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Bundesweit einzigartig: Heidelberg zahlt bis zu 10.000 Euro für ein Auto mit alternativem Antrieb. (Foto: Stadt Heidelberg)

Bundesweit einzigartig
Heidelberg zahlt bis zu 10.000 Euro für ein Auto mit alternativem Antrieb. mehr dazu

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Raino Winkler
Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie
Prinz-Carl, Kornmarkt 1
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-18240

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Astrid Damer
Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie
Prinz-Carl, Kornmarkt 1
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-18160

Förderprogramm

Umweltfreundlich mobil

Die Stadt Heidelberg strebt eine Vorreiterrolle beim Wechsel auf innovative Technologien an und unterstützt mit diesem Förderprogramm nicht nur den Umstieg vom Personenkraftwagen auf den Öffentlichen Personnennahverkehr und den Radverkehr, sondern auch alternative Antriebe und Kraftstoffe zum Schutz der Umwelt und des Klimas. Batteriebetriebene oder wasserstoffbetriebene Elektrofahrzeuge, Hybridfahrzeuge und Erdgasfahrzeuge tragen dazu bei, die Luft- und Lärmbelastung durch den Straßenverkehr in Heidelberg zu reduzieren. Der Verkehrssektor kann zudem einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Durch ein Ersetzen der bisherigen fossilen Treibstoffe kann nicht nur CO2 eingespart werden, sondern der Verkehrssektor wird auch unabhängiger von dem knappen und immer teureren Rohstoff Erdöl. Dazu gehört im Rahmen des Ausbaus der E-Mobilität eine klimafreundliche Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien.

Für eine Förderung gelten ab 1. Dezember 2018 die nachfolgenden Förderbedingungen:

A. Was wird gefördert?

Gefördert werden

  1. die Außerbetriebsetzung, Ummeldung oder Veräußerung eines im Stadtkreis Heidelberg zugelassenen Personenkraftwagens;
      
  2. die Anschaffung oder das Leasing folgender, als Personenkraftwagen im Stadtkreis Heidelberg zugelassener Fahrzeuge:
    1. ab Werk ausgestattete batteriebetriebene Elektrofahrzeuge;
    2. ab Werk ausgestattete wasserstoffbetriebene Elektrofahrzeuge (Brennstoffzellenfahrzeuge);
    3. ab Werk ausgestattete Hybridfahrzeuge;
    4. Mono- oder bivalente Erdgasfahrzeuge, die ab Werk serienmäßig für Erdgasbetrieb ausgelegt wurden. Nicht gefördert werden Fahrzeuge, die mit Flüssiggas betrieben werden.
  3. die Anschaffung folgender Lastenräder oder Lastenanhänger:
    1. ab Werk ausgestattete Elektro-Lastenräder (Lasten-Pedelecs) mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 Kilometer pro Stunde und einer Zuladung von mindestens 40 Kilogramm. Nicht gefördert werden nachträgliche Umbauten herkömmlicher Pedelecs oder gebrauchte Fahrzeuge;
    2. ab Werk ausgestattete muskelbetriebene Lastenräder mit einer Zuladung von mindestens 40 Kilogramm. Nicht gefördert werden nachträgliche Umbauten herkömmlicher Fahrräder oder gebrauchte Fahrzeuge;
    3. ab Werk ausgestattete Lastenanhänger für Fahrräder oder Pedelecs mit einer Zuladung von mindestens 40 Kilogramm. Nicht gefördert werden gebrauchte oder selbst gebaute Lastenanhänger.
  4. die Errichtung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge mit einem oder mehreren Ladepunkten.

