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Forum 7: Life-Science-Quartier mit Mix aus Generationen-Wohnen und Health-Tech geplant

Pläne für Entwicklung des „Langen Manfred“ auf dem Emmertsgrund / Sanierung des Turms und Anbau

Ein Nutzungsmix aus Wohnen und Gewerbe, mit Wohnungen für Familien und ältere Menschen sowie Flächen für innovative Start-ups und Angebote im Gesundheitsbereich: Das sind die Pläne zur Entwicklung des Forum 7 („Langer Manfred“) im Heidelberger Stadtteil Emmertsgrund. Bei einem Pressetermin am Montag, 23. März 2026, vor Ort haben Vasco Kienle, Geschäftsführer der nereo Development Partners GmbH, und Mike Letzgus vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) gemeinsam mit Oberbürgermeister Eckart Würzner, Erstem Bürgermeister Jürgen Odszuck und Daniel Bumiller, stellvertretender Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft, die Pläne für einen Wohn-Tech-Campus mit modernen Wohn- und Gesundheitsangeboten vorgestellt. Geplant ist auch ein Reallabor für Generationen-Wohnen durch das Fraunhofer IAO. Die Projektentwickler wollen den im Jahr 1992 erbauten, 17 Stockwerke umfassenden Turm sanieren und um einen neuen Anbau ergänzen. Das Projekt läuft unter dem Arbeitstitel „LSQ² Emmertsgrund – Life-Science-Quartier“. 

Gruppenfoto mit sieben Personen.
Bei der Vorstellung des Konzeptes zur Entwicklung des Forum 7 („Langer Manfred“) auf dem Emmertsgrund (von links): Projektentwickler Vasco Kienle (Geschäftsführer nereo Development Partners GmbH), Mike Letzgus (Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation), Oberbürgermeister Eckart Würzner, Peter Libner und Fritz Zernick (Stadtteilverein Emmertsgrund), Marion Perez (Stadtteilmanagement Emmertsgrund) und Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck. (Foto: Philipp Rothe) 

OB Würzner: „Attraktive Folgenutzung für Stadtteil und ganz Heidelberg sehr wichtig“

„Das Forum 7 ist ein Wahrzeichen des Emmertsgrunds. Deswegen sind eine Weiterentwicklung und attraktive Folgenutzung für den Stadtteil, aber auch für ganz Heidelberg sehr wichtig. Mit der geplanten Kombination aus Wohnangeboten für Familien und ältere Menschen sowie Entwicklungsflächen für Start-ups im Gesundheitsbereich und in den Lebenswissenswissenschaften werden neue Entwicklungen angestoßen, die sehr gut zu Heidelberg und dem Emmertsgrund passen“, sagte Oberbürgermeister Eckart Würzner.

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck ergänzte: „Mit Blick auf den Stadtteil und aus städtebaulicher Sicht sind wir sehr froh, dass die Planungen für eine attraktive Folgenutzung des Forum 7 vorangehen. Das Gebäude darf nicht verfallen und bietet große Entwicklungsperspektiven. Wir erhoffen uns durch die neue Nutzung wichtige Impulse für das Umfeld mit der Emmertsgrundpassage und den gesamten Stadtteil.“

„Gebäude revitalisieren und so entwickeln, dass es dem Quartier dauerhaft zugutekommt“

Bild von einem Hochhaus.
Die Projektentwickler wollen den im Jahr 1992 erbauten, 17 Stockwerke umfassenden Turm („Langer Manfred“) sanieren und um einen neuen Anbau ergänzen. (Foto: Philipp Rothe) 

„Mit dem Projekt LSQ² Emmertsgrund soll das Gebäude revitalisiert und so entwickelt werden, dass es dem Quartier dauerhaft zugutekommt. Das übergeordnete Ziel ist ein Standort, der zeitgemäße Wohnqualität, verbesserte Gesundheitsversorgung und neue Arbeitsplätze miteinander verbindet und dabei den aktuellen baulichen, energetischen und technischen Standards entspricht“, sagte Projektentwickler Vasco Kienle von der nereo. Das Konzept sieht eine Entwicklung auf zwei Gebäudeebenen vor. Der Turm soll saniert und für eine gewerbliche Neunutzung im Bereich Gesundheit und Innovation umgestaltet werden. Ergänzend dazu ist ein Neubau geplant, der neuen Wohnraum schafft. Beide Gebäude sollen über ein gemeinsames Sockelgeschoss verbunden werden, das öffentlich zugängliche Angebote für das gesamte Quartier beherbergen soll. Die vier Nutzungssäulen werden im weiteren Planungsprozess in Abstimmung mit der Stadt und den zuständigen Stellen konkretisiert:

