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Tigermücke: Bekämpfung geht weiter

Aussetzen steriler Männchen ergänzt die Maßnahmen / Brutstellen unbrauchbar machen

Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Deutschland aus. Unbekämpft kann sie zur Plage werden und die Lebensqualität erheblich mindern. Die Tigermücke kann gefährliche tropische Krankheitserreger übertragen. Sie lebt in der Nähe des Menschen und legt ihre Eier in Wasserbehältern wie Regentonnen oder Eimern. Die Stadt Heidelberg ruft dazu auf, solche Brutstätten zu entfernen oder unbrauchbar zu machen. Typische Brutstätten sind zum Beispiel Regentonnen, Eimer, Untersetzer, verstopfte Abläufe, Kinderspielzeug und hohle Zaunpfähle, in denen das Wasser nicht versickern kann. Kurz gesagt findet man die Larven dieser containerbrütenden Art überall dort, wo sich Regenwasser oder Gießwasser ansammeln kann und mindestens fünf Tage stehen bleibt, ehe es verdunstet.

Da die Tigermücke ihre Eier nicht direkt im Wasser, sondern an die Wände der Brutstätten klebt, ist sie auf die Änderungen des Wasserstands in den Brutstätten angewiesen. Erst die Überschwemmung der Eier mit Wasser löst den Schlupfreiz aus. Häufig passiert dies nach Regenfällen oder wenn die Fässer mit Gießwasser gefüllt werden. Weitere Informationen und Bezugsquellen für Bekämpfungsmittel finden sich online unter www.heidelberg.de/tigermuecke. Ergänzend dazu setzt die von der Stadt Heidelberg mit der Tigermückenbekämpfung beauftragte Fachfirma ICYBAC die sogenannte Sterile-Insekten-Technik ein.

Wie funktioniert die Sterile-Insekten-Technik?

Für die Sterile-Insekten-Technik werden massenhaft Tigermückenlarven aus Heidelberg von Kooperationspartnern in Italien gezüchtet. Sobald sich die Larven verpuppt haben, werden die weiblichen größeren Puppen aussortiert. Die kleineren männlichen Puppen werden mittels Bestrahlung sterilisiert, so dass nur das Sperma der Männchen geschädigt wird. Anschließend werden sie bis zur fertigen sterilen Mücke aufgezogen und über Nacht per DHL nach Heidelberg verschickt, um am nächsten Tag in befallenen Gebieten freigesetzt zu werden.

Sterile Männchen werden in der Himmelswiese und am Ochsenkopf in Wieblingen freigesetzt. Da sich die Asiatischen Tigermücken meist nur einmalig paaren, führt die Paarung eines sterilen Mückenmännchens mit einem Wildweibchen dazu, dass das Weibchen während seines gesamten Lebens keine lebensfähigen Nachkommen hervorbringen kann. Da die männlichen Stechmücken kein Blut saugen, entsteht durch die Sterile-Insekten-Technik keinerlei zusätzliche Stechbelästigung.

Wie wird der Erfolg der Sterilen-Insekten-Technik festgestellt?

Um zu überprüfen, wie viele sterile Eier abgelegt werden, kommen in einigen Teilen Heidelbergs so genannte Eiablagefallen zum Einsatz. Die mit Wasser gefüllten schwarzen Behälter imitieren Brutstätten und enthalten Holzstäbchen als Eiablagesubstrat. Die Holzstäbchen werden regelmäßig eingesammelt und im Labor auf sterile Tigermückeneier überprüft. Die Untersuchungen in den letzten Jahren haben ergeben, dass sich mehr als 70 Prozent der abgelegten Eier nicht weiterentwickeln können.

(Erstellt am 16. Juni 2026)

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