Aktuelles
Stellen-Ausschreibungen für ein neues Projekt des Vereins zur beruflichen Integration und Qualifizierung e.V. (VbI) am Standort Sinsheim
Der Verein zur beruflichen Integration und Qualifizierung e.V. (VbI) ist ein gemeinnütziger Beschäftigungsträger und sozialer Dienstleister in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis. Am Standort Sinsheim wird das Projekt TaBeA (Tagesstrukturierende Beschäftigung mit Anschlussperspektive) angeboten. Dieses Projekt richtet sich an Menschen im SGB II-Bezug, die über tagesstrukturierende Tätigkeitsangebote wieder schrittweise in Arbeit integriert werden.
Lust auf:
• Soziale Arbeit aus Überzeugung
• Umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten
• Hohe Flexibilität
• Kleines Team
Zum 1. September sind in Sinsheim zwei Stellen zu besetzen:
• Arbeitserzieherin / Arbeitsanleiterin (w/m/d) für die Betreuung und künstlerisch / handwerkliche Anleitung von langzeitarbeitslosen Menschen im SGB II Bezug
• Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin (w/m/d) (oder vergleichbar)
Als Teil des vierköpfigen Teams vor Ort wären die Aufgaben die sozialpädagogische Betreuung und Beratung, sowie die Vermittlung in Arbeit. mehr dazu
Land stärkt Hitzeschutz - BWKG Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG) tritt Aktionsbündnis bei
Auch wenn sich viele auf die steigenden Temperaturen in den Sommermonaten freuen - Hitze belastet den Körper und kann eine ernsthafte gesundheitliche Gefahr darstellen.
Mechanismen zur Wärmeanpassung des Körpers wie Schwitzen und erhöhte Durchblutung erhöhen den Energie-, Wasser- und Salzbedarf. Insbesondere Hitzewellen mit mehreren sehr heißen Tagen und warmen Nächten, die keine Abkühlung bringen, stellen den Körper vor eine Herausforderung.
In der Pressemitteilung des Sozialministeriums wird dieses Thema beleuchtet. Für Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand ist klar: „Hitze ist längst kein reines Wetterthema mehr, sondern eine der größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit.“ Kliniken und Pflegeeinrichtungen stellt dies vor neue Herausforderungen.
Weitere Informationen zu Hitze und dem Schutz davor hat das Landesgesundheitsamt herausgegeben. Ein Video in Deutscher Gebärdensprache ist auf der Seite eingebunden.
Der Sozialverband VdK Ortsverband Sindelfingen informiert mit dem Infoblatt „Hitze – was besonders empfindliche Menschen jetzt wissen sollten" über das Verhalten bei den hohen Temperaturen. Es richtet sich an ältere Menschen, an Menschen mit Behinderungen oder Vorerkrankungen und an pflegende Angehörige. Behandelt werden die Wohnung, das Trinken, der Umgang mit Medikamenten bei Hitze und die Warnzeichen eines Hitzenotfalls.
Landesfamilienpass 2026: Mit neuen Vergünstigungen die Ferien genießen
Mit dem Landesfamilienpass und der dazu gehörigen Gutscheinkarte können Familien zahlreiche staatlichen Schlösser, Gärten und Museen unentgeltlich beziehungsweise zu einem ermäßigten Eintritt besuchen. Für 2026 sind weitere interessante Vergünstigungen dazugekommen. Wer die Ferien zu Hause verbringt, kann das Salzbergwerk in Bad Friedrichshall besuchen, das auch in der Tiefe barrierefreie Rundgänge für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl anbietet. mehr dazu
BiBeZ e.V.: Vorstandsmitglied gesucht - Engagement für Teilhabe
Zum Jahresende 2026 sucht der BiBeZ e.V. zwei Vorstandsmitglieder (idealerweise zwei Frauen) mit Fokus auf Frauen mit Behinderung und chronischer Erkrankung.
Selbst von Behinderung/chronischer Erkrankung betroffen? Die persönliche Perspektive einbringen – und Barrierefreiheit aktiv mitgestalten. Die jährlichen Mitgliederversammlung und ein regelmäßiger Austausch mit dem BiBeZ-Team gehören dazu. Eine Unterstützung ggf. bei öffentlichen Veranstaltungen und PR-Angelegenheiten wären super.
Engagement, Empathie, Teamgeist und Offenheit für neue Ideen werden erwartet, zudem Diskretion, Zuverlässigkeit und Kommunikationsfreude. Bereitschaft zu ehrenamtlicher Vorstandsarbeit; der Umfang wird flexibel nach den jeweiligen Möglichkeiten abgestimmt. Die Stellenausschreibung (82 KB) gibt weitere Informationen zum Tätigkeitsbereich.
Eine kurze Rückmeldung mit kurzer Vorstellung, der Motivation und den zeitlichen Kapazitäten können per E-Mail versendet werden oder telefonisch unter 06221 600 908.
Die Plattform VerkehrsInfo BW hilft nun auch bei der Suche nach Rollstuhl-Parkplätzen
Die Landesverkehrsministerin Nicole Razavi stellte die neuen Funktionen der Plattform VerkehrsInfo BW vor. Diese ist vollständig webbasiert und stellt Verkehrs- und Mobilitätsinformationen übersichtlich und in Echtzeit bereit. Die Anwendung ist für die Nutzung auf Smartphones, Tablets und Desktop-Computern optimiert. Eine Installation von Apps ist künftig nicht mehr erforderlich. Neben den bisherigen Funktionen wie Infos zu Baustellen und Staus, gibt es nun auch Infos zu E-Ladestationen sowie Parkplätzen.
