarkeit von inklusiven Angeboten erarbeitet.
 
Grundaussagen der Stellungnahme sind:

- Inklusion ist ein Menschenrecht und keine freiwillige Leistung.
- Leistungen dürfen nicht gegen andere gesellschaftliche staatliche „Kosten“ ausgespielt werden.
- Im Sinne des "Nichts über uns ohne uns"- Grundsatzes müssen ALLE Kinder und Jugendlichen beteiligt werden.

Die Projektfachstelle Inklusion hat für die AG Inklusion übernommen, das Papier auf der LAGO-Homepage zu veröffentlichen. mehr dazu
 
Es gibt die Möglichkeit, die Stellungnahme als Organisation oder Person zu unterzeichnen. Diesen Service übernimmt die Projektfachstelle Inklusion. Kontakt gerne per E-Mail, mit der Mitteilung, in welcher Form der Name ergänzt werden soll. 

Klimaanpassungen in sozialen Einrichtungen: Paritätischer sieht Klärungsbedarf bei der Förderung investiver Maßnahmen

Die zunehmenden Auswirkungen der Klimaerhitzung sind in Deutschland längst spürbar. Hitzewellen, Dürren, Starkregen und Sturzfluten kommen häufiger vor, dauern länger an und nehmen an Intensität zu. Soziale Einrichtungen sind in besonderem Maße von diesen Auswirkungen betroffen, denn dort werden kranke, pflegebedürftige und alte Menschen, aber auch Kinder und Jugendliche, geflüchtete sowie wohnungslose Menschen oder Menschen mit Behinderung betreut und gefördert.

Der Paritätische Gesamtverband blickt mit Sorge auf die Entscheidung der Bundesregierung, im Jahr 2026 kein neues Förderfenster für die Richtlinie „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ (AnpaSo) zu öffnen. Für viele Träger bedeutet dies weiterhin Unsicherheit bei der Planung notwendiger Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. mehr dazu

Zum Tod von Karl-Heinz "Kalle" Riegler

Puppen stellen eine Szene in der Krippe am Fluss in der Jesuitenkirche in Heidelberg dar. Mit dabei auf dem Camino Incluso sind auch Karl-Heinz und Dieter Riegler.
Ausschnitt aus der Krippe am Fluss, mit Karl-Heinz (ganz rechts im Bild) und Dieter Riegler (Bild: Stadt Heidelberg)

Karl-Heinz Riegler ist tot.
 
Mit ihm ist ein Vorkämpfer für die Enttabuisierung von HIV / AIDS und damit natürlich auch für Inklusion und gegen Diskriminierung von uns gegangen. Er hat seine Spuren in Heidelberg und in den Herzen vieler Menschen hinterlassen. Mein Mitgefühl gilt seinem Mann Dieter, mit dem zusammen er im Stadtbild sehr präsent war. mehr dazu
 
Christina Reiß, Kommunale Behindertenbeauftragte

Umgang mit Trisomie 21: Mein Sohn ist kein Porsche

Die Autorin Julia Bourmer schreibt in der taz einen Gastkommentar über das Leben mit ihrem Sohn, der mit Trisomie 21 zur Welt kam, und darüber, wie die Gesellschaft mit Betroffenen und ihren Familien umgeht.

Die Reaktion des Arztes nach der Geburt sagte bereits viel aus: Er beglückwünschte sie zur Diagnose ihres Sohnes mit dem Hinweis, Trisomie 21 sei ja „der Porsche unter den Behinderungen". Was passiert in einem? Man weiß nicht recht, ob man lachen oder den Raum verlassen soll. Bourmer entscheidet sich für beides – und schreibt einen klug-ironischen Text darüber, was wirklich gemeint ist, wenn Menschen zu einem Menschen mit Behinderung sagen: „Das hast du ja ganz alleine gemacht!" (Antwort des 17-Jährigen an der Supermarktkasse: „Sie haben das aber auch ganz toll gemacht.“).

Der ganze Artikel zum Nachlesen. 

