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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Christina Reiß (Foto: Fotostudio Schwetasch)
Christina Reiß
Behinderten-beauftragte
Bergheimer Str. 69
69115 Heidelberg
Telefon 06221 58-15590
Fax 06221 58-49160

Weitere Infos
www.heidelberg.de/
behindertenbeauftragte

Kontakt und Leistungen/Befugnisse

Eine Frau sitzt mit dem Rücken zur Kamera am Tisch, ihr gegenüber die Kommunale Behindertenbeauftragte Christina Reiß

Häufige Fragen im Rahmen einer Beratung

Wohnen

Viele Menschen mit Behinderung sind auf der Suche nach passendem Wohnraum. Die Stadt Heidelberg bietet über die Fachstelle barrierefreies Planen, Bauen, Wohnen beim Amt für Baurecht und Denkmalschutz Beratung zur Wohnraumanpassung an. Darüber hinaus fördert die Stadt Heidelberg Umbaumaßnahmen finanziell. Wer auf der Suche nach einer passenden Mietwohnung ist, sollte zunächst prüfen, ob ein Wohnberechtigungsschein erteilt werden kann. Wer Sozialleistungen bezieht, ist auf "angemessenen Wohnraum" angewiesen, was sich sowohl auf die Größe als auch den Preis bezieht. Je nach Behinderung kann ein "behinderungsbedingter Mehrbedarf" an Wohnraum anerkannt werden. Wer sich dann bei einer der Heidelberger Wohnungsbaugesellschaften (12,5 KB) um eine Wohnung bewirbt, sollte nicht nur dort nachfragen, sondern Bewerbungsbögen ausfüllen und einreichen. Es empfiehlt sich, diesen zu ergänzen um einen Fragebogen (56,3 KB), der eine passgenaue Vermittlung erleichtern soll. Dieser wurde vom Beirat von Menschen mit Behinderungen, der Fachstelle für barrierefreies Planen, Bauen, Wohnen und der Kommunalen Behindertenbeauftragten erarbeitet. 

Mobilität

Öffentliche Verkehrsmittel

Im Stadtgebiet Heidelberg sind 3/4 aller Straßenbahnhaltestellen (Stand 2020) barrierefrei ausgebaut. Im Dezember 2019 hat der Gemeinderat einstimmig eine Prioritätenliste beschlossen, um die restlichen 15 Straßenbahnhaltestellen barrierefrei auszubauen. Eine Übersicht zum Stand der Barrierefreiheit an den Straßenbahnhaltestellen im rnv-Gebiet finden Sie hier. Bei den Bushaltestellen besteht zwar noch massiver Ausbaubedarf bei der Barrierefreiheit, es werden jedoch kontinuierlich Bushaltestellen im Stadtgebiet barrierefrei ausgebaut.

Behindertenparkplätze

Eine Übersicht öffentlicher Behindertenparkplätze mit genauen Beschreibungen finden Sie in der Datenbank Heidelberg.huerdenlos. Behindertenparkplätze dürfen nur von Menschen genutzt werden, die einen blauen EU-Parkausweis besitzen. Die Kommunale Behindertenbeauftragte apelliert an die Bevölkerung, nicht widerrechtlich auf Behindertenparkplätzen zu parken. Der Gemeindevollzugsdienst schleppt bei widerrechtlichem Parken auch ab,

Rollstuhltaxi

Ein Rollstuhlfahrer wird ins Rollstuhltaxi geschoben
Claus Mandalka (bmb) wird von Sven Buro (TLS) ins Rollstuhltaxi geschoben. Links Oberbürgermeister Prof. Dr. Würzner. Foto: Rothe

Ein Taxi, in dem Menschen sitzend im Rollstuhl transportiert werden können, bietet die Firma TLS an. Das Rollstuhl-Taxi kann gebucht werden unter Telefon 06221 770022 – nicht über die Taxi-Zentrale! Es empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung, z.B. am Vortag, um sicher zu gehen, dass es auch zur Verfügung steht.

Routenplanung für Mobilitätseingeschränkte

Um es Menschen mit Mobilitätseinschränkung zu ermögllichen, ihre Wege im Stadtgebiet besser zu planen und damit auch die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu verbessern, entwickelt die Stadt Heidelberg eine App zur Routenplanung für Mobilitätseingeschränkte.

Arbeit

Umfangreiche Informationen zum Thema Arbeit findet man im Online-Portal REHADAT.

Beratungsangebote

Der Integrationsfachdienst (IFD) Heidelberg - Mosbach berät Menschen, die von einer Behinderung bedroht sind oder bereits als Schwerbehinderte anerkannt sind. Der Übergang von der Schule in den Beruf oder die Sicherung eines bestehenden Arbeitsverhältnisses stehen im Mittelpunkt. Der IFD ist nicht dafür zuständig, Arbeitssuchende zu beraten und zu vermitteln.

Für die Berufsberatung und die Arbeitsplatzvermittlung ist die Agentur für Arbeit zuständig. In jeder Agentur für Arbeit gibt es ein Reha-Team mit speziell geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In Heidelberg ist dieses Team auch per Mail erreichbar.