Über eine Filterfunktion lassen sich Rolliparkplätze suchen und finden. Ein paar Nachbesserungen sind noch nötig, aber die Richtung stimmt. Mehr dazu
Neue Handreichung Inklusive Mädchen*arbeit
Inklusive Mädchen*arbeit beginnt mit der Bereitschaft, Barrieren abzubauen und Räume zu schaffen, in denen alle Mädchen* von Anfang an mitgedacht werden und aktiv mitgestalten können. Doch wie gelingt das bei oft herausfordernden Arbeitsbedingungen? Wie können Rahmenbedingungen beeinflusst und Haltungen so verändert werden, dass Inklusion zu einer gelebten Praxis wird?
Um bei dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen, wurde die Handreichung "Und jetzt (wirklich) alle! Inklusive Mädchen*arbeit gestalten" erstellt.
Die Publikation kann entweder als barrierefreie PDF heruntergeladen (3.8 MB) werden oder als Printausgabe per E-Mail an bestellt werden.
Die Petition "Nicht am Menschen sparen – Bürokratie im Sozialbereich abbauen!" braucht Unterstützung
Das Bündnis für Bürokratieabbau hat die Petition "Nicht am Menschen sparen – Bürokratie im Sozialbereich abbauen!" gestartet und braucht noch ganz viel Unterstützung.
Die öffentlichen Haushalte stehen unter Druck. Doch die geplanten Einsparungen treffen oft die Falschen: Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.
Gleichzeitig wächst ein anderes Problem: Bürokratie bindet immer mehr Zeit, Geld und Energie.
Statt Hilfe zu leisten, kämpfen viele Einrichtungen mit Formularen, Nachweisen und komplizierten Verfahren.
Was wird gefordert? Weniger Bürokratie - mehr Zeit für Menschen - soziale Leistungen sichern
Die Studie: Inklusive Bildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Die Zahl der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist in den letzten Jahren gestiegen. 60 Prozent von ihnen finden sich in Förderschulen wieder.
Für die Studie „Inklusive Bildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ hat das Institut für Menschenrechte erstmals im Sommer 2025 deutschlandweit rund 7.500 Eltern von Kindern mit Behinderungen zu ihren Erfahrungen mit der schulischen Bildung ihrer Kinder befragt.
Dabei lehnen 82 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder mit Behinderungen getrennten Unterricht ab, was das Ergebnis aus der Befragung in der aktuelle Studie zeigt. mehr dazu
25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn - Jubiläumsausstellung vom 28. Juni 2026 bis 31. Januar 2027
2026 feiert das Museum Sammlung Prinzhorn des Universitätsklinikums Heidelberg sein 25- jähriges Bestehen. Die Jubiläumsausstellung „Alles Kunst?“ rückt eine Frage in den Fokus, die das Haus seit seiner Gründung begleitet: Wie lassen sich bildkünstlerische Werke aus psychiatrischem Kontext ausstellen, von denen viele ursprünglich nie für die Öffentlichkeit bestimmt waren oder nicht als Kunst erschaffen wurden?
Die Schau präsentiert ikonische Arbeiten der Sammlung, die auf Kunst von Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung spezialisiert ist, in neuer Weise. mehr dazu
Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg: Anspruch auf Förderung in einer Kindertageseinrichtung
Der 12. Senat des Verwaltungsgerichtshofs BW (VGH) hat vergangene Woche ein Urteil mit großer Wirkung gefällt: Die heute fünfjährige Klägerin, die mit dem Angelman-Syndrom lebt, wird in ihrer Kindertageseinrichtung montags bis donnerstags von 8:30 bis 15:15 Uhr und freitags von 8:30 bis 11:55 Uhr betreut. Mit ihrer Klage vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe (VG) hat sie geltend gemacht, dass sie gegen die Stadt Heidelberg (Stadt) als örtliche Trägerin der öffentlichen Jugendhilfe einen Anspruch habe, auch an Freitagen im Umfang von mindestens fünf Stunden betreut und gefördert zu werden. Die Stadt hat dem entgegengehalten, es sei ausreichend, dass die Klägerin insgesamt sogar knapp 30,5 Stunden in der Woche gefördert werde.
Der VGH BW hat nun entschieden, dass auch einem Kind mit besonderem Förderbedarf ein Anspruch auf Betreuung in einer Kindertageseinrichtung im Umfang von fünf Stunden täglich (montags bis freitags) zusteht. Mehr dazu
10 Jahre kommunale Behindertenbeauftragte (KBB) in Baden-Württemberg
Die Jubiläumsbroschüre (4.7 MB) zum 10. Geburtstag zeigt die Vielfalt der Aufgaben der Kommunalen Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen im Land und stellt umgesetzte Herzens- und Leuchtturmprojekte von gelebter Inklusion und barrierefreien Maßnahmen vor. Die Projekte machen deutlich, wie vielfältig und wirkungsvoll kommunale Arbeit für Inklusion sein kann.
Soll eine Idee im eigenen Land- oder Stadtkreis umgesetzt werden? Im Rahmen interkommunaler Zusammenarbeit stehen die jeweiligen KBBs beratend zur Seite. Das Rad muss nicht neu erfunden werden. Inklusion und Barrierefreiheit sind keine Kostenfrage, sondern eine Frage der inneren Haltung. Diese Broschüre möchte dazu anregen, sich gemeinsam auf den Weg zu machen.