Antidiskriminierungsstelle des Bundes präsentiert Studie zu Benachteiligungen „Wie Deutschland Diskriminierung erlebt“

Rund 9 Millionen Menschen - das sind mehr als 13 Prozent der Menschen in Deutschland - berichten davon, in den vergangenen 12 Monaten Diskriminierung erlebt zu haben.
Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen. Besonders von Diskriminierung betroffen sind Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, Muslime, Frauen, trans- und inter-geschlechtliche sowie nicht-binäre Personen und Menschen mit Behinderungen oder chronischer Erkrankung.
Die Studie zeigt zudem deutlich die Folgen von Diskriminierung auf: Betroffene berichten von schlechterer Gesundheit, geringerer Lebenszufriedenheit, psychischer Belastung und einem sinkenden Vertrauen in den Staat. Gleichzeitig sieht die Mehrheit der Betroffenen (56 Prozent) offenbar keinen Sinn darin, gegen Benachteiligungen aktiv zu werden. Das deutet auf ein mangelndes Vertrauen in den gesetzlichen Diskriminierungsschutz hin. mehr dazu

Ein fühlbares Zeichen der Teilhabe: Zwei neue Tastmodelle aus Bronze im Schloss Heidelberg

Ein kleines Modell des Heidelberger Schlosses zum Anfassen mit Brailleschrift steht im Innenhof des Schlosses.
Tastmodell des Heidelberger Schloss heute im Innenhof (Foto: Stadt Heidelberg)
Ein kleines Modell des Heidelberger Schlosses zum Anfassen mit Brailleschrift steht im Innenhof des Schlosses.
Tastmodell des Heidelberger Schloss von 1680 im Innenhof (Foto: Schlossverwaltung Heidelberg)

Zwei neue Tastmodelle aus Bronze machen das Schloss Heidelberg für blinde und sehbehinderte Menschen noch besser zugänglich. Sie zeigen das Schloss heute und vor der Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg um 1680 in allen Details – vom Schlossgraben bis zum First. Patricia Alberth, Geschäftsführerin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, und Silke Eichhorn, Leiterin der Schlossverwaltung Heidelberg, stellten das inklusive Angebot bei einem Pressetermin vor. mehr dazu

Der Bundesverband für Körper- und mehrfachbehinderte Menschen informiert: Steuermerkblatt 2025 / 2026

Jedes Jahr aktualisiert der Bundesverband für Körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) das Steuermerkblatt. Es gibt Steuertipps für Familien mit behinderten Kindern und folgt dem Aufbau der Formulare für die Einkommensteuererklärung 2025. Das Steuermerkblatt ist nur online erhältlich (barrierefreies PDF). Mehr dazu
 

Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen informiert über die rechtlichen Änderungen 2026 für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen

Der Bundesverband bvkm hat die wichtigsten rechtlichen Änderungen, die seit Jahresbeginn 2026 gelten, kurz und knapp zusammengefasst. 

In diesen Bereichen haben sich Veränderungen ergeben:

- Pflegeversicherung
- Krankenversicherung
- Kindergeld
- Grundsicherung
- Eingliederungshilfe
- Rechtliche Betreuung

Die Änderungen zum Nachlesen.  

SWR: Nachrichten in Leichter Sprache jetzt online

Der SWR stellt einen weiteren wichtigen Schritt im Ausbau der barrierefreien Programmangebote vor: Ab sofort sind die Nachrichten in Leichter Sprache online verfügbar. Die Nachrichten des Tages werden unter der Woche, von Montag bis Freitag, jeden Nachmittag veröffentlicht.
 
Mit diesem Angebot ermöglicht der SWR Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen einen gleichberechtigten und unabhängigen Zugang zu regionalen Nachrichten. Kurze Sätze, anschauliche Erklärungen und eine klare Struktur machen die Inhalte leichter verständlich. Alle Beiträge in Leichter Sprache sind mit angepassten Bildern und eigens eingesprochenen Audios barrierearm gestaltet – so können sich alle Menschen ein eigenes Bild von den Themen machen, die die Menschen im Südwesten bewegen.
 
Insbesondere auch mit Informationen zur Landtagswahl in Baden-Württemberg

Wahlen der Schwerbehindertenvertretungen 2026

Im Oktober/November 2026 finden die Wahlen der Schwerbehindertenvertretungen statt. Dafür stehen die aktualisierten Publikationen und Arbeitshilfen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) zur Verfügung. 
Die BIH stellt für die Praxis sämtliche erforderlichen Dokumente sowohl für das vereinfachte als auch für das förmliche Wahlverfahren digital zur Verfügung.

