Geschützter Ort für Frauen in Wohnungsnot

Zum bundesweiten Tag der wohnungslosen Menschen: Bürgermeisterin Stefanie Jansen besuchte den FrauenRaum des SKM Heidelberg

Wohnungslosigkeit von Frauen bleibt oft unsichtbar. Viele Betroffene leben nicht dauerhaft auf der Straße, sondern kommen zeitweise bei Bekannten unter oder verharren in unsicheren, oft von Gewalt geprägten Wohnsituationen. Gerade deshalb brauchen sie spezielle Hilfsangebote. Anlässlich des Tags der wohnungslosen Menschen besuchte Bürgermeisterin Stefanie Jansen Mitte September 2026 den FrauenRaum des SKM Heidelberg, um über die besonderen Herausforderungen wohnungsloser Frauen und die Unterstützungsmöglichkeiten vor Ort zu sprechen.

Bürgermeisterin Stefanie Jansen informierte sich im FrauenRaum über die Situation obdach- und wohnungsloser Frauen (von links): Das FrauenRaum-Team Katja Fernandez, Joanna Bonislawka und Tina Ihrig, Bürgermeisterin Stefanie Jansen und Andrea Meixner vom Amt für Soziales und Senioren der Stadt Heidelberg. (Foto: Stadt Heidelberg) 
Bürgermeisterin Stefanie Jansen informierte sich im FrauenRaum über die Situation obdach- und wohnungsloser Frauen (von links): Das FrauenRaum-Team Katja Fernandez, Joanna Bonislawka und Tina Ihrig, Bürgermeisterin Stefanie Jansen und Andrea Meixner vom Amt für Soziales und Senioren der Stadt Heidelberg. (Foto: Stadt Heidelberg) 

Obdach- und Wohnungslosigkeit ist kein reines Männerthema

„Obdach- und Wohnungslosigkeit wird landesweit in der öffentlichen Wahrnehmung fast ausschließlich mit Männern in Verbindung gebracht. Fakt ist aber: etwas mehr als jede vierte obdach- oder wohnungslose Person ist eine Frau. Wenn Frauen von Wohnungslosigkeit betroffen sind, bleibt das häufig unsichtbar und auch deren spezielle Bedürfnisse. Sie brauchen oft besonderen Schutz und Unterstützung bei der Bewältigung von Gewalterfahrung, aber auch Hilfen für psychische Stabilität, bei der Integration in den Arbeitsmarkt oder im Umgang mit den eigenen Kindern“, sagt Stefanie Jansen, Bürgermeisterin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit der Stadt Heidelberg.

Beim Besuch sprach die Bürgermeisterin mit Mitarbeiterinnen des SKM über die Herausforderungen ihrer täglichen Arbeit und tauschte sich mit betroffenen Frauen aus, die die Angebote nutzen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig niedrigschwellige und spezifische Hilfen sind, um Frauen in prekären Lebenssituationen zu erreichen und ihnen konkrete Unterstützung anzubieten.

Den aktuellen Statistiken des SKM zufolge, suchten im vergangenen Jahr in Heidelberg 221 Frauen die Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe des SKM auf oder hatten Kontakt zu Streetworkern. 90 davon wendeten sich an den FrauenRaum, ein Anstieg von mehr als sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Viele wohnungs- und obdachlose Frauen vermeiden aus Angst vor Gewalt oder Ausgrenzung das Leben auf der Straße, übernachten vorübergehend bei Bekannten oder leben in prekären und unsicheren Verhältnissen. Umso wichtiger sind Angebote, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Finanziert durch die Stadt bietet deshalb der SKM Heidelberg mit dem FrauenRaum eine niedrigschwellige Tagesstätte und Fachberatungsstelle nur für Frauen, ein geschützter Ort ohne männliche Besucher, an dem Frauen zur Ruhe kommen und Vertrauen fassen können, und wo sie Unterstützung erhalten, um Perspektiven für ihren weiteren Weg zu entwickeln. „Wenn man mal Schiffbruch im Leben erlitten hat, ist es nicht leicht, am ‚normalen‘ gesellschaftlichen Leben teilzunehmen“, erzählt eine Besucherin. „Aber hier, wo man geschützt nur mit Frauen zusammen ist, die ähnliches erfahren haben, herrscht einfach ein anderes Klima. Hier kann ich einfach sein, wie ich bin.“

Rückzugsort und Hilfe auf dem Weg zu mehr Stabilität

Der FrauenRaum verbindet unmittelbare Hilfe mit weiterführender sozialer Unterstützung. Zur Grundversorgung gehören unter anderem Verpflegung, Duschen, Kleidung, Waschmöglichkeiten und Hygienematerialien. Gleichzeitig stehen Sozialarbeiterinnen für Fachberatung, Krisenintervention, Unterstützung bei Behörden und Anträgen, Begleitung, Existenzsicherung sowie die Vermittlung in weiterführende Hilfen zur Verfügung.