Schlichtungsstelle BGG legt Jahresbericht 2025 vor
Der neunte Jahresbericht der Schlichtungsstelle nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) - kurz Schlichtungsstelle BGG - ist veröffentlicht. Die Zahl der eingegangenen Anträge bei der Schlichtungsstelle BGG ist 2025 weiter stark angestiegen: Im Berichtsjahr gingen 436 Anträge auf Schlichtung ein, das ist ein Anstieg um 32 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzt sich die steigende Tendenz aus den Jahren davor fort.
Die Schlichtungsstelle BGG bietet Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, in Konflikten vor allem mit öffentlichen Stellen des Bundes konkret zu helfen – vor allem wenn es um Fragen der Barrierefreiheit und Benachteiligung geht – und sich ohne Gericht zu einigen. Mittlerweile hat sie seit ihrem Bestehen 2016 insgesamt mehr als 2.150 Anträge (Stand Juni 2026) bearbeitet.
2025 konnte bei 71 % der Verfahren, die nicht - beispielsweise wegen Unzuständigkeit - vorzeitig beendet wurden, eine gütliche Einigung erzielt werden.
Der komplette Jahresbericht 2025 der Schlichtungsstelle BGG ist auf der Website der Schlichtungsstelle BGG abrufbar. Darüber hinaus gibt es dort eine Fassung in Leichter Sprache und in Deutscher Gebärdensprache.
Befreiungen und Vergünstigungen für Schwerbehinderte – das steht Betroffenen 2026 zu
In Deutschland leben Millionen Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung, doch viele sind sich der finanziellen Vorteile, die ihnen zustehen, nicht bewusst. Ein Überblick über die aktuellen Regelungen zeigt, dass Personen mit den passenden Merkzeichen im Ausweis im Jahr 2026 an vielen Stellen erheblich sparen können.
Erleichterungen beim Rundfunkbeitrag, im Nahverkehr oder beim Finanzamt – schwerbehinderte Menschen haben mehr Rechte, als viele von ihnen wissen. mehr dazu
Aktion Mensch schlägt Alarm: Gesellschaftlicher Zusammenhalt bröckelt – Menschen mit Behinderung trifft es zuerst
Menschen mit Behinderung erleben in nahezu allen Lebensbereichen weniger Zugehörigkeit als die Gesamtbevölkerung. Sie verfügen seltener über stabile Unterstützungsnetzwerke und nehmen die Gesellschaft deutlich stärker als gespalten wahr.
Das belegt eine Studie der Aktion Mensch unter Menschen mit Behinderung zu ihren Erfahrungen in Bezug auf Teilhabe, Vertrauen und Demokratie. Inhaltlich orientiert sich die Erhebung an der bevölkerungsrepräsentativen Zusammenhaltsstudie von ARD, ZDF und Deutschlandradio, um die Ergebnisse, mit denen der Gesamtbevölkerung vergleichen zu können.
Aktion Mensch fordert, Inklusion und Barrierefreiheit bei der aktuellen Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) verpflichtend zu berücksichtigen. mehr dazu
Neues Förderprogramm "Inklusionstaler" zur Stärkung von Teilhabe und Empowerment von Menschen mit Behinderungen vor Ort
Mit dem neuen Förderprogramm erhalten zivilgesellschaftliche Gruppen in Baden-Württemberg die Möglichkeit, finanzielle Unterstützung für Projekte zu beantragen, die die Teilhabe und das Empowerment von Menschen mit Behinderungen vor Ort stärken. Das Programm ist Teil des Landesaktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) 2.0 und wird vom Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg gefördert.
Gefördert werden Sach- und Honorarkosten mit bis zu 2.000 Euro pro Projekt. Unterstützt werden unter anderem:
- Herstellung von Barrierefreiheit & Abbau von Barrieren jeglicher Art
- Zugang zu Kultur-, Bildungs-, Freizeit- & Sportangeboten
- Maßnahmen zur Sensibilisierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen.
- Organisationsentwicklung, Vernetzung, Koordination
- Durchführung von Veranstaltungen, Ausstellungen, Workshops, Fortbildungen & Qualifizierungsangeboten
Weitere Informationen zum Förderprogramm sind auf der Website von Allianz für Beteiligung sowie in der Pressemitteilung des Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg hinterlegt.
Hinweis auf eine Studie des Deutschen Instituts für Menschenrechte
Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat eine Analyse zum Verhältnis der AfD zu Menschen mit Behinderungen veröffentlicht. Mehrere Sozial- und Behindertenverbände haben in der Vergangenheit auf dieses Thema hingewiesen.
Die vollständige Einordnung und Argumentation können der verlinkten Analyse entnommen werden.
Celler Erklärung vom 8. Mai 2026: Europa in die Pflicht nehmen: Inklusion ist ein Menschenrecht – Bewusstseinsbildung strategisch verankern und umsetzen
Anlässlich des Europatages am 9. Mai 2026 veröffentlicht die Konferenz der Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen (KBB) ihr Positionspapier „Europa in die Pflicht nehmen: Inklusion ist ein Menschenrecht – Bewusstseinsbildung strategisch verankern und umsetzen“. Damit fordert die KBB die Institutionen der Europäischen Union dazu auf, die Umsetzung von Inklusion auf EU-Ebene deutlich zu stärken. Am 22. und 23. April 2026 fand das 71. Treffen der KBB in Celle statt. Dort wurde die Celler Erklärung verabschiedet.
