Gutachten zeigt Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Heidelberger ÖPNV auf

Gutachter empfehlen moderate Anpassungen und langfristige Weiterentwicklung des Liniennetzes

Der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität (AKUM) hat sich am Mittwoch, 23. September 2026, mit den Ergebnissen des Gutachtens zur Optimierung des Heidelberger ÖPNV-Liniennetzes befasst. Vertreter des Gutachterbüros PTV Transport Consult stellten die Untersuchung und ihre Empfehlungen im Ausschuss vor.  Das Gutachten untersucht, wie das Heidelberger ÖPNV-Angebot wirtschaftlicher gestaltet werden kann, ohne seine Attraktivität für die Fahrgäste unverhältnismäßig zu beeinträchtigen. Ausgangspunkt der Untersuchung ist der Prozess der Haushaltskonsolidierung und Einsparvorgaben, die auch den städtischen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) betreffen. Die Gutachter befassten sich zu Beginn der Untersuchung mit der Analyse des ÖPNV der Stadt Heidelberg und wurden damit beauftragt, Optimierungspotenziale zu suchen. Durch Optimierungen im ÖPNV-Angebot sollten auch Einsparpotenziale in der Finanzierung des ÖPNV ermittelt werden.

Gutachter empfehlen moderates Maßnahmenpaket für Doppelhaushalt 2027/28

Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt drei sogenannte Szenarien gebildet, die mehrere Maßnahmen in Maßnahmenpakete zusammenfassen. Ein Szenario wird nicht zur Umsetzung empfohlen. Ein weiteres Szenario beinhaltet Maßnahmen, die kurzfristig für die Umsetzung im nächsten Doppelhaushalt 2027/28 als ein moderates Maßnahmenpaket empfohlen wird. Es umfasst verschiedene nachfrageorientierte Anpassungen im Fahrplanangebot. Eine Entscheidung über dieses Maßnahmenpaket soll der Gemeinderat im weiteren Prozess der Einbringung des kommunalen Haushalts treffen.

Liniennetz langfristig weiterentwickeln

Neben kurzfristigen Anpassungen empfehlen die Gutachter, das Heidelberger Liniennetz mittel- und langfristig strukturell weiterzuentwickeln. Im Rahmen des sogenannten Zukunftsszenarios wurde ein neues Stadtbusliniennetz für Heidelberg entwickelt, das als Grundlage für weitere Planungsschritte dienen kann. Das Straßenbahnnetz bildet dabei weiterhin das Rückgrat des Heidelberger ÖPNV. Weiter untersucht werden sollen auch Maßnahmen zur Beschleunigung des ÖPNV, beispielsweise Verbesserungen bei Ampelvorrangschaltungen, Bussonderfahrstreifen und Haltestellen. Für die vertiefende Untersuchung des Zukunftsszenarios sollen 50.000 Euro im Haushalt 2027 des Amts für Mobilität vorgesehen werden. Dabei sollen auch der Verkehrsverbund Rhein-Neckar und der Rhein-Neckar-Kreis eingebunden werden.

Weiteres Vorgehen

Der Haupt- und Finanzausschuss befasst sich am 30. September, der Gemeinderat am 15. Oktober 2026 mit dem Thema. Die konkrete Beschlussfassung zu möglichen Einsparmaßnahmen soll im Zusammenhang mit dem Doppelhaushalt 2027/28 erfolgen. Die Weiterentwicklung des Liniennetzes soll zugleich in die Fortschreibung des Heidelberger Nahverkehrsplans ab Ende 2027 einfließen.

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