Die Vorlagen im Word-Format gewährleisten eine korrekte Abwicklung der administrativen Vorgänge. Die auf der Webseite eingebundenen Erklärvideos vermitteln die Informationen zur Wahl der Schwerbehindertenvertretung und decken das Themenspektrum vollumfänglich ab. mehr dazu

Inklusion in Katastrophen- und Notsituationen - Gemeinsam für mehr Sicherheit und Selbstvorsorge

Wie können Menschen mit Behinderungen besser in den Katastrophenschutz eingebunden werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung im Marsilius-Kolleg der Universität Heidelberg.

Unter dem Motto (1,6 MB) „Inklusion in Katastrophen- und Notsituationen – Gemeinsam für mehr Sicherheit und Selbstvorsorge“ luden die kommunalen Behindertenbeauftragten des Rhein-Neckar-Kreises und der Stadt Heidelberg gemeinsam mit mehreren Partnern zu Vortrag und Podiumsdiskussion ein. Besucherinnen und Besucher konnten an Infoständen mit Expertinnen und Experten ins Gespräch kommen. Die Bewirtung übernahm das inklusive Projekt Heidelberger Glückskekse.

Nach den Grußworten referierten Dr. Friedrich Gabel von der Universität Tübingen und Marc Groß, Geschäftsführer des DRK-Landesverbandes, über das Projekt KIM („Katastrophenmanagement und Inklusion“). Anschließend diskutieren Fachleute und Betroffene auf dem Podium über Strategien, wie Katastrophenschutz inklusiver gestaltet werden kann. 

Die Veranstaltung wurde aufgenommen. 

Nun leitet Dr. Friedrich Gabel von der Universität Tübingen eine neue, sehr wichtige Studie zum Thema „Anforderungen eines inklusiven Katastrophenmanagements.“ Dabei ist er in hohem Maße auf die Mitwirkung von Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungsformen angewiesen. Der Link und eine Erläuterung zur Studie.

Wer sich eine Teilnahme vorstellen kann, soll sich per E-Mail mit Dr. Friedrich Gabel in Verbindung setzen.
 
Vielen Dank für die Unterstützung.

Pressemitteilung von Jürgen Dusel zum BGG-Änderungsentwurf der Bundesregierung: trotz punktueller Verbesserungen eine Gesetzesreform ohne Mut, Gestaltungswillen und Veränderungsbereitschaft

Das Bundeskabinett hat den Gesetzesentwurf zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) beschlossen. Im nächsten Schritt wird sich das Parlament mit diesem Regierungsentwurf befassen.

Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, kommentiert den Regierungsentwurf für die BGG-Reform. mehr dazu

Stellungnahme der Landesbehindertenbeauftragten Nora Welsch zum "Abschied vom Schlaraffenland"

Die pauschale Darstellung von Menschen mit Behinderung als zu teuer und für den Sozialstaat nicht mehr leistbar, ist mittlerweile auch zum Thema der politischen Mitte geworden. Menschen mit Behinderung als das große Übel für die schlechte finanzielle Situation der Kommunen zu benennen, ist falsch und spaltet die Gesellschaft. Menschen mit Behinderung wollen fair, barrierefrei und möglichst selbstbestimmt leben. Sie haben es verdient, dass ihre gewählten Vertreter sie dahingehend, auch unter großem finanziellem Druck, angemessen vertreten und ihre Situation ernst nehmen. 

Nora Welsch, die Beauftragte der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, mahnt aus aktuellem Anlass unpassende Aussagen kommunaler Entscheidungsträger zum Bundesteilhabegesetz an. mehr dazu

Landeszentrum Barrierefreiheit veröffentlicht zweiten Tätigkeitsbericht

2024 führte das Landeszentrum Barrierefreiheit (LZ-BARR) insgesamt 240 Beratungen sowie neun Schulungen und Sensibilisierungsangebote durch. Seine Schwerpunktbereiche waren dabei Gebäude, öffentlicher Raum und Mobilität, mediale Barrierefreiheit und Information und Kommunikation. Die umfangreichen Tätigkeiten zur Sensibilisierung für Barrierefreiheit hat das LZ-BARR nun in einem Bericht veröffentlicht.

Das Landeszentrum Barrierefreiheit, kurz: LZ-BARR, hat den Auftrag, bei der umfassenden barrierefreien Gestaltung der Umwelt in Baden-Württemberg zu unterstützen. Dadurch sollen ein selbstbestimmtes Leben und die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen verbessert und weiter vorangetrieben werden.