Die Celler Erklärung in Alltagssprache und in DGS abrufbar. mehr dazu
Die Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen veröffentlichten zum Abschluss ihres 71. Treffens in Celle am 22./ 23. April 2026 eine gemeinsame Position zu den diskutierten Leistungskürzungen. Damit nehmen sie Bezug auf das geleakte Arbeitspapier „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ vom 25. März 2026, das von einer Arbeitsgruppe aus Bund, Ländern und Kommunen verfasst wurde.
Die Kürzungsüberlegungen lassen weitreichende Einschnitte in der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen erwarten. Die Vorschläge würden zu unzumutbaren Folgen in der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen führen. Deutlich ist, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht mit den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) vereinbar wären. mehr dazu
Veröffentlichung Empfehlungs- und Forderungspapier zu einem inklusiven Katastrophenmanagement
Katastrophen und Extremereignisse stellen unsere Gesellschaft vor wachsende Herausforderungen. Die jüngsten Entwicklungen – von Hochwasserereignissen bis zu Hitzewellen – zeigen deutlich, dass ein vorausschauendes und inklusives Katastrophenmanagement unverzichtbar ist.
„Vor diesem Hintergrund wurde im Rhein-Neckar-Kreis vom Arbeitskreis für inklusiven Umgang mit Extrem- und Notsituationen (AkiEN) ein Forderungs- und Empfehlungspapier erarbeitet“, erläutert Silke Ssymank, Kommunale Behindertenbeauftragte des Rhein-Neckar-Kreises. Kern des Papiers sind elf Forderungen zur Erreichung eines inklusiven Katastrophenmanagements mehr dazu
Konferenz der Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen (KBB) positioniert sich zur Diskussion um Leistungskürzungen
Die Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen veröffentlichen zum Abschluss ihres 71. Treffens in Celle am 22./ 23. April 2026 eine gemeinsame Position zu den diskutierten Leistungskürzungen. Damit nehmen sie Bezug auf das geleakte Arbeitspapier „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ vom 25. März 2026, das von einer Arbeitsgruppe aus Bund, Ländern und Kommunen verfasst wurde.
Die Kürzungsüberlegungen lassen weitreichende Einschnitte in der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen erwarten. Die Vorschläge würden zu unzumutbaren Einschnitten in der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen führen. Deutlich ist, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht mit den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) vereinbar wären.
Besonders problematisch ist die geforderte Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts, das Grundlage für eine selbstbestimmte Lebensführung von Menschen mit Behinderungen ist. Zudem wird das Ziel des Bürokratieabbaus kaum angegangen, dafür aber die Beschneidung der Rechte von Menschen mit Behinderungen forciert. Einige der Vorschläge, wie die Absenkung der Vermögensfreigrenzen in der Eingliederungshilfe, stehen sogar im Widerspruch zum erklärten Anliegen des Bürokratieabbaus. Andere Vorschläge lasten unerledigte Aufgaben wie den barrierefreien Ausbau des ÖPNV den Menschen mit Behinderungen an oder würden Folgekosten generieren, die weit über möglichen Einsparungen stünden.
Neben dem Positionspapier der KBB veröffentlichen die Beauftragten eine detaillierte Bewertung der Einsparvorschläge von Bund, Ländern und Kommunen sowie damit verbundene Gegenvorschläge.
Unterstützungsangebote der Projektfachstelle Inklusion
Die Projektfachstelle Inklusion, gegründet am 1. März 2021, dient als zentraler Knotenpunkt für alle Belange rund um Inklusion innerhalb der Kinder- und Jugendarbeit in Baden-Württemberg. Als Schnittstelle zwischen der praktischen Jugendarbeit und politischen Entscheidungsträgern hat sie sich als unverzichtbarer Partner und Berater etabliert. Sie umfasst eine breite Palette an Zuständigkeiten und unterstützt Einrichtungen und Fachkräfte in offener, verbandlicher, kommunaler und mobiler Jugendarbeit.
Kürzungen des Bundes im Bereich Kinder- und Jugendhilfe und Eingliederungshilfe - Paritätischer enthüllt internes Arbeitspapier
Dem Paritätischen Gesamtverband liegt ein internes Arbeitspapier vor, das belegt: Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände diskutieren im Verborgenen drastische Kürzungen bei Leistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen. mehr dazu
Neue Empfehlungen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Kommunen
Im Anschluss an das Projekt „UN-BRK in den Kommunen“ veröffentlicht die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention gemeinsam mit dem ZPE der Universität Siegen (ZPE) Handlungsempfehlungen für die Unterstützung von Kommunen bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK):
Im Mittelpunkt stehen die Handlungsmöglichkeiten und Verantwortlichkeiten von Bund, Ländern und Kommunen sowie weiteren Akteuren zur Förderung der Inklusion und gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Menschen mit Behinderungen, auch in Leicher Sprache. mehr dazu
Die Empfehlungen basieren auf den Ergebnissen des Projekts „UN-Behindertenrechtskonvention in den Kommunen“, welches das ZPE und die Monitoring-Stelle UN-BRK zwischen 2022 und 2025 in Förderung durch das BMAS durchführte. Weitere Projektergebnisse können Sie auf der Webseite des Deutschen Instituts für Menschenrechte einsehen:
17 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention - Wie sieht es in der Arbeitswelt aus?
Die UN-Behindertenrechtskonvention ist keine Spezialkonvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, sondern sie konkretisiert die bereits anerkannten allgemeinen Menschenrechte aus anderen Menschenrechtsübereinkommen auf die Situation von Menschen mit Behinderungen. Hintergrund für das Entstehen der Konvention war die weltweite Erfahrung, dass Menschen mit Behinderungen nicht ausreichend vor Diskriminierung und Ausgrenzung geschützt worden sind – und immer noch werden.