B. Wie wird gefördert?

  1. Förderung oder Prämie bei Außerbetriebsetzung, Ummeldung oder Veräußerung eines Personenkraftwagens
    Die Stadt Heidelberg bezuschusst den Kauf eines Rhein-Neckar-Tickets im Wert von 1046,40 Euro einmalig zu 100%, wenn die antragstellende Person die Außerbetriebsetzung eines im Stadtkreis Heidelberg angemeldeten Personenkraftwagens nachweist. Alternativ dazu genügt auch die Ummeldung oder Veräußerung eines solchen Personenkraftwagens auf bzw. an eine andere, nicht haushaltsangehörige Person. Die Förderung erfolgt außerdem unter der Bedingung, dass auf die antragstellende Person in den folgenden zwölf Monaten nicht wieder ein Personenkraftwagen zugelassen wird.
    Nachzuweisende Voraussetzung für eine Förderung ist eine Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) mit dem Vermerk der Außerbetriebsetzung auf der Rückseite, bei Veräußerung eine Kopie des Kaufvertrages und bei einer Ummeldung die Angabe des neuen Kennzeichens, sowie eine Erklärung der antragstellenden Person, dass sie die Stadt unverzüglich informieren wird, sofern sie in den kommenden zwölf Monaten doch wieder einen Personenkraftwagen auf den eigenen Namen anmelden wird.
    Alternativ zum Zuschuss für den Kauf eines Rhein-Neckar-Tickets gewährt die Stadt Heidelberg eine Prämie von 500 Euro, wenn ein Förderantrag zur Anschaffung eines Lastenrads entsprechend B. Nummer 3 gestellt wird und die antragstellende Person gleichzeitig die Außerbetriebsetzung eines im Stadtkreis Heidelberg angemeldeten Personenkraftwagens nach den oben genannten Bedingungen nachweist. In diesem Fall kann nicht zusätzlich der Zuschuss für den Kauf eines Rhein-Neckar-Tickets beantragt werden.
              
  2. Förderung bei Anschaffung eines batteriebetriebenen oder wasserstoffbetriebenen Elektrofahrzeugs, eines Hybridfahrzeugs oder eines Erdgasfahrzeugs
    Die Förderung bei Anschaffung eines umweltfreundlichen Personenkraftwagens erfolgt in Form eines einmaligen Zuschusses. Als Anschaffung zählen Kauf oder Leasing eines Fahrzeugs. Die im Folgenden genannten Förderbeträge setzen voraus, dass der antragstellenden Person Kosten in mindestens der genannten Höhe entstanden sind:
    1. die Förderung für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge mit einer Motorleistung von maximal 150 Kilowatt erfolgt bei Anschaffung eines Neufahrzeuges in Höhe von 10% des Kaufpreises, maximal 2.000 Euro pro Fahrzeug. Nachzuweisende Voraussetzung für eine Förderung ist der Bezug von CO2-neutralem Strom aus erneuerbaren Energiequellen;
    2. die Förderung für wasserstoffbetriebene Elektrofahrzeuge erfolgt bei Anschaffung eines Neufahrzeuges in Höhe von 20% des Kaufpreises, maximal 10.000 Euro pro Fahrzeug;
    3. die Förderung für Hybridfahrzeuge erfolgt bei Anschaffung eines Neufahrzeuges in  Höhe von 1.000 Euro pro Fahrzeug. Nachzuweisende Voraussetzung für eine Förderung ist ein maximaler CO2-Ausstoß von 90 g/km;
    4. die Förderung für Erdgasfahrzeuge erfolgt bei Anschaffung eines Neufahrzeuges in Höhe von 1.000 Euro pro Fahrzeug;
    5. die Förderung bei Anschaffung eines gebrauchten batteriebetriebenen Elektrofahrzeugs, Hybridfahrzeugs und Erdgasfahrzeugs erfolgt in Höhe von 400 Euro pro Fahrzeug. Die Förderung bei Anschaffung eines gebrauchten wasserstoffbetriebenen Elektrofahrzeugs erfolgt in Höhe von 4.000 Euro pro Fahrzeug. Nachzuweisen ist, dass das Fahrzeug bisher keine Förderung erhalten hat;
    6. die Förderung bei Anschaffung eines batteriebetriebenen Elektro-Vorführwagens erfolgt in Höhe von 10%, maximal 2.000 Euro pro Fahrzeug, sofern die Bedingungen unter Buchstaben a erfüllt sind. Zusätzlich wird gefordert, dass der Vorführwagen nicht älter als sechs Monate ist und eine Fahrleistung von maximal 1.000 km aufweist;
    7. die Förderung bei Anschaffung eines wasserstoffbetriebenen Elektro-Vorfürwagens erfolgt in Höhe von 20%, maximal 10.000 Euro pro Fahrzeug. Es wird gefordert, dass der Vorführwagen nicht älter als sechs Monate ist und eine Fahrleistung von maximal 1.000 km aufweist;
    8. die Förderung bei Anschaffung eines Hybrid- oder Erdgas-Vorfürwagens erfolgt in Höhe von 1.000 Euro pro Fahrzeug, sofern die jeweiligen Bedingungen (Buchstabe c und d) erfüllt sind. Zusätzlich wird gefordert, dass der Vorführwagen nicht älter als sechs Monate ist und eine Fahrleistung von maximal 1.000 km aufweist.
  3. Förderung bei Anschaffung eines Lastenrads oder Lastenanhängers
    Die Förderung bei Anschaffung eines Lastenrads oder Lastenanhängers erfolgt in Form eines einmaligen Zuschusses in Höhe von 50% der Anschaffungskosten (sog. Anteilsfinanzierung). Die entstandenen Kosten sind von der antragstellenden Person nachzuweisen. Bezüglich des Förderbetrages gelten die im Folgenden genannten Höchstbeträge:
    1. die Förderung für Elektro-Lastenräder erfolgt bei Anschaffung eines Neufahrzeuges in Höhe von bis zu 500 Euro pro Fahrzeug. Nachzuweisende Voraussetzung für eine Förderung ist der Bezug von CO2-neutralem Strom aus erneuerbaren Energiequellen;
    2. die Förderung für muskelbetriebene Lastenräder erfolgt bei Anschaffung eines Neufahrzeuges in Höhe von bis zu 300 Euro pro Fahrzeug;
    3. die Förderung für Lastenanhänger erfolgt bei Anschaffung eines Neufahrzeuges in Höhe von bis zu 100 Euro pro Fahrzeug.
  4. Förderung bei Einrichtung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur
    Gegenstand der Förderung ist die Errichtung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur in Heidelberg mit einem oder mehreren Ladepunkten, einschließlich des dafür erforderlichen Netzanschlusses am Ladestandort und der Montage der Ladestation. Voraussetzung für die Zuwendung ist, dass der für den Ladevorgang erforderliche Strom aus erneuerbaren Energien stammt. Die technische Voraussetzung des Netzanschlusses ist vor Antragsstellung von einem Elektrofachbetrieb in Abstimmung mit der Stadtwerken Heidelberg Netze GmbH zu prüfen und zu bestätigen. Die Kosten für die Planung und den Betrieb der Ladeinfrastruktur sind von der Förderung ausgeschlossen. Gefördert werden:
    1. öffentlich zugängliche Normalladeinfrastruktur bis einschließlich 22 Kilowatt;
    2. öffentlich zugängliche Schnellladeinfrastruktur größer als 22 Kilowatt;
    3. Aufrüstung oder Ersatzbeschaffung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur, die vor dem 1. Dezember 2018 bereits betrieben wurde.

