Meldung vom 03. November 2026
„Wenn jeder Schultag zählt“: Stadt Heidelberg veranstaltet Fachtag Schulabsentismus
Fehlzeiten von Schülerinnen und Schülern nehmen bundesweit zu und stellen Schulen, Familien, Jugendhilfe und Politik vor große Herausforderungen. Hinter Schulabsentismus verbergen sich oft komplexe individuelle, familiäre oder gesellschaftliche Ursachen. Wie betroffene Kinder und Jugendliche frühzeitig unterstützt werden können und welche Konzepte sich in der Praxis bewährt haben, steht im Mittelpunkt des Heidelberger Fachtags „Schulabsentismus“ am Mittwoch, 11. November 2026, zu dem das Amt für Schule und Bildung der Stadt Heidelberg Fachpublikum in die Südstadt-Chapel, Rheinstraße 12/4, eingeladen hat. Was kann Schule leisten, wo braucht es Unterstützung von außen und welche Ansätze haben sich bewährt? Darüber sprechen Fachleute aus Wissenschaft, Schule, Schulpsychologie, Jugendhilfe und Verwaltung. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus der Praxis und die Frage, wie Zusammenarbeit gelingen kann. Eröffnet wird die Fachtagung von Bürgermeisterin Stefanie Jansen, Dezernentin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit der Stadt Heidelberg. Den fachlichen Auftakt gestaltet der Leipziger Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Heinrich Ricking, einer der profiliertesten Experten auf diesem Gebiet. Unter dem Titel „Jeder Schultag zählt: Schulabsentismus verstehen und wirksam handeln“ beleuchtet er unterschiedliche Erscheinungsformen des Schulabsentismus, deren Hintergründe sowie erfolgversprechende Präventions- und Interventionsstrategien. Anschließend stehen in Workshopformaten Praxisbeispiele und konkrete Lösungsansätze im Mittelpunkt. Vorgestellt werden unter anderem das Absentismuskonzept der Max-Hachenburg-Schule Mannheim, erfolgreiche Strategien der Sophie-Scholl-Realschule Karlsruhe, die Heidelberger Modellprojekte gegen Schulabsentismus sowie Beratungsangebote der Schulpsychologischen Beratungsstelle Heidelberg. Auch Wissenschaft und Bildungspolitik bringen ihre Perspektiven ein. Mitarbeitende des Kultusministeriums Baden-Württemberg diskutieren gemeinsam mit den Teilnehmenden über wirksame Präventions- und Interventionsmaßnahmen. Dr. Lukas Kleinhenz von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg eröffnet zudem einen wissenschaftlichen Blick auf Schulabsentismus aus der Perspektive von Resonanz und Entfremdung. Die Stadt Heidelberg setzt mit dem Fachtag bewusst auf Vernetzung. Denn die Erfahrung zeigt: Schulabsentismus lässt sich nur dort nachhaltig begegnen, wo Schulen, Eltern, Jugendhilfe, Beratungseinrichtungen und Verwaltung gemeinsam handeln. Der Fachtag soll dazu beitragen, erfolgreiche Ansätze bekannt zu machen und neue Impulse für die Praxis zu entwickeln.