Sprache und Kulturvermittlung als Grundpfeiler der Integration

Martina Pfister trifft migrantische Unternehmerinnen und indischen Kulturverein

Heidelberg ist eine internationale und weltoffene Stadt, mit einer vielschichtigen Einwanderungsgeschichte. Die Menschen, die zum Leben und Arbeiten nach Heidelberg kommen, haben je nach Lebenssituation verschiedene Vorstellungen und Bedürfnisse, die eine wichtige Rolle auf dem Weg zu einer gelungenen Integration spielen. Bürgermeisterin Martina Pfister befasste sich im Rahmen ihrer Sommertour mit bereits bestehenden Angeboten und sprach mit Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund über ihre Erfahrungen und mögliche Hilfestellungen bei der Unternehmensgründung speziell für Migrantinnen und Migranten.
Zu Beginn der Veranstaltung stellte die Panafrikanische Organisation Heidelberg Unternehmerinnen afrikanischer Herkunft vor, die von ihren Erfahrungen als Selbstständige in Heidelberg berichteten und Erkenntnisse sowie typische Stolpersteine für andere Gründerinnen teilten. Im zweiten Teil berichtete der Verein Malayali Samajam über seine Arbeit bei der Integration von Zuwanderern aus Indien.

Martina Pfister trifft migrantische Unternehmerinnen und indischen Kulturverein. (Foto: Stadt Heidelberg)
Martina Pfister trifft migrantische Unternehmerinnen und indischen Kulturverein. (Foto: Stadt Heidelberg)

Michael Allimadi, Vorsitzender der Panafrikanische Organisation, stellte Dorothy Lucky-Wunderle als erfolgreiche Unternehmerin afrikanischer Herkunft vor. Ursprünglich aus Uganda stammend, gründete sie 2011 eine Massage- und Wellnesssalon in Heidelberg. Wenig später folge eine zweite Filiale und im August 2026 schließlich die Zusammenführung der beiden Standort an prominenter Stelle im Wormser Hof in der Heidelberger Altstadt. Im Salon „Massage Royal“ beschäftigt Lucky-Wunderle sechs Mitarbeiterinnen. Im Gespräch mit Bürgermeisterin Martina Pfister berichtete sie von ihren Erfahrungen als Unternehmerin und erklärte, welche Angebote ihr damals geholfen hätten. „Zum Gründen braucht man eigentlich nicht viel, nur den Glauben an die eigene Idee und vielleicht ein bisschen Naivität“, erklärte sie lachend – aber nicht, ohne auch ernste Töne anzuschlagen: Beim Lernen der deutschen Sprache und bei Behördengängen hätte sie sich mehr Unterstützung gewünscht.

Hierzu berichtete Martina Pfister von ihren Plänen, die Ausländerbehörde enger mit anderen Einrichtungen der Stadt – allen voran dem Interkulturellen Zentrum – zu vernetzen und sagte: „Wir wollen hier möglichst früh eine Brücke bauen, und den Menschen, die hier ankommen, schnell den gezielten Zugang zu wichtigen Informationen und Angeboten in unsrer Stadt ermöglichen, von der Weiterbildungsmöglichkeit in einem bereits erlernten Beruf bis hin zur Unternehmensgründung oder sie einfach mit der lokalen Community aus ihrem Heimatland verbinden. Ein Arbeitsvertrag ist natürlich eine wichtige Grundvoraussetzung, doch ohne persönliche Kontakte stößt man schnell an gläserne Decken anstatt schnell eine neue Heimat zu finden.“
 

Brückenbauer für Neuankommende

Im zweiten Teil des Tages stand der Verein „Malayali Samajam“ im Mittelpunkt, der Vereinigung der aus Kerala in Südindien stammenden Malayali-Community in Heidelberg. Der Verein feiert im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Ursprünglich gegründet, um aus Kerala stammende Krankenschwestern dabei zu unterstützen, langfristig in Heidelberg bleiben zu können, wurde aus dem Verein ein Ort des Zusammenkommens und der Heimatverbundenheit, der bis heute einen wichtigen Beitrag dazu leistet, Kultur und Sprache auch in Deutschland zu bewahren und an die nächste Generation weiterzugeben. Der Verein versteht sich heute als Integrationsmotor und möchte Menschen aus Indien helfen, in Heidelberg anzukommen und sich zurechtzufinden. Die Mitglieder unterstützen bei Behördengängen oder der Versicherungswahl und vermitteln den Neuankommenden das Leben in Deutschland. Die Jubiläumsfeierlichkeiten von „Malayali Samajam“ starten am 30. Januar 2027. Geplant sind unter anderem ein Food Festival, ein Kinotag sowie ein zweitägiges Festival im Juni.

Martina Pfister trifft den Verein „Malayali Samajam“. (Foto: Stadt Heidelberg)
Martina Pfister trifft den Verein „Malayali Samajam“. (Foto: Stadt Heidelberg)

Im zweiten Teil des Tages stand der Verein „Malayali Samajam“ im Mittelpunkt, der Vereinigung der aus Kerala in Südindien stammenden Malayali-Community in Heidelberg. Der Verein feiert im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Ursprünglich gegründet, um aus Kerala stammende Krankenschwestern dabei zu unterstützen, langfristig in Heidelberg bleiben zu können, wurde aus dem Verein ein Ort des Zusammenkommens und der Heimatverbundenheit, der bis heute einen wichtigen Beitrag dazu leistet, Kultur und Sprache auch in Deutschland zu bewahren und an die nächste Generation weiterzugeben. Der Verein versteht sich heute als Integrationsmotor und möchte Menschen aus Indien helfen, in Heidelberg anzukommen und sich zurechtzufinden. Die Mitglieder unterstützen bei Behördengängen oder der Versicherungswahl und vermitteln den Neuankommenden das Leben in Deutschland. Die Jubiläumsfeierlichkeiten von „Malayali Samajam“ starten am 30. Januar 2027. Geplant sind unter anderem ein Food Festival, ein Kinotag sowie ein zweitägiges Festival im Juni.

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