Berufsorientierendes Praktikum für Schüler*innen mit Behinderung

Bereits während der Schulzeit sind Praktika in verschiedenen Tätigkeitsfeldern vorgesehen. Für Jugendliche mit Behinderung ist es oft schwer, einen Praktikumsplatz zu finden. Im Online-Portal Practise! besteht die Möglichkeit, nach geeigneten Praktikumsplätzen zu suchen. Auch sind Informationen hinterlegt, um Arbeitsgeber dafür zu gewinnen, auch für diese Zielgruppe verstärkt Praktikumsplätze anzubieten.

Schwerbehinderung

Ab einem Grad der Behinderung von 50 gilt man rechtlich als schwerbehindert. Für Erwerbstätige bedeutet das in der Regel eine Woche mehr Erholungsurlaub pro Jahr, die Mögliichkeit, ohne Abschläge etwas früher in Rente zu gehen, sowie Freibeträge bei der Einkommenssteuer. Man ist nicht verpflichtet,dem Arbeitgeber eine Schwerbehinderung anzuzeigen. Die genannten Nachteilsausgleiche kann man aber natürlich nur in Anspruch nehmen, wenn man die Schwerbehinderung mitteilt.
Es ist nicht zutreffend, dass Arbeitnehmer*innen mit Schwerbehinderung unkündbar sind. Es muss lediglich das Integrationsamt bei einer im Raum stehenden Kündigung einbezogen werden. Dieses prüft dann,ob das Arbeitsverhältnis bestehen bleiben kann.
Bei Bewerbungsverfahren ist man nicht verpflichtet, auf eine bestehende Schwerbehinderung einzugehen. In Stellenausschreibungen wird jedoch oft darauf hingewiesen, dass Schwerbehinderte bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt werden. Dies sollte man bei der Entscheidung berücksichtigen, ob man eine Schwerbehinderung von vornherein angibt oder nicht.

Inklusionsbetriebe

Inklusionsbetriebe oder Inklusionsfirmen (vorherige Bezeichnung: Integrationsfirmen) bieten für Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze mit tariflicher oder ortsüblicher Bezahlung und ermöglichen den Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Anteil schwerbehinderter Beschäftigter liegt in Inklusionsbetrieben zwischen 30 und 50 Prozent und ist damit höher als in anderen Unternehmen. .

Allgemeiner Arbeitsmarkt für Menschen mit sogenannter "wesentlicher Behinderung"

Für Menschen mit sogenannter "wesentlicher Behinderung" gibt es nicht nur die Möglichkeit, in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) beschäftigt zu werden. Die Stadt Heidelberg bietet bei der Suche nach einem Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Unterstützung (211,7 KB) an.

Teilhabe am öffentlichen Leben

Barrierefreiheit von Gebäuden

Die Teilhabe am öffentlichen Leben steht und fällt mit der Barrierefreiheit. Welche öffentlich zugänglichen Gebäude in Heidelberg für welche Nutzungsgruppen (Mobilitätseingeschränkte, Blinde und Sehbehinderte, Hörbehinderte, chronisch Kranke) zugänglich ist, finden Sie in der Online-Datenbank heidelberg.huerdenlos.de.

Behindertentoiletten

Öffentliche Behindertenoiletten sind unter heidelberg.huerdenlos.de zu finden. Es gibt im Stadtgebiet auch die "netten Toiletten" (2,027 MB), die sich meist in Gaststätten befinden. Darunter sind auch einige rollstuhlgerechte WCs.

An welchen ÖPNV-Knotenpunkten Behindertentoiletten in erreichbarer Nähe sind, finden Sie hier (15,6 KB).

Viele öffentliche Behindertentoiletten sind mit dem sogenannten "Euro-Schlüssel" zu öffnen. Dies ist ein inzwischen europaweit einheitliches Schließsystem, das es körperlich beeinträchtigten Menschen ermöglicht, mit einem Einheitsschlüssel selbständig und kostenlos Zugang zu behindertengerechten sanitären Anlagen und Einrichtungen zu erhalten, z. B. an Autobahn- und Bahnhofstoiletten, aber auch für öffentliche Toiletten in Fußgängerzonen, Museen oder Behörden.

Eine "Toilette für alle" ist ein Rollstuhl-WC mit zusätzlicher Pflegeliege, Lifter und viel Bewegungsfläche. Dies ermöglicht auch schwest Pflegebedürftigen eine Teilhabe am Leben. In Heidelberg sind derzeit mehrere Standorte in Planung (Stand 2020).

Inklusive Freizeitangebote

Im Inklusionsatlas finden Sie Freizeitangebote, bei denen es egal ist, ob Sie eine Behinderung haben oder nicht.

Städtische Veranstaltungen

Bei städtischen Veranstaltungen wird auf Barrierefreiheit Wert gelegt. Oft wird mit Piktogrammen auf die verschiedenen Angebote aufmerksam gemacht. In Veranstaltungseinladungen findet sich oft der Hinweis: "Melden Sie sich bitte, wenn Sie auf Grund einer Behinderung besondere Unterstützung benötigen." Nutzen Sie dieses Angebot!

Weitergehende Informationen

Bestandsaufnahme "10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland - Umsetzungsstand in Heidelberg"

Umfangreiche weitere Informationen finden Sie in der Bestandsaufnahme "10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland - Umsetzungsstand in Heidelberg" (7,003 MB), die die Kommunale Behindertenbeauftragte im März 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt hat.