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Welttag des Buches: Heidelberg schlägt bilinguale Brücken in die Welt

Jedes Jahr am 23. April begeht die UNESCO den Welttag des Buches. 1995 initiiert, unterstreicht dieser Tag die Kultur und Bedeutung des geschriebenen Wortes und damit auch die Rechte von Autorinnen und Autoren – und das rund um die Welt. Literarische Brücken in die Welt schlägt auch die UNESCO City of Literature Heidelberg, so etwa in Form bilingualer Publikationen. Anlässlich des Welttags des Buches weist das Kulturamt der Stadt Heidelberg deshalb auf die beiden jüngsten bilingualen Publikationen als Ergebnis dezidierter Aktivitäten als UNESCO-Literaturstadt hin:

Ein Buchcover.
In „Sieben Pralinen aus Heidelberg“ teilt die Autorin und Künstlerin Hanna Osadko, Heidelbergs ukrainische Residenzkünstlerin des Jahres 2023, mit ihren Leserinnen und Lesern Erinnerungen an ihre Zeit in Heidelberg. (Foto: Kurpfälzischer Verlag)

In einem poetischen Dialog von sieben Lyrikerinnen und Lyrikern aus Montpellier und Heidelberg wurden die Werke Hilde Domins und Jean Jouberts in einem bilingualen Gedichtband in Beziehung gesetzt. Vorangegangen war ein Übersetzungsprojekt zwischen den beiden Partnerstädten: Erstmalig wurden Gedichte von Hilde Domin – deren 20. Todestag sich am 22. Februar 2026 gejährt hatte – ins Französische übertragen. Im Gegenzug wurden Gedichte des Lyrikers Jean Joubert, eine Schlüsselfigur der Lyrikszene in Montpellier und Gründer der dortigen Maison de la Poésie, ins Deutsche übertragen. Der Band ist Ende Februar im Verlag „Das Wunderhorn“ erschienen.

Eine zweite Publikation, erschienen Mitte Februar im „Kurpfälzischen Verlag“, führt in die Ukraine und zurück nach Heideberg:  In „Sieben Pralinen aus Heidelberg“ teilt die Autorin und Künstlerin Hanna Osadko, Heidelbergs ukrainische Residenzkünstlerin des Jahres 2023, mit ihren Leserinnen und Lesern Erinnerungen an ihre Zeit in Heidelberg – und an die persönliche Trauerarbeit dieser Zeit, da wenige Monate zuvor ihr Mann an der ukrainischen Front gefallen war. Farbig illustriert wurden die Einleitung und sieben Erzählungen von Sofia Osadko, ins Deutsche übertragen von der Heidelberger Übersetzerin Stefaniya Ptashnyk. 

Ein Buchcover.
In einem poetischen Dialog von sieben Lyrikerinnen und Lyrikern aus Montpellier und Heidelberg wurden die Werke Hilde Domins und Jean Jouberts in einem bilingualen Gedichtband in Beziehung gesetzt. (Foto: Das Wunderhorn)

Heidelberg hat die größte Dichte an Buchhandlungen in Deutschland

Laut einer aktuellen Erhebung von „Listfix“ belegt Heidelberg den ersten Platz unter den deutschen Städten in Sachen Buchhandlungsdichte. Mit insgesamt 18 Buchläden erreicht Heidelberg demnach eine Dichte von 11,56 Buchläden pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Plätze Zwei und Drei, Berlin und Darmstadt, kommen auf 6,81 bzw. 6,59 Buchhandlungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Für die Rangliste wurden aktuelle Eintragungen im Handelsregister analysiert.

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