Am 26. März jährte sich in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention zum 17. Mal. Wie ist der Stand in der Gesellschaft und wie sieht es mit der Inklusion in der Arbeitswelt aus?
Anlässlich des Jahrestags haben das SWR Data Lab und MDR Data einige der größten Arbeitgeber in Baden-Württemberg und alle 40 Dax-Konzerne gefragt, ob sie diese Quote erfüllen. Das Ergebnis zeigt, dass kaum ein Arbeitgeber die gesetzliche Vorgabe erfüllt. mehr dazu
Information zum öffentlich geförderten Projekt GaViD-Sinne: Neues, kostenloses Angebot für Menschen mit (Verdacht auf) Hör-/Sehbehinderung und Taubblindheit
Was ist GaViD-Sinne?*
Mit dem Projekt GaViD-Sinne (Ganzheitliche Versorgungsstützpunkte und interdisziplinäre Diagnostik für Menschen mit Hörsehbehinderung/Taubblindheit) entsteht ein bisher einmaliges Angebot zur Verbesserung der Versorgung und der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen beider Fernsinne.
Ziel des Projekts ist es, die medizinische Versorgung sowie die gesundheitliche Lebensqualität von Menschen mit (Verdacht auf) Hörsehbehinderung oder Taubblindheit deutlich zu verbessern. Das neue Versorgungsangebot wird wissenschaftlich evaluiert.
GaViD-Stützpunkt Stuttgart:
Am 01. Dezember 2025 hat der Diagnostik- und Versorgungsstützpunkt des Projekts GaViD-Sinne der Stiftung Nikolauspflege sein Angebot in der Fritz-Elsas-Str. 40 in Stuttgart eröffnet.
Dort erhalten Teilnehmende nach ausführlichen Vorgesprächen einen Termin zur interdisziplinären Diagnostik in den Bereichen Hören, Sehen und Kommunikation.
Unser Partner ist das Universitätsklinikum Tübingen (HNO-Klinik und Hörzentrum sowie Augenklinik und Sehbehindertenambulanz). mehr dazu
Fragen jeglicher Art können direkt an die Mitarbeiterinnen des GaViD-Sinne-Projekts in Stuttgart gestellt werden, per E-Mail oder telefonisch unter der Nummer 0711 6564 858.
*Das Projekt wird vom Innovationsfond des Gemeinsamen Bundesauschuss (G-BA) mit dem Kennzeichen 01NVF23101 gefördert. mehr dazu
Keine Inklusion ist zu teuer: Teilhabe ist Menschenrecht – keine freiwillige Wohltat!
Die „AG Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit Baden-Württemberg“ ist ein freies Netzwerk von mehreren landesweiten, regionalen und lokalen Organisationen und Fachpersonen, das sich aus verschiedenen Perspektiven der Kinder- und Jugendarbeit und der Behindertenhilfe zusammensetzt und austauscht.
Sie hat eine Stellungnahme (200 KB) (auch in vereinfachter Sprache), zur aktuellen Debatte um die Finanzierbarkeit von inklusiven Angeboten erarbeitet.
Grundaussagen der Stellungnahme sind:
- Inklusion ist ein Menschenrecht und keine freiwillige Leistung.
- Leistungen dürfen nicht gegen andere gesellschaftliche staatliche „Kosten“ ausgespielt werden.
- Im Sinne des "Nichts über uns ohne uns"- Grundsatzes müssen ALLE Kinder und Jugendlichen beteiligt werden.
Die Projektfachstelle Inklusion hat für die AG Inklusion übernommen, das Papier auf der LAGO-Homepage zu veröffentlichen. mehr dazu
Es gibt die Möglichkeit, die Stellungnahme als Organisation oder Person zu unterzeichnen. Diesen Service übernimmt die Projektfachstelle Inklusion. Kontakt gerne per E-Mail, mit der Mitteilung, in welcher Form der Name ergänzt werden soll.
Klimaanpassungen in sozialen Einrichtungen: Paritätischer sieht Klärungsbedarf bei der Förderung investiver Maßnahmen
Die zunehmenden Auswirkungen der Klimaerhitzung sind in Deutschland längst spürbar. Hitzewellen, Dürren, Starkregen und Sturzfluten kommen häufiger vor, dauern länger an und nehmen an Intensität zu. Soziale Einrichtungen sind in besonderem Maße von diesen Auswirkungen betroffen, denn dort werden kranke, pflegebedürftige und alte Menschen, aber auch Kinder und Jugendliche, geflüchtete sowie wohnungslose Menschen oder Menschen mit Behinderung betreut und gefördert.
Der Paritätische Gesamtverband blickt mit Sorge auf die Entscheidung der Bundesregierung, im Jahr 2026 kein neues Förderfenster für die Richtlinie „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ (AnpaSo) zu öffnen. Für viele Träger bedeutet dies weiterhin Unsicherheit bei der Planung notwendiger Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. mehr dazu
Zum Tod von Karl-Heinz "Kalle" Riegler
Karl-Heinz Riegler ist tot.
