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Bundesweit einzigartig: der neue Heidelberger „Erinnerungsgarten der Kulturen“

Internationales Grabfeld auf dem Bergfriedhof eröffnet – gärtnergepflegte Gräber

Oberbürgermeister Eckart Würzner steht zusammen mit anderen am Rand eines neubepflanzten Beets (Foto: Rothe)
An der Eröffnung des bundesweit ersten „Erinnerungsgarten der Kulturen“ am Donnerstag, 6. Dezember 2018, haben zahlreiche Gäste teilgenommen (v. l.): Wolfgang Becker und Dr. Ernst Baader vom städtischen Landschafts- und Forstamt, Bahija Lakhili von der „Initiative Heidelberger Muslime – teilseiend“, Prof. Martina Reister-Ulrichs, stellvertretende Dekanin der Evangelischen Kirche in Heidelberg, Dr. Joachim Dauer, Dekan des katholischen Dekanats Heidelberg-Weinheim, Alfons Seiterle, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG, Sibylle Baur-Kolster, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, und Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. (Foto: Rothe)

Als bundesweit erste Stadt hat Heidelberg einen sogenannten „Erinnerungsgarten der Kulturen“ eröffnet – ein Gemeinschaftsgrabfeld mit Grabstätten für Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen oder Religionen. Die Vielfalt spiegelt sich durch die Bepflanzung und Gestaltung des parkähnlichen Areals auf dem Bergfriedhof wider. Das außergewöhnliche Grabfeld gliedert sich unter dem Motto „Miteinander leben – miteinander gedenken“ in mitteleuropäische, orientalische, asiatische, mediterrane und alpine Bereiche. Baumbestattungsfelder und ein Bachlauf mit Quellstein fügen sich in die Anlage ein. Das städtische Landschafts- und Forstamt hat das neue Grabthemenfeld in Kooperation mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner in Karlsruhe geplant und gebaut. 

Prof. Dr. Würzner: „Ein weiteres sichtbares Zeichen für die Vielfalt unserer Stadtgesellschaft“

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und Alfons Seiterle, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG eröffneten die neue Anlage auf dem prominentesten und bedeutendsten Heidelberger Friedhof am Donnerstag, 6. Dezember 2018. An der Veranstaltung haben Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen, interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Beschäftigte des Landschafts- und Forstamtes teilgenommen. Bei kleinen Rundgängen erläuterten Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung das Konzept. „Für mich ist dieses neue Angebot ein weiteres sichtbares Zeichen für die Vielfalt unserer Stadtgesellschaft. Heidelberg ist weltoffen und tolerant“, betonte der Oberbürgermeister und führte weiter aus: „In den vergangenen Jahrzehnten haben durch die Zuwanderung viele Familien aus anderen Ländern und Kulturkreisen bei uns eine neue Heimat gefunden. Ihre Mentalität und Traditionen bereichern unser Alltagsleben, und sie zeigen sich auch auf den Friedhöfen. Mir gefällt sehr gut, was hier entstanden ist.“ 

Das Angebot zielt aber nicht nur auf Menschen aus anderen Ländern und Kulturen, die sich eine Grabstätte in Deutschland wünschen, anstatt sich in ihren früheren Heimatländern bestatten zu lassen. „Wir möchten auch die Menschen ansprechen, die besondere Vorlieben für bestimmte Länder haben, wie zum Beispiel diejenigen, die ihre Urlaube ihr Leben lang in Italien oder der Türkei verbracht haben“, erklärt Alfons Seiterle. 