Die Ladeinfrastruktur muss die technischen Mindestanforderungen der Ladesäulenverordnung in der jeweils aktuellen Fassung erfüllen. Die Förderung erfolgt in Form eines einmaligen Zuschusses in Höhe von 50% der förderfähigen Kosten, maximal 10.000 Euro. Die Förderung erfolgt außerdem unter der Bedingung, dass die Ladeinfrastruktur mindestens 3 Jahre öffentlich zugänglich betrieben wird; Ausfallzeiten bleiben dabei unberücksichtigt.


C. Wer wird gefördert?

Die Förderung wird gewährt

  1. natürlichen Personen, die einen im Stadtkreis Heidelberg zugelassenen Personenkraftwagen stilllegen, veräußern oder abmelden;
  2. natürlichen und juristischen Personen, die ein batteriebetriebenes oder wasserstoffbetriebenes Elektrofahrzeug, Hybridfahrzeug oder Erdgasfahrzeug im Stadtgebiet Heidelberg anmelden und betreiben;
  3. natürlichen und juristischen Personen mit (Wohn-)Sitz in Heidelberg, die ein Lastenrad oder einen Lastenanhänger im Stadtgebiet Heidelberg betreiben;
  4. natürlichen und juristischen Personen, die im Stadtgebiet Heidelberg öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge errichten.

Eine Kombination mit anderen öffentlichen Fördermöglichkeiten (beispielsweise des Landes oder Bundes) ist zulässig, solange die Ko-Förderung der Stadt nicht zu einer Reduzierung der Fördermittel des Dritten führt.