Neuerungen 2026 für schwerbehinderte Menschen und Verfahrensumstellung beim Pauschbetrag

Die Änderungen ab 2026 für schwerbehinderte Menschen sind umfassend. Mehrere Lebensbereiche sind betroffen.

So gibt es Neuregelungen zur Altersrente, steuerliche Änderungen, die Einführung digitaler Nachweise und der Ausbau der Barrierefreiheit. Auch wird in 2026 eine weitere Erhöhung der Ausgleichsabgabe für Unternehmen fällig, was für betriebliche Interessenvertretungen (Betriebs-/Personalräte und Schwerbehindertenvertretungen) eine wichtige Information sein kann. Diese Änderungen machen eine frühe Beratung, eine rechtzeitige Antragsstellung und die Umstellung auf digitale Verfahren besonders wichtig. mehr dazu

Neue Broschüre „Umgang mit Katastrophen oder extremen Situationen im Rhein-Neckar-Kreis“ in Leichter Sprache

„Umgang mit Katastrophen oder extremen Situationen in der Rhein-Neckar-Region“ lautet der Titel einer Infobroschüre, die unter der Herausgeberschaft des Rhein-Neckar-Kreises und des Zentrums für Inklusion neu erschienen ist. Der kompakte Ratgeber informiert darüber, was Katastrophen und Notfälle sind und welches Verhalten in der jeweiligen Situation für die eigene Sicherheit wichtig ist.

Im Vordergrund der Broschüre stehen Information, Aufklärung und die Botschaft, dass sich jeder Mensch auf Notsituationen vorbereiten kann. Angst und Hilflosigkeit sollen dadurch reduziert und die Selbstrettungsfähigkeit erhöht werden bis die Rettungskräfte vor Ort eintreffen. mehr dazu

Buchtipp "Die schönsten Spazierwege im Odenwald"

Aus der Region hält der Autor Manfred Giebenhain in seinen Bänden "Die schönsten Spazierwege im Odenwald" auch bislang wenig bekannte Weg- und Ortsbeschreibungen parat. Mittlerweile ist das Quartett perfekt. Hervorzuheben ist, dass mit den Büchern besonders Menschen mit Mobilitätseinschränkungen eine gute Gelegenheit erhalten, die Spazierwege im Odenwald näher kennenlernen zu können. mehr dazu

Fortbildungsangebote des Frauennotrufs Heidelberg für Fachkräfte in Einrichtungen der Behindertenhilfe

Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung sind überdurchschnittlich häufig von sexualisierter Gewalt betroffen. Gleichzeitig werden Ihre Bedarfe im Hilfesystem noch immer nicht ausreichend berücksichtigt. Mit der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland verpflichtet, Menschen mit Behinderung wirksam vor Gewalt zu schützen und gleichberechtigten Zugang zu Unterstützungsangeboten sicherzustellen. Für Einrichtungen bedeutet dies auch, präventive Strukturen zu schaffen und Schutzkonzepte verbindlich umzusetzen.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, arbeitet der Frauennotruf Heidelberg als spezialisierte Fachberatungsstelle zu sexualisierter Gewalt kontinuierlich daran, die Angebote zugänglicher zu gestalten. Außerdem werden Fortbildungen angeboten, um Fachkräfte in ihrer Verantwortung für Gewaltschutz zu unterstützen.

Neue Angebote des Frauennotruf Heidelberg:

Ein wichtiger Schritt ist der neue Flyer in Leichter Sprache. (2,9 MB) Er erklärt das Beratungsangebot klar, verständlich und ohne komplizierte Begriffe. So können auch Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen leichter Zugang zu Unterstützung finden. Gedruckte Exemplare versendet der Frauennotruf auf Wunsch gerne zu.

Fortbildungen & Gewaltschutzkonzepte für Einrichtungen Prävention beginnt dort, wo Menschen mit Behinderung leben und betreut werden. Deshalb bietet der Frauennotruf Fachkräfteteams spezialisierte Fortbildungen, Schulungen und Fachvorträge zu den Themen sexualisierte Gewalt, Prävention, Intervention und Schutzkonzepte in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung an. Ergänzend bieten wir auch eine prozessorientierte Begleitung bei der Entwicklung und Umsetzung individueller Gewaltschutzkonzepte an. Eine Übersicht über die Fortbildungsinhalte des Frauennotrufs.