Mit ihm ist ein Vorkämpfer für die Enttabuisierung von HIV / AIDS und damit natürlich auch für Inklusion und gegen Diskriminierung von uns gegangen. Er hat seine Spuren in Heidelberg und in den Herzen vieler Menschen hinterlassen. Mein Mitgefühl gilt seinem Mann Dieter, mit dem zusammen er im Stadtbild sehr präsent war. mehr dazu
Christina Reiß, Kommunale Behindertenbeauftragte
Der Bundesverband für Körper- und mehrfachbehinderte Menschen informiert: Steuermerkblatt 2025 / 2026
Jedes Jahr aktualisiert der Bundesverband für Körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) das Steuermerkblatt. Es gibt Steuertipps für Familien mit behinderten Kindern und folgt dem Aufbau der Formulare für die Einkommensteuererklärung 2025. Das Steuermerkblatt ist nur online erhältlich (barrierefreies PDF). Mehr dazu
Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen informiert über die rechtlichen Änderungen 2026 für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen
Der Bundesverband bvkm hat die wichtigsten rechtlichen Änderungen, die seit Jahresbeginn 2026 gelten, kurz und knapp zusammengefasst.
In diesen Bereichen haben sich Veränderungen ergeben:
- Pflegeversicherung
- Krankenversicherung
- Kindergeld
- Grundsicherung
- Eingliederungshilfe
- Rechtliche Betreuung
Die Änderungen zum Nachlesen.
Wahlen der Schwerbehindertenvertretungen 2026
Im Oktober/November 2026 finden die Wahlen der Schwerbehindertenvertretungen statt. Dafür stehen die aktualisierten Publikationen und Arbeitshilfen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) zur Verfügung.
Die BIH stellt für die Praxis sämtliche erforderlichen Dokumente sowohl für das vereinfachte als auch für das förmliche Wahlverfahren digital zur Verfügung.
Die Vorlagen im Word-Format gewährleisten eine korrekte Abwicklung der administrativen Vorgänge. Die auf der Webseite eingebundenen Erklärvideos vermitteln die Informationen zur Wahl der Schwerbehindertenvertretung und decken das Themenspektrum vollumfänglich ab. mehr dazu
Inklusion in Katastrophen- und Notsituationen - Gemeinsam für mehr Sicherheit und Selbstvorsorge
Wie können Menschen mit Behinderungen besser in den Katastrophenschutz eingebunden werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung im Marsilius-Kolleg der Universität Heidelberg.
Unter dem Motto (1.6 MB) „Inklusion in Katastrophen- und Notsituationen – Gemeinsam für mehr Sicherheit und Selbstvorsorge“ luden die kommunalen Behindertenbeauftragten des Rhein-Neckar-Kreises und der Stadt Heidelberg gemeinsam mit mehreren Partnern zu Vortrag und Podiumsdiskussion ein. Besucherinnen und Besucher konnten an Infoständen mit Expertinnen und Experten ins Gespräch kommen. Die Bewirtung übernahm das inklusive Projekt Heidelberger Glückskekse.
Nach den Grußworten referierten Dr. Friedrich Gabel von der Universität Tübingen und Marc Groß, Geschäftsführer des DRK-Landesverbandes, über das Projekt KIM („Katastrophenmanagement und Inklusion“). Anschließend diskutieren Fachleute und Betroffene auf dem Podium über Strategien, wie Katastrophenschutz inklusiver gestaltet werden kann.
Die Veranstaltung wurde aufgenommen.
Nun leitet Dr. Friedrich Gabel von der Universität Tübingen eine neue, sehr wichtige Studie zum Thema „Anforderungen eines inklusiven Katastrophenmanagements.“ Dabei ist er in hohem Maße auf die Mitwirkung von Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungsformen angewiesen. Der Link und eine Erläuterung zur Studie.
Wer sich eine Teilnahme vorstellen kann, soll sich per E-Mail mit Dr. Friedrich Gabel in Verbindung setzen.
Vielen Dank für die Unterstützung.
Stellungnahme der Landesbehindertenbeauftragten Nora Welsch zum "Abschied vom Schlaraffenland"
Die pauschale Darstellung von Menschen mit Behinderung als zu teuer und für den Sozialstaat nicht mehr leistbar, ist mittlerweile auch zum Thema der politischen Mitte geworden. Menschen mit Behinderung als das große Übel für die schlechte finanzielle Situation der Kommunen zu benennen, ist falsch und spaltet die Gesellschaft. Menschen mit Behinderung wollen fair, barrierefrei und möglichst selbstbestimmt leben. Sie haben es verdient, dass ihre gewählten Vertreter sie dahingehend, auch unter großem finanziellem Druck, angemessen vertreten und ihre Situation ernst nehmen.
Nora Welsch, die Beauftragte der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, mahnt aus aktuellem Anlass unpassende Aussagen kommunaler Entscheidungsträger zum Bundesteilhabegesetz an. mehr dazu
Neuerungen 2026 für schwerbehinderte Menschen und Verfahrensumstellung beim Pauschbetrag
Die Änderungen ab 2026 für schwerbehinderte Menschen sind umfassend. Mehrere Lebensbereiche sind betroffen.
So gibt es Neuregelungen zur Altersrente, steuerliche Änderungen, die Einführung digitaler Nachweise und der Ausbau der Barrierefreiheit. Auch wird in 2026 eine weitere Erhöhung der Ausgleichsabgabe für Unternehmen fällig, was für betriebliche Interessenvertretungen (Betriebs-/Personalräte und Schwerbehindertenvertretungen) eine wichtige Information sein kann. Diese Änderungen machen eine frühe Beratung, eine rechtzeitige Antragsstellung und die Umstellung auf digitale Verfahren besonders wichtig. mehr dazu
Neue Broschüre „Umgang mit Katastrophen oder extremen Situationen im Rhein-Neckar-Kreis“ in Leichter Sprache
„Umgang mit Katastrophen oder extremen Situationen in der Rhein-Neckar-Region“ lautet der Titel einer Infobroschüre, die unter der Herausgeberschaft des Rhein-Neckar-Kreises und des Zentrums für Inklusion neu erschienen ist. Der kompakte Ratgeber informiert darüber, was Katastrophen und Notfälle sind und welches Verhalten in der jeweiligen Situation für die eigene Sicherheit wichtig ist.
