rnv-Betriebshof
Fläche im Wieblinger Weg soll angekauft werden
Für einen starken Nahverkehr braucht es einen modernen, gut funktionierenden Betriebshof mit Werkstätten, Abstellanlagen für Busse und Bahnen, ausreichend Platz für die Verwaltung und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine öffentlich zugängliche Kantine und Stellplätze für Mitarbeitende. Der Heidelberger rnv-Betriebshof soll nun an einem neuen Standort entwickelt werden. Die Planungen für einen Neubau am bisherigen Standort in der Bergheimer Straße werden nicht weiterverfolgt.
Der Heidelberger Gemeinderat hat am Donnerstag, 23. Juli 2026, in nichtöffentlicher Sitzung dem Vorschlag von Stadt Heidelberg, Heidelberger Straßen- und Bergbahn GmbH (HSB) und Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) zugestimmt, dass für die Maßnahme die Fläche des derzeitigen Hornbach-Baumarktes im Wieblinger Weg angekauft werden soll.
Das ist geplant
Das Grundstück im Wieblinger Weg 94 bis 98 befindet sich in einem ausgewiesenen Gewerbegebiet in zentraler Lage des Straßenbahnnetzes, mit schneller Anschlussmöglichkeit an das rnv-Streckennetz. Das Grundstück ist mit einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern und einem quadratischen Zuschnitt sehr gut für die Anforderungen geeignet. Dank der Größe könnten auch künftige Betriebsbestandteile integriert werden.
Aufgrund der bereits bestehenden Nutzung ist keine Neuversiegelung erforderlich. Die Fläche befindet sich zudem in direkter Nachbarschaft zum Wasserstoff-Betriebshof der rnv und nahe der geplanten Abstellanlage bei der Berufsschule, wodurch weitere betriebliche Synergien geschaffen werden können.
Für die Planung inklusive zu erfolgender Planfeststellung wird ein Zeitraum von vier bis fünf Jahren erwartet. Mit einem Baubeginn ist demnach frühestens 2030 zu rechnen.
Kostensteigerungen am Altstandort in der Bergheimer Straße
Der Gemeinderat hatte 2024 ein Konzept zum Neubau eines Betriebshofes am bestehenden Standort in der Bergheimer Straße beschlossen. Die Investitionskosten für den zweigeschossigen Ausbau wurden zuletzt mit 126 Millionen Euro benannt. Abzüglich Förderung lägen die benötigten Eigenmittel der Stadt bei rund 51,9 Millionen Euro, wobei weitere Kostensteigerungen erwartet wurden. Aufgrund der erheblichen Aufwendungen und Risiken für einen Bau bei laufendem Betrieb sowie der angespannten Haushaltslage der Stadt wurde die Suche nach einem neuen, kostengünstigeren Standort intensiviert.
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