Spielen ohne Hürden: Online-Stadtführer zeigt Barrierefreiheit von Spielplätzen in Heidelberg
Zum Europäischen Protesttag am 5. Mai: Neue Daten zu rund 40 Anlagen helfen Familien bei der Auswahl
Der Online-Stadtführer „Heidelberg hürdenlos“ bietet ab sofort Informationen zur Barrierefreiheit von rund 40 Spielplätzen in der Stadt. Familien können damit schnell erkennen, welche Anlagen gut erreichbar und nutzbar sind. Die Erweiterung erfolgt pünktlich zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai 2026
Die Einträge zeigen, wie gut Wege, Zugänge und Spielgeräte zugänglich sind. Berücksichtigt werden Bedürfnisse von Menschen im Rollstuhl, mit Geh-, Seh- oder Hörbehinderungen sowie mit chronischen Erkrankungen. So können Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam spielen und Begleitpersonen besser planen.
„Kinder mit Behinderungen sollen mitspielen, nicht nur zuschauen. Barrierefreie Spielplätze stärken Selbstvertrauen und bauen Berührungsängste ab“, sagt Martina Laurenz vom Büro für Inklusion des Vereins zur beruflichen Integration und Qualifizierung (VbI).
Die neuen Daten stammen aus einem Projekt von Studierenden des Instituts für Humangeographie der Universität Heidelberg. Sie haben im Frühjahr rund 40 Spielplätze im Stadtgebiet untersucht, Wege und Zugänge dokumentiert sowie Spielgeräte erfasst. Die Ergebnisse werden nun schrittweise veröffentlicht.
Die Stadt Heidelberg will neue und bestehende Spielplätze inklusiver gestalten. Das Büro für Inklusion unterstützt dies unter anderem mit dem Projekt „SPIN – Spielplätze inklusiv“ und durch die Erweiterung des Stadtführers.
Die Datenbank „Heidelberg hürdenlos“ bietet seit 2011 Informationen zur Zugänglichkeit von Gebäuden, Wegen und Plätzen. Mit mehr als 1.300 Einträgen gehört sie zu den umfangreichsten Angeboten dieser Art in Deutschland. Sie ermöglicht Menschen mit Einschränkungen, selbst zu entscheiden, ob ein Ort für sie nutzbar ist.
Das Projekt wird vom Beirat von Menschen mit Behinderungen, der Stadt Heidelberg und der kommunalen Behindertenbeauftragten gefördert. Der Verein zur beruflichen Integration und Qualifizierung (VbI) betreut und erweitert die Datenbank.