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Verleihung der Ehrenamtsmedaillen am 20. November 2025

Die Stadt Heidelberg hat am Donnerstagabend, 20. November 2025, Bürgerinnen und Bürger mit der Ehrenamtsmedaille 2025 geehrt. Oberbürgermeister Eckart Würzner überreichte 29 Auszeichnungen an engagierte Menschen in den insgesamt 17 Heidelberger Stadtteilen. Weitere 12 Medaillen erhielten Gruppen von Engagierten sowie Einzelpersonen, die sich über ihren Stadtteil hinaus für ganz Heidelberg einsetzen - einige davon für die Belange von Menschen mit Behinderungen.

  • Heike Stahlmecke und Czeslaus Mandalka engagieren sich ehrenamtlich als Erste stellvertretende Vorsitzende und als Erster Vorsitzender im Beirat von Menschen mit Behinderungen (bmb). Beide waren bereits vor der aktuellen Legislaturperiode im Vorstand des Gremiums tätig. Der bmb ist seit 2008 die kommunale Interessenvertretung für mehr als 20.000 Menschen mit Behinderungen, die in Heidelberg leben. Das Gremium arbeitet eng mit der kommunalen Behindertenbeauftragten Christina Reiß zusammen und besteht aus 16 Menschen mit Behinderungen sowie einem Mitglied, das von der Liga der freien Wohlfahrtspflege bestimmt wird.
  • Hartmut Tiede engagiert sich seit mehr als fünf Jahren ehrenamtlich in unterschiedlichen Aufgabenbereichen und Tätigkeiten in der städtischen Seniorenarbeit. Mit großem Einsatz, außerordentlicher Flexibilität und viel Einfühlungsvermögen ist er dabei als Digital-Pate, Helfer bei Festen oder für kleine Nachbarschaftshilfen aktiv. Bei Ausflugsfahrten mit dem E-Bus des Projekts „Mobilität und Teilhabe für alte Menschen mit Einschränkungen in Heidelberg“ ist er als Fahrer und Begleitung für die hochaltrigen Teilnehmenden im Einsatz. Durch seine Tatkraft, seinen Humor und seine Gelassenheit ist er stets eine große Bereicherung.

Beauftragte des Bundes und der Länder: Beschluss der Hamburger Erklärung 6. November 2025: Digitale Teilhabe sicherstellen!

Die Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen haben in ihrer 70. Konferenz vom 4. bis 6. November 2025 die Hamburger Erklärung beschlossen.
 
Diese Erklärung sowie das Positionspapier zur Triage-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts sind unter folgendem Link abrufbar.

Nora Welsch, Beauftragte der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, sagt: „Wir verwenden das Internet zum Einkaufen, für die Kommunikation in der Familien-Chatgruppe, um ein Taxi zu bestellen und um uns zu orientieren. Alle diese Funktionen und viele mehr nutzen auch Menschen mit Behinderung – wenn sie denn können. Digitale Barrierefreiheit ist noch kein einheitlicher Standard trotz entsprechender Gesetze, die öffentliche Stellen und seit diesem Jahr auch private Anbieter zu digitaler Barrierefreiheit verpflichten. Wir brauchen ein faires und für alle zugängliches Internet, damit Menschen mit Behinderung am alltäglichen Leben teilnehmen können. Wenn wir das nicht sicherstellen droht ein gesellschaftlicher Ausschluss.“

Wochenarbeitszeit für schwerbehinderte Beamtinnen und Beamte soll von 40 auf 41 gesenkt werden

Bei der Landeshauptvorstandssitzung des BBW Beamtenbund Tarifunion war dies ein Thema: Die Wochenarbeitszeit. Diese soll im kommenden Jahr (wahrscheinlich sogar schon Anfang 2026) von 41 auf 40 Stunden für schwerbehinderte Beamtinnen und Beamte gesenkt werden.
 
Die AGSV BW hat sich für die Senkung der Wochenarbeitszeit schon seit vielen Jahren eingesetzt. Endlich hat es geklappt. Das ist erfreulich. mehr dazu

EuGH zu mittelbarer Diskriminierung am Arbeitsplatz: Schutz behin­derter Kinder erst­reckt sich auf die Eltern

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat klargestellt, dass Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen von Eltern behinderter Kinder anpassen müssen, damit diese ihre Kinder unterstützen können. Verweigert der Arbeitgeber angemessene Vorkehrungen, wie etwa die Anpassung der Arbeitszeiten, kann dies eine verbotene "Mitdiskriminierung" (Diskriminierung wegen der Behinderung des Kindes) darstellen. Diese Pflicht entfällt nur, wenn die Maßnahmen den Arbeitgeber unverhältnismäßig belasten würden. Diese Entscheidung stärkt die Rechte betroffener Beschäftigter und basiert maßgeblich auf der EU-Gleichbehandlungsrichtlinie ( Richtlinie 2000/78/EG).
 