Gärtnergepflegte Grabfelder: Pflegeaufwand für Angehörige entfällt

Eine weitere Besonderheit: Es handelt sich um sogenannte gärtnergepflegte Grabfelder. Die Stadt Heidelberg kooperiert dabei mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner. Das heißt: Wer das Nutzungsrecht an einer der Grabstätten erwirbt, schließt zugleich eine Pflegevereinbarung für die Dauer der Ruhefrist beziehungsweise des Nutzungsrechts ab. Die Stadt trägt damit gesellschaftlichen Änderungen Rechnung, die zu einem Wandel der traditionellen Friedhofskultur geführt haben. Der Pflegeaufwand, der für viele Angehörige heutzutage oft belastend ist, entfällt dadurch. Damit richtet sich das neue Bestattungsangebot vor allem an die Menschen, die sich ein persönliches Grab in gepflegter Umgebung wünschen, sich aber beispielsweise alters-, gesundheits- oder berufsbedingt nicht um die Grabpflege kümmern können oder wollen. 

Platz für Erd- und Urnengräber

Der Erinnerungsgarten der Kulturen bietet Platz für Erd- und Urnengräber, bei denen die Namen der Verstorbenen an vorhandenen Grabsteinen angebracht werden. Zusätzlich werden Urnenbeisetzungen unter der großen Fichte oder an einem Trockenbachlauf angeboten. Die einzelnen Grabstätten verschmelzen ohne Einfassungen dezent mit der Rahmenbepflanzung. 

Die Idee zu dem internationalen Grabfeld hat sich die Friedhofsverwaltung Heidelberg bei der Landesgartenschau 2015 in Mühlacker aufgegriffen. Dort hatte die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner ein ähnliches Modell geschaffen. Im Heidelberger Erinnerungsgarten gibt es auf etwa 2.200 Quadratmetern ganz unterschiedliche Bereiche. Während im asiatischen Bereich beispielsweise Bambus, japanische Ahornsorten, Rhododendron und Azaleen gepflanzt wurden, gibt es im mediterranen Bereich winterharte Olivenbäume und Palmen. Der orientalische Bereich wendet sich unter anderem auch an Muslime, die nicht nach strengen religiösen Vorgaben leben und die Begräbnisregeln etwas lockerer auslegen. Dennoch sind die Gräber in diesem Bereich in Richtung Mekka ausgerichtet. Es gibt geschwungene Wege, die sich durch das Gräberfeld schlängeln, Sitzgelegenheiten sowie einen Pavillon, der für Lesungen oder kulturelle Veranstaltungen genutzt werden kann. 

Die neue Anlage ist im nord-westlichen Teil des Bergfriedhofs angrenzend an die Rohrbacher Straße zu finden. Der Zugang empfiehlt sich über einen der beiden Eingänge an der Rohrbacher Straße (Haupteingang: Rohrbacher Straße 115, 69126 Heidelberg). Wer sich für ein Grab im Erinnerungsgarten der Kulturen interessiert, wendet sich bitte an Waldemar Missal oder Stefan Welk von der Heidelberger Friedhofsverwaltung unter Telefon 0172 6284659. 

Bergfriedhof als erster kommunaler Friedhof – Führungen in der warmen Jahreszeit

Der Bergfriedhof ist mit rund 15 Hektar Fläche der größte Friedhof in Heidelberg und der näheren Umgebung. 1844 als „Neuer Friedhof an der Steige“ eröffnet, wurde er immer wieder erweitert, bis er im Jahr 1952 seine heutige Ausdehnung erreichte. Auf dem Friedhof sind zahlreiche bekannte Heidelberger Persönlichkeiten, wie etwa Reichspräsident Friedrich Ebert, der Wissenschaftler Carl Bosch, die Dichterin Hilde Domin und die Frauenrechtlerin Marie Baum bestattet. Der Friedhof bietet eine variantenreiche und üppige Pflanzenwelt. 

Das Friedhofsamt bietet in der warmen Jahreszeit regelmäßig Führung über den Friedhof an. Wer ihn lieber alleine erkunden möchte, dem stehen 20 Kilometer Wegenetz zur Verfügung. Die Pfade, die zumeist am Berghang liegen, ziehen sich durch den ganzen Friedhof. An den Eingängen und an allen wichtigen Wegkreuzungen weisen farbige Übersichtstafeln den Weg. Dort sind auch vier Rundwege über das Areal eingezeichnet. Alle Infos zu den Friedhöfen gibt es unter www.heidelberg.de/friedhof

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