Im Vordergrund der Broschüre stehen Information, Aufklärung und die Botschaft, dass sich jeder Mensch auf Notsituationen vorbereiten kann. Angst und Hilflosigkeit sollen dadurch reduziert und die Selbstrettungsfähigkeit erhöht werden bis die Rettungskräfte vor Ort eintreffen. mehr dazu
Buchtipp "Die schönsten Spazierwege im Odenwald"
Aus der Region hält der Autor Manfred Giebenhain in seinen Bänden "Die schönsten Spazierwege im Odenwald" auch bislang wenig bekannte Weg- und Ortsbeschreibungen parat. Mittlerweile ist das Quartett perfekt. Hervorzuheben ist, dass mit den Büchern besonders Menschen mit Mobilitätseinschränkungen eine gute Gelegenheit erhalten, die Spazierwege im Odenwald näher kennenlernen zu können. mehr dazu
Fortbildungsangebote des Frauennotrufs Heidelberg für Fachkräfte in Einrichtungen der Behindertenhilfe
Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung sind überdurchschnittlich häufig von sexualisierter Gewalt betroffen. Gleichzeitig werden Ihre Bedarfe im Hilfesystem noch immer nicht ausreichend berücksichtigt. Mit der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland verpflichtet, Menschen mit Behinderung wirksam vor Gewalt zu schützen und gleichberechtigten Zugang zu Unterstützungsangeboten sicherzustellen. Für Einrichtungen bedeutet dies auch, präventive Strukturen zu schaffen und Schutzkonzepte verbindlich umzusetzen.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, arbeitet der Frauennotruf Heidelberg als spezialisierte Fachberatungsstelle zu sexualisierter Gewalt kontinuierlich daran, die Angebote zugänglicher zu gestalten. Außerdem werden Fortbildungen angeboten, um Fachkräfte in ihrer Verantwortung für Gewaltschutz zu unterstützen.
Neue Angebote des Frauennotruf Heidelberg:
Ein wichtiger Schritt ist der neue Flyer in Leichter Sprache. (2.9 MB) Er erklärt das Beratungsangebot klar, verständlich und ohne komplizierte Begriffe. So können auch Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen leichter Zugang zu Unterstützung finden. Gedruckte Exemplare versendet der Frauennotruf auf Wunsch gerne zu.
Fortbildungen & Gewaltschutzkonzepte für Einrichtungen Prävention beginnt dort, wo Menschen mit Behinderung leben und betreut werden. Deshalb bietet der Frauennotruf Fachkräfteteams spezialisierte Fortbildungen, Schulungen und Fachvorträge zu den Themen sexualisierte Gewalt, Prävention, Intervention und Schutzkonzepte in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung an. Ergänzend bieten wir auch eine prozessorientierte Begleitung bei der Entwicklung und Umsetzung individueller Gewaltschutzkonzepte an. Eine Übersicht über die Fortbildungsinhalte des Frauennotrufs.
mehr dazu
Beauftragte des Bundes und der Länder: Beschluss der Hamburger Erklärung 6. November 2025: Digitale Teilhabe sicherstellen!
Die Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen haben in ihrer 70. Konferenz vom 4. bis 6. November 2025 die Hamburger Erklärung beschlossen.
Diese Erklärung sowie das Positionspapier zur Triage-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts sind unter folgendem Link abrufbar.
Nora Welsch, Beauftragte der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, sagt: „Wir verwenden das Internet zum Einkaufen, für die Kommunikation in der Familien-Chatgruppe, um ein Taxi zu bestellen und um uns zu orientieren. Alle diese Funktionen und viele mehr nutzen auch Menschen mit Behinderung – wenn sie denn können. Digitale Barrierefreiheit ist noch kein einheitlicher Standard trotz entsprechender Gesetze, die öffentliche Stellen und seit diesem Jahr auch private Anbieter zu digitaler Barrierefreiheit verpflichten. Wir brauchen ein faires und für alle zugängliches Internet, damit Menschen mit Behinderung am alltäglichen Leben teilnehmen können. Wenn wir das nicht sicherstellen droht ein gesellschaftlicher Ausschluss.“
EuGH zu mittelbarer Diskriminierung am Arbeitsplatz: Schutz behinderter Kinder erstreckt sich auf die Eltern
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat klargestellt, dass Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen von Eltern behinderter Kinder anpassen müssen, damit diese ihre Kinder unterstützen können. Verweigert der Arbeitgeber angemessene Vorkehrungen, wie etwa die Anpassung der Arbeitszeiten, kann dies eine verbotene "Mitdiskriminierung" (Diskriminierung wegen der Behinderung des Kindes) darstellen. Diese Pflicht entfällt nur, wenn die Maßnahmen den Arbeitgeber unverhältnismäßig belasten würden. Diese Entscheidung stärkt die Rechte betroffener Beschäftigter und basiert maßgeblich auf der EU-Gleichbehandlungsrichtlinie ( Richtlinie 2000/78/EG).
Verständlich erklärt hier.
Hier geht es zum Volltext der Entscheidung.