Das Land Baden-Württemberg fördert für einige Unternehmenszweige, Institutionen und Körperschaften des öffentlichen Rechts einen einfachen Ein- bzw. Umstieg in die Elektromobilität.


D. Antragsstellung und Antragsformulare

Die Förderung ist unter Verwendung der von der Stadt Heidelberg zur Verfügung gestellten Antragsformularen zu beantragen. Diese sind ausgefüllt, unterschrieben und mit den jeweils erforderlichen Nachweisen beim Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie einzureichen. Über die Förderung ergeht nach Prüfung der Unterlagen ein Zuschussbescheid.

Gegenüber Unternehmern erfolgt die Förderung unter Berücksichtigung der Vorgaben für De-minimis-Beihilfen und setzt daher voraus, dass mit dem Antrag eine De-minimis-Erklärung abgegeben wird. Die Gewährung eines Zuschusses ist nur möglich, soweit die jeweils geltenden Schwellenwerte nicht überschritten werden (Stand 09/2018: 200.000 Euro innerhalb von drei Steuerjahren).

Über die Förderung ergeht nach Prüfung der Unterlagen ein Zuschussbescheid. Die Stadt Heidelberg stellt außerdem ggf. eine De-minimis-Bescheinigung aus.

  1. Förderung oder Prämie bei Außerbetriebsetzung, Ummeldung oder Veräußerung eines Personenkraftwagens
    Die Förderung für ein Rhein-Neckar-Ticket oder die Zahlung einer Prämie ist innerhalb von sechs Monaten nach Außerbetriebsetzung des Personenkraftwagens zu beantragen. Dem Antrag sind die unter B. Nummer 1 genannten Nachweise beizufügen. Unter Vorlage des Förderbescheids und eines Passbilds kann das Rhein-Neckar-Ticket bei einem RNV-Kundenzentrum oder per Post bestellt werden.
    Die Förderung wird nicht bar ausgezahlt, sondern direkt zwischen Stadt und Verkehrsbetrieben abgerechnet. Sofern die geförderte Person innerhalb der nächsten zwölf Monate wieder einen Personenkraftwagen anmeldet, ist der Förderbetrag anteilig an die Stadt zurückzuzahlen. Die Laufzeit des Rhein-Neckar-Tickets bleibt davon unberührt. Die Prämie wird auf das im Antrag genannte Konto überwiesen.

    Antrag Umstieg Rhein-Neckar-Ticket
              
  2. Förderung bei Anschaffung eines batteriebetriebenen oder wasserstoffbetriebenen Elektrofahrzeugs, Hybridfahrzeugs oder Erdgasfahrzeugs
    Die Förderung für die Anschaffung eines umweltfreundlichen Personenkraftwagens ist innerhalb von sechs Monaten nach Kauf des Fahrzeugs (Rechnungsdatum) oder Beginns des Leasingvertrages zu beantragen. Neben den unter B. Nummer 2 genannten Nachweisen sind Kopien des Kauf- oder Leasingvertrags sowie des Fahrzeugscheins vorzulegen.

    Antrag batteriebetriebene oder wasserstoffbetriebene Elektrofahrzeuge, Hybridfahrzeuge oder Erdgasfahrzeuge
                 
  3. Förderung bei Anschaffung eines Lastenrads oder Lastenanhängers
    Die Förderung für die Anschaffung eines Lastenrads oder Lastenanhängers ist innerhalb von sechs Monaten nach Kauf des Fahrzeugs (Rechnungsdatum) zu beantragen. Neben den unter B. Nummer 3 genannten Nachweisen ist eine Kopie des Kaufvertrags vorzulegen. Mit dem Antrag wird bestätigt, dass das Lastenrad oder der Lastenanhänger für mindestens zwölf Monate genutzt und nicht dauerhaft an Dritte weitergegeben oder weiterverkauft wird.

    Antrag Lastenräder, Lastenanhänger oder Prämie
                              
  4. Förderung bei Errichtung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur
    Die Förderung für die Errichtung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur ist vor Beginn der Maßnahme beim Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg zu beantragen. Als Vorhabenbeginn ist grundsätzlich der Abschluss eines dem Projekt zuzurechnenden Auftrags oder Vertrages zu werten. Mit dem Antrag sind die Angebote über die Maßnahme (Ladesäule, Netzanschluss, Montage) sