Klimabewusst ins neue Schuljahr – mit langlebigen Materialien und Recyclingpapier

Holzfarbstifte (Mechthild Stein)

Beim Einkauf der Materialien für das erste und kommende Schuljahr empfiehlt die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg aus Klimaschutzgründen die Wahl langlebiger und stabiler Produkte. Für Recyclingpapier, Brotboxen und andere nachhaltige Produkte gibt es gute Umweltnoten. So gelingt ein klimaschonender Schulstart:

Papier sparen – Papier mehrfach nutzen

Zu viel Papier wandert nach kurzer Zeit in den Abfall. Um Papier zu sparen, sollte es deshalb beidseitig benutzt werden. Unbeschriebene Seiten lassen sich als Schmierpapier oder Notizzettel zum zweiten Mal nutzen. Viele Drucker oder Kopierer können doppelseitig drucken. Durch eine richtige Mülltrennung kann das Papier wiederverwertet werden. Die Stadt Heidelberg bietet die Papiertonne für das eigene Grundstück an, die kostenfrei ist, sofern Sie diese selbst raus- und reinstellen (Teilservice).

Augen auf bei Stiften, Radiergummi, Klebstoff und Mäppchen

„Augen auf“ heißt es bei Stiften, Lineal, Spitzer, Radiergummi, Klebstoff, Mäppchen, Schulranzen und der Technik (beispielsweise dem Taschenrechner). Für einen klimaschonenden Einkauf ist es sinnvoll, auf die Qualität, die Herstellung und die Art der Materialien zu achten. Produkte mit langer Haltbarkeit sind vorzuziehen. Taschenrechner mit Solarmodul sparen den Abfall von Batterien.

Für das Pausenfrühstück gehören die Brotbox und die wiederverwendbare Flasche mit in den Schulranzen. Vor dem Kauf eines Schulranzens oder bei Geräten wie dem Taschenrechner lohnt der Blick auf den Gebrauchtwarenmarkt. Das spart Geld und gut erhaltene Sachen werden weiterverwendet. Das schont Ressourcen und CO<sub>2</sub>, die sonst für die Herstellung anfallen würden.

Gebrauchte Elektronik weitergeben – Elektronikabfälle vermeiden

Defekte Elektronikgeräte können zum Recyclinghof in Wieblingen (Mittelgewannweg 2a) oder Kirchheim (Oftersheimer Weg 8) gebracht werden. Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg empfiehlt funktionierende Altgeräte weiter zu geben.

Laptops, Computer und Peripheriegeräte, die noch intakt sind, können über den Tausch- und Verschenkmarkt online unter www.heidelberg.de/tauschenundverschenken weitergegeben werden. Weiterhin zu empfehlen, ist die Weitergabe von Computertechnik an ehrenamtliche Initiativen, zum Beispiel „Hey Alter“ und „Computertruhe“. Diese bereiten die Geräte auf und geben sie an Schülerinnen und Schüler, gemeinnützige Vereine oder Menschen mit geringem Einkommen weiter.

Recyclingpapier nutzen – so bleiben Bäume erhalten

Papier ist aktuell noch das meistbenutzte Material im Unterricht. Für die Herstellung von Frischfaserpapier wird viel Holz, Energie, Wasser und Chemikalien verwendet. Inzwischen legen viele Familien in Heidelberg Wert auf die Nutzung von recyceltem Papier. Die Papiere gibt es in verschiedenen Weißgraden. Es gilt: Je grauer, desto klimaschonender sind sie. Selbst hochweißes Recyclingpapier bietet eine wesentlich bessere Umweltbilanz, gegenüber Frischfaserpapier.
 

Recyclingpapier ist oft von neu hergestelltem Papier nicht zu unterscheiden. Die Tinte wird gleichwertig aufgenommen und das Kopieren, Malen und Zeichnen funktioniert wie auf Frischpapier. Die Preise im Handel sind ähnlich oder sogar günstiger. Mittlerweile sind Kopierpapier, Heftumschläge, Schnellhefter, Ordner sowie Mal- und Zeichenpapiere aus Altpapier sehr hochwertig im Handel erhältlich. Hier lohnt es, aktiv im Handel danach zu fragen.
 

Das Gütesiegel „Blauer Engel“ garantiert, dass die Papierfasern zu 100 Prozent aus Altpapier gewonnen werden. Für das so ausgezeichnete Papier bleiben Wälder erhalten. Bei der Herstellung werden rund 60 Prozent Energie und 70 Prozent Wasser eingespart. Außerdem werden weniger Chemikalien und optische Aufheller zugesetzt. Der BUND Heidelberg hat einen Einkaufsratgeber für Recyclingpapier herausgegeben. Er ist unter www.bund-heidelberg.de/recyclingpapier/ zu finden.

Weitere Tipps und Informationen gibt die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg unter www.heidelberg.de/abfall.