Verständlich erklärt hier.
Hier geht es zum Volltext der Entscheidung. 

Kostenübernahme für Arbeitsassistenz auch bei elternzeitbedingter Reduzierung der Arbeitszeit

Das Verwaltungsgericht Mainz hat entschieden, dass die Kostenübernahme für eine notwendige Arbeitsassistenz durch das Integrationsamt auch bei einer elternzeitbedingten Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf unter 15 Stunden nicht entfällt. Das Gericht stellte klar, dass der ursprüngliche, vertraglich vereinbarte Arbeitsumfang (hier 20 Stunden) maßgeblich ist. Diese zukunftsweisende Entscheidung stärkt die Rechte schwerbehinderter Menschen erheblich, da sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (durch Elternzeit) fördert.
 
Zur Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Mainz der Entscheidung.
 
Die Pressemitteilung des Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Mainz.

Pflegegrad 1 streichen?

In der gemeinsamen Pressemitteilung vom 30. September fordern der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg und Sozialverband VdK anlässlich des Internationalen Tags der älteren Menschen (1.10.2025) die Landesregierung auf: Setzt euch in der Bund-Länder-Kommission für Selbstständigkeit und Teilhabe im Alter ein! Erhaltet den Pflegegrad 1! 

Pressemitteilung: So inklusiv sind deutsche Kommunen: Bundesweites Forschungsprojekt zeigt Hürden und Erfolgsfaktoren

Kommunen, die ausreichend barrierefreie Wohnungen bereitstellen, deren Ämter und Schulen für Menschen mit und ohne Behinderungen sowie jeden Alters gleichermaßen zugänglich sind und in denen flexible Unterstützungsdienste ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen -laut UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) müsste das in Deutschland überall der Fall sein. Seit 2009 ist die Konvention hierzulande geltendes Recht. Doch die Realität sieht vielerorts anders aus.

Wie setzen deutsche Kommunen die UN-BRK tatsächlich um, wie gelingt Inklusion vor Ort und zu welchen Maßnahmen sind Kommunen rechtlich verpflichtet? Diese Fragen untersucht das Forschungsprojekt „UN-Behindertenrechtskonvention in den Kommunen” des Deutschen Instituts für Menschenrechte und der Universität Siegen, dessen finale Untersuchungsergebnisse heute veröffentlicht wurden. mehr dazu

Der Klimawandel und Gefühle in Leichter Sprache erklärt

Der Klimawandel bewegt die Menschen und ist nicht immer für alle verständlich. Wie funktioniert der Klimawandel und was passiert gerade? In Leicher Sprache ist eine Broschüre über den Klimawandel und Gefühle entstanden. 

Das Umweltbundesamt hat zudem einen Ratgeber über mentale Gesundheit im Klimawandel herausgegeben.

Geschafft! Neue DIN-Norm gibt einheitliche Empfehlungen für Leichte Sprache vor

Es hat sehr lange gedauert, bis Leichte Sprache als wichtiger Beitrag für Teilhabe anerkannt wurde. Nun hat der DIN e.V. - das Institut, das für die bekannten DIN-Normen zuständig ist – die sog. DIN SPEC 33429 "Empfehlungen für Deutsche Leichte Sprache veröffentlicht. Damit stehen erstmals einheitliche Empfehlungen zur Deutschen Leichten Sprache zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ein Gesamtkonzept, das u.a. auch Hinweise zur visuellen Gestaltung von Schrift- und Bildsprache enthält. Die DIN-Norm ist als kostenlose PDF erhältlich. mehr dazu 
 

Neue Bildungsangebote von Mosaik Deutschland e. V.: Medienkompetenz & Meinungsbildung in unserer vielfältigen Gesellschaft stärken

In einer globalisierten und digital vernetzten Welt stehen uns heute mehr Informationskanäle zur Verfügung als je zuvor. Desinformationen, Hassgewalt und Algorithmen in den sozialen Medien bestimmen dabei zunehmend, was Menschen sehen und glauben. Dies führt häufig zu einer Verstärkung von Polarisierung und Abschottung in sogenannte „Bubbles“ – Informations- oder Filterblasen, die die Nutzer*innen von anderen Standpunkten isolieren.  