„Wohnungslosigkeit ist nicht geschlechtsneutral und deshalb darf es auch die Hilfe nicht sein. Der FrauenRaum zeigt seit über 15 Jahren, was möglich wird, wenn Frauen einen geschützten Ort finden, an dem sie Vertrauen fassen, ihre Stärken entdecken und neue Perspektiven entwickeln können. Gleichzeitig kann die Wohnungsnotfallhilfe allein Wohnungslosigkeit nicht verhindern. Dazu braucht es vor allem auch bezahlbaren Wohnraum, damit ein Weg in ein eigenes Zuhause überhaupt möglich wird“, sagt Matthias Meder, Geschäftsführer des SKM.

Heidelberger Hilfenetzwerk

Der FrauenRaum ist Teil eines eng geknüpften Hilfenetzes für wohnungs- und obdachlose Menschen in Heidelberg. Dazu gehören unter anderem auch das Karl-Klotz-Haus des SKM mit Tagesstätte und Fachberatung, Streetwork-Angebote, betreute Wohnformen, spezielle Notwohnangebote für Frauen, städtische Wohnungslosenunterkünfte sowie präventive Angebote zur Wohnraumsicherung (Projekt „WohnAnker“). Ergänzt wird das Angebot in den Wintermonaten durch das städtische Winter-Notquartier für wohnungslose Menschen. Gemeinsam verfolgen Stadt und Träger das Ziel, Menschen in Wohnungsnot zu unterstützen, Wohnraum zu sichern und Wege zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu eröffnen.

Foto zum Download

Info

Hallo liebe Nutzerin, hallo lieber Nutzer. Ich bin Lumi. Ich helfe dir gerne bei Fragen rund um unsere schöne Stadt Heidelberg weiter.

Ich bin eine sogenannte generative künstliche Intelligenz und arbeite mit einer Technologie namens ‚Large Language Model', kurz (LLM). Das bedeutet, dass ich auf der Grundlage einer Vielzahl von Daten und Informationen vortrainiert wurde und Antworten generieren kann.

Trotzdem kann es passieren, dass meine Antworten manchmal fehlerhaft und nicht perfekt sind. Das kann die folgenden Gründe als Ursache haben:

  1. Technische Limitierung: Obwohl ich eine neuartige Technologie bin, kann ich nicht immer die beste Antwort geben, weshalb ich auch noch regelmäßig optimiert werde.
  2. Kontextverständnis: Für eine gute und passende Antwort greife ich für mein Verständnis Ihrer Frage auf vorhandene Daten und ein Sprachmodell (LLM) zurück. Unsere Sprache ist komplex und vielschichtig, weshalb ich nicht immer den Kontext einer Frage richtig interpretiere.
  3. Aktualität: Ich bin als textgenerierendes System sehr gesprächig, aber manchmal fehlen mir tagesaktuelle Daten oder Informationen z.B. zu den neuesten Pressemitteilungen.
  4. Halluzination durch Informationslücke: Es kann vorkommen, dass ich Antworten generiere, die erfunden oder ‚halluziniert' sind. Das liegt daran, dass ich auf Basis von Wahrscheinlichkeiten eine Antwort ausgebe und nicht immer über die aktuellen und passendsten Informationen für Ihre Frage verfüge.

Falls du mit einer Antwort von mir unzufrieden bist, dann klicke bitte oben im Chat-Bildschirm auf das Reset-Symbol (↺) und formuliere deine Frage gerne anders.

Du kannst auch aktiv an meiner Verbesserung mithelfen und dich bei Fragen, Unklarheiten oder Verbesserungsvorschlägen zu Lumi direkt an digitales@heidelberg.de wenden.

Die Privatsphäre und der Schutz personenbezogener Daten sind für uns ausgesprochen wichtig. Für die Beantwortung werden keine personenbezogenen Daten benötigt. Bitte gebe deswegen auch keine sensiblen oder personenbezogenen Daten in den Chat ein.

Solltest du uns diese dennoch im Chatverlauf mitgeben, werden wir sämtliche Informationen vertraulich behandeln. Bitte beachte deshalb die Datenschutzhinweise und beachte bitte zudem die allgemeinen Datenschutzhinweise für die Nutzung der Webseiten der Stadt Heidelberg unter folgendem Link: Datenschutz.

Lumi wird kontinuierlich weiterentwickelt

×