Schule im Spannungsfeld gesellschaftlicher Polarisierung

Fachtag am 4. November widmet sich Demokratiebildung als gemeinsamer Aufgabe

Wie kann Schule auch in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung ein Ort sein, an dem junge Menschen dazugehören, demokratische Beteiligung erleben und unterschiedlichen Perspektiven respektvoll begegnen? Dieser Frage widmet sich der pädagogische Fachtag „Schule im Spannungsfeld gesellschaftlicher Polarisierung“ am Mittwoch, 4. November 2026, von 10 bis 16.30 Uhr im Bürgerhaus des Stadtteilvereins Bahnstadt, Gadamerplatz 1. Die Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte, Schulsozialarbeitende, Schulleitungen, pädagogische Fachkräfte sowie außerschulische Bildnerinnen und Bildner. Auf dem Programm stehen Austausch, Praxisbeispiele und Anregungen für den Schulalltag.

Schule ist ein zentraler Ort demokratischen Lernens. Gerade wenn gesellschaftliche Debatten von Konflikten und Gegensätzen geprägt sind, kommt es darauf an, im Gespräch zu bleiben und unterschiedliche Erfahrungen und Meinungen auszuhalten. Ausgrenzung und Diskriminierung können dabei das Miteinander belasten. Der Fachtag beleuchtet deshalb, wie Schulen Zugehörigkeit stärken, Verantwortung fördern und demokratische Kultur im Alltag leben können.

Bürgermeisterin Stefanie Jansen eröffnet die Veranstaltung mit einem Grußwort. Den Fachimpuls hält Alexa Schaegner, Gründerin und Geschäftsführerin der aula gGmbH. Mit aula können Jugendliche mithilfe einer Online-Plattform und pädagogischer Begleitung demokratische Beteiligung im Schulalltag erleben und mitgestalten. Anschließend diskutieren Alexa Schaegner, Thilo Engelhardt, Schulleiter der Waldparkschule Heidelberg, Mervdy-Biya Nkangu, Sozialpädagogin, Soziologin und Antirassismustrainerin, sowie SWR-Journalistin Sabine Stöhr über demokratische Streitkultur in polarisierten Zeiten, Haltung und Verantwortung sowie den Umgang mit kontroversen Positionen.

Beim Praxis-Markt am Mittag lernen die Teilnehmenden Beispiele aus Schulen und der Bildungsarbeit kennen. Am Nachmittag vertiefen vier Workshops die Themen demokratisches Handeln im pädagogischen Alltag, Medienpädagogik und digitale Diskriminierung, Antiziganismus im Schulalltag sowie Empowerment und professionelle Unterstützung für Lehrkräfte mit Rassismuserfahrung.

Anmeldung bis 26. Oktober

Der Fachtag wird von der Bildungsstelle Plurales Heidelberg, Mosaik Deutschland e. V. und dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg veranstaltet. Gefördert wird er vom Runden Tisch gegen Rassismus Heidelberg im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen sind bis 26. Oktober 2026 per E-Mail an bildungsstelle@mosaik-deutschland.de möglich.

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