Das neue Projekt „Lasst die Bubble platzen! – Miteinander kontrovers im Dialog“ wird genau dort angesetzt: Die kostenfreien Bildungsangebote fördern die kritische Medien- und Informationskompetenz von Jugendlichen ab 14 Jahren und Erwachsenen.
Sensibilisieren für Desinformationsstrategien, den Einfluss sozialer Medien und die Bedeutung mehrsprachiger Perspektiven im gesellschaftlichen Diskurs.


Die interaktiven Workshops

  • stoßen eine kritische Reflektion des eigenen Medienkonsums an
  • geben Werkzeuge mit für den Umgang mit Desinformation und Hassgewalt im Netz
  • beziehen postmigrantische und mehrsprachige Lebensrealitäten mit ein
  • bieten praxisnahe Ansätze für Schulen, Jugendeinrichtungen und Erwachsenenbildung

Die Formate sind für Schüler*innen ab der Mittelstufe und Jugendliche ab 14 Jahren und Multiplikator*innen, wie pädagogische Fachkräfte, Ehrenamtliche und erwachsene Interessierte konzipiert. Sie können ab sofort gebucht werden.
Mehr Informationen auf der Website von Mosaik Deutschland

Bei Interesse oder Fragen melden steht die Projektleiterin Jana Aslan-Moor gerne zur Verfügung. 

Warum ist die AfD gefährlich? das Deutsche Institut für Menschenrechte informiert in Einfacher und Leichter Sprache

Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat zwei Publikationen mit dem Titel „Warum ist die AfD gefährlich?“ in Einfacher und in Leichter Sprache veröffentlicht.

Sie sollen verdeutlichen, wie sehr sich die rechtsextreme AfD seit ihrer Gründung 2013 radikalisiert hat und welche Gefahr von der Partei für Demokratie und Menschenrechte ausgeht. Das wird in der öffentlichen Debatte bisher nicht ausreichend klar. mehr dazu

Mehr barrierefreien Wohnraum schaffen! Dokumentation der Fachkonferenz der Bundesfachstelle Barrierefreiheit veröffentlicht

Mehr barrierefreien Wohnraum schaffen? – Antworten auf diese Frage sind in der umfangreichen Dokumentation auf der Website der Bundesfachstelle Barrierefreiheit abrufbar.

Die neue Fachpublikation dokumentiert die Inhalte, Erfahrungen und Erkenntnisse der Fachkonferenz „Mehr barrierefreien Wohnraum schaffen!“, die die Bundesfachstelle Barrierefreiheit im Februar 2024 in Erfurt veranstaltet hatte. Diese Veröffentlichung ist mehr als nur die Dokumentation der auf der Konferenz vorgestellten Projekte: Sie zeigt die grundlegenden, konkreten Bedarfe zur Schaffung von mehr barrierefreiem Wohnraum und stellt diesen Lösungsansätze gegenüber.

Bei der Konferenz wurden Menschen zusammengebracht, die die Herausforderungen vor Ort kennen und schon seit Jahren versuchen, mehr barrierefreien Wohnraum zu schaffen. Die Expertinnen und Experten teilten ihr Wissen aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen und stellten beispielhafte Projekte für barrierefreies Bauen im Neubau und Bestand vor. Dabei wurden innovative Lösungen aufgezeigt, die es wert sind, verbreitet und auch in anderen Regionen umgesetzt zu werden.

Die Projektbeispiele, Expertisen und allgemeinen Lösungsansätze unserer Dokumentation sollen Mut machen, eigene Wege für die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum zu finden

Notfall-App NORA

Im Notfall Hilfe rufen zu können, ist wichtig.

Damit auch Menschen, die nicht oder nicht gut telefonieren können, haben die Bundesländer die Notruf App NORA entwickelt. Wie es funktioniert ist auch in Leichter Sprache beschrieben.

Weil diese aber missbräuchlich genutzt wurde, war die App einige Zeit nicht abrufbar. Jetzt gibt es sie wieder bei Apple Play und im Google Play Store. Um Missbrauch auszuschließen, ist nun eine Registrierung über das Post Ident Verfahren erforderlich. mehr dazu

Interessante aktuelle Termine

Hier finden Sie Veranstaltungen rund um die Themen Inklusion, Behinderung und chronische Erkrankung. mehr dazu

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