Bundespräsident Steinmeier ehrt Jagoda Marinić mit Bundesverdienstkreuz

Langjährige Leiterin des Interkulturellen Zentrums und aktuelle Chefin des feeLit-Festivals ausgezeichnet

Jagoda Marinić, Autorin, Journalistin und Leiterin des Heidelberger Literaturfestivals feeLit, ist am Montag, 5. Oktober 2026, in Berlin mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte der Heidelbergerin die Auszeichnung für „ihre Liebe zur Sprache und ihr Talent, Menschen zusammenzubringen“. Marinić war von 2012 bis 2023 die erste Leiterin des Interkulturellen Zentrums in Heidelberg. Danach übernahm sie die Führung des städtischen Literatur-Festivals feeLit. Sie schreibt regelmäßig Kolumnen und Meinungsbeiträge für große deutsche Tages- und Wochenzeitungen und moderiert den ARD-Podcast „Freiheit Deluxe“. Für ihre schriftstellerische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet.         
 
„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, vor allem noch zum Tag der deutschen Einheit. Freiheit, Vielheit, und Selbstbehauptung sind meine Lebensthemen – das alles spiegelt sich auch in diesem Tag wider. Es ist eine Freude, zu sehen, dass gerade in diesen turbulenten Zeiten die Idee eines konstruktiven Miteinanders für Heidelberg und darüber hinaus Modellcharakter haben kann. Das Prinzip, dass alle mit den gleichen Rechten ausgestattet ihre Talente zur Entfaltung bringen können, begleitet seit Jahrzehnten meine Arbeit – und dafür werde ich mich weiter einsetzen“, sagte Jagoda Marinić.
 
„Ich gratuliere Jagoda Marinić sehr herzlich zu dieser Auszeichnung. Als Mitgründerin und langjährige Leiterin des Heidelberger Interkulturellen Zentrums hat sie aus einer Idee eine Institution gemacht. 2023 hat sie die künstlerische Leiterin der feeLit übernommen und lenkt damit das Flaggschiff der UNESCO-Literaturstadt Heidelberg. Ihr Wirken und ihr stetes Einstehen für Dialog und Demokratie sind vorbildlich und machen sie zu einer großartigen Repräsentantin von Heidelberg und der Bundesrepublik“, sagte Oberbürgermeister Eckart Würzner.     
 
Das Bundespräsidialamt würdigte in seiner Begründung, dass Marinićs Aufbauarbeit beim Interkulturellen Zentrum einen „Ort der Begegnung, des Austausches und des Zusammenhalts“ geschaffen habe, der Modellcharakter für das ganze Land habe. Mit ihrem Wirken als Literaturschaffende und Festival-Leiterin gelinge es ihr zudem, „Räume zu kreieren, in denen kulturelle Bildung, der Dialog und das demokratische Miteinander gelebt werden“. Mit ihrem breiten bürgerschaftlichen Engagement habe sie sich „um den Zusammenhalt in ihrer Heimatstadt und weit darüber hinaus verdient gemacht“.

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