  • Generationenübergreifendes Wohnen (Neubau)
    Im Neubau ist ein breiter Mix aus Familienwohnungen, kleineren Wohneinheiten und betreuten Wohnformen geplant. Ziel ist ein Angebot, das Menschen in verschiedenen Lebensphasen anspricht und das nachbarschaftliche Miteinander im Quartier stärkt. Begleitende Serviceangebote wie ambulante Pflegedienste sollen ein selbstbestimmtes Wohnen auch im Alter ermöglichen. Alle Wohneinheiten sollen nach aktuellen energetischen und barrierefreien Standards errichtet werden.
  • Anwendungszentrum für Gesundheitstechnologien (Bestandstower)
    Der Bestandstower soll nach der Sanierung als praxisnahes Erprobungszentrum für Gesundheitstechnologien dienen. Neben etablierten Unternehmen soll der Standort gezielt auch Start-ups aus dem Gesundheitsbereich ansprechen, die ihre Lösungen unter realen Bedingungen erproben und weiterentwickeln wollen. Das Reallabore-Gesetz bietet hierfür einen rechtlichen Rahmen, der den Standort für die regionale Gesundheitswirtschaft interessant machen kann und Heidelbergs Position in diesem Feld weiter stärkt.
  • Schulungs- und Innovationszentrum (Bestandstower)
    Ergänzend ist im Bestandstower ein Zentrum vorgesehen, das die Aus- und Weiterbildung von Gesundheitsfachkräften mit der Erprobung neuer Technologien verknüpft. Geplant sind moderne Trainingsräume und flexible Büroflächen. Ein solches Angebot erweitert die bestehende Infrastruktur für Aus- und Weiterbildung in der Region Rhein-Neckar, von denen auch etablierte Akteure der Heidelberger Gesundheitslandschaft profitieren können.
  • Soziale Infrastruktur (Sockelgeschoss)
    Im gemeinsamen Sockelgeschoss ist Raum für Angebote vorgesehen, die dem gesamten Quartier zugutekommen: Arztpraxen, Therapieangebote und ein Quartiers-Café. Damit soll das Projekt direkt zur Versorgungsqualität im Emmertsgrund beitragen und Angebote schaffen, die allen Bewohnenden offenstehen.

„LSQ² Emmertsgrund kann einen Ort für die Erprobung und Anwendung von Gesundheitsinnovationen in einem realen Wohn- und Versorgungsumfeld bieten. Die Metropolregion mit ihrer Dichte an Gesundheits-, Forschungs- und Industrieakteurinnen und
-akteuren bietet günstige Voraussetzungen für eine spätere Einbindung in bestehende Netzwerke. Die Partnerstruktur des Projekts wird derzeit in Sondierungsgesprächen mit Beteiligten aus Gesundheitswirtschaft, Bildung und Forschung erarbeitet“, erläuterte Mike Letzgus vom Fraunhofer IAO.

Weiteres Vorgehen

Das Projekt befindet sich in einem frühen Planungsstadium. Stadtverwaltung, politische Gremien und der Bezirksbeirat werden in den weiteren Prozess eingebunden. Ziel ist, das Konzept zeitnah zu konkretisieren. Die nächsten Schritte umfassen eine vertiefende Standortprüfung, die Aufnahme von Gesprächen mit möglichen Partnern und die Abstimmung der planungsrechtlichen Voraussetzungen. Das Projekt wird konzeptionell von der nereo und dem Fraunhofer IAO begleitet. Beide Partner besitzen langjährige Erfahrung in der nutzungsorientierten Transformation von Bestandsimmobilien sowie in der wissenschaftlich fundierten Quartiers- und Stadtentwicklung.

Fotos zum Download

(Erstellt am 24. März 2026)

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