Kostenübernahme für Arbeitsassistenz auch bei elternzeitbedingter Reduzierung der Arbeitszeit
Das Verwaltungsgericht Mainz hat entschieden, dass die Kostenübernahme für eine notwendige Arbeitsassistenz durch das Integrationsamt auch bei einer elternzeitbedingten Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf unter 15 Stunden nicht entfällt. Das Gericht stellte klar, dass der ursprüngliche, vertraglich vereinbarte Arbeitsumfang (hier 20 Stunden) maßgeblich ist. Diese zukunftsweisende Entscheidung stärkt die Rechte schwerbehinderter Menschen erheblich, da sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (durch Elternzeit) fördert.
Zur Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Mainz der Entscheidung.
Die Pressemitteilung des Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Mainz.
Der Klimawandel und Gefühle in Leichter Sprache erklärt
Der Klimawandel bewegt die Menschen und ist nicht immer für alle verständlich. Wie funktioniert der Klimawandel und was passiert gerade? In Leicher Sprache ist eine Broschüre über den Klimawandel und Gefühle entstanden.
Das Umweltbundesamt hat zudem einen Ratgeber über mentale Gesundheit im Klimawandel herausgegeben.
Neue Bildungsangebote von Mosaik Deutschland e. V.: Medienkompetenz & Meinungsbildung in unserer vielfältigen Gesellschaft stärken
In einer globalisierten und digital vernetzten Welt stehen uns heute mehr Informationskanäle zur Verfügung als je zuvor. Desinformationen, Hassgewalt und Algorithmen in den sozialen Medien bestimmen dabei zunehmend, was Menschen sehen und glauben. Dies führt häufig zu einer Verstärkung von Polarisierung und Abschottung in sogenannte „Bubbles“ – Informations- oder Filterblasen, die die Nutzer*innen von anderen Standpunkten isolieren.
Das neue Projekt „Lasst die Bubble platzen! – Miteinander kontrovers im Dialog“ wird genau dort angesetzt: Die kostenfreien Bildungsangebote fördern die kritische Medien- und Informationskompetenz von Jugendlichen ab 14 Jahren und Erwachsenen.
Sensibilisieren für Desinformationsstrategien, den Einfluss sozialer Medien und die Bedeutung mehrsprachiger Perspektiven im gesellschaftlichen Diskurs.
Die interaktiven Workshops
- stoßen eine kritische Reflektion des eigenen Medienkonsums an
- geben Werkzeuge mit für den Umgang mit Desinformation und Hassgewalt im Netz
- beziehen postmigrantische und mehrsprachige Lebensrealitäten mit ein
- bieten praxisnahe Ansätze für Schulen, Jugendeinrichtungen und Erwachsenenbildung
Die Formate sind für Schüler*innen ab der Mittelstufe und Jugendliche ab 14 Jahren und Multiplikator*innen, wie pädagogische Fachkräfte, Ehrenamtliche und erwachsene Interessierte konzipiert. Sie können ab sofort gebucht werden.
Mehr Informationen auf der Website von Mosaik Deutschland
Bei Interesse oder Fragen melden steht die Projektleiterin Jana Aslan-Moor gerne zur Verfügung.
Mehr barrierefreien Wohnraum schaffen! Dokumentation der Fachkonferenz der Bundesfachstelle Barrierefreiheit veröffentlicht
Mehr barrierefreien Wohnraum schaffen? – Antworten auf diese Frage sind in der umfangreichen Dokumentation auf der Website der Bundesfachstelle Barrierefreiheit abrufbar.
Die neue Fachpublikation dokumentiert die Inhalte, Erfahrungen und Erkenntnisse der Fachkonferenz „Mehr barrierefreien Wohnraum schaffen!“, die die Bundesfachstelle Barrierefreiheit im Februar 2024 in Erfurt veranstaltet hatte. Diese Veröffentlichung ist mehr als nur die Dokumentation der auf der Konferenz vorgestellten Projekte: Sie zeigt die grundlegenden, konkreten Bedarfe zur Schaffung von mehr barrierefreiem Wohnraum und stellt diesen Lösungsansätze gegenüber.
Bei der Konferenz wurden Menschen zusammengebracht, die die Herausforderungen vor Ort kennen und schon seit Jahren versuchen, mehr barrierefreien Wohnraum zu schaffen. Die Expertinnen und Experten teilten ihr Wissen aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen und stellten beispielhafte Projekte für barrierefreies Bauen im Neubau und Bestand vor. Dabei wurden innovative Lösungen aufgezeigt, die es wert sind, verbreitet und auch in anderen Regionen umgesetzt zu werden.
Die Projektbeispiele, Expertisen und allgemeinen Lösungsansätze unserer Dokumentation sollen Mut machen, eigene Wege für die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum zu finden
Notfall-App NORA
Im Notfall Hilfe rufen zu können, ist wichtig.
Damit auch Menschen, die nicht oder nicht gut telefonieren können, haben die Bundesländer die Notruf App NORA entwickelt. Wie es funktioniert ist auch in Leichter Sprache beschrieben.
Weil diese aber missbräuchlich genutzt wurde, war die App einige Zeit nicht abrufbar. Jetzt gibt es sie wieder bei Apple Play und im Google Play Store. Um Missbrauch auszuschließen, ist nun eine Registrierung über das Post Ident Verfahren erforderlich. mehr dazu
Interessante aktuelle Termine
Hier finden Sie Veranstaltungen rund um die Themen Inklusion, Behinderung und chronische Erkrankung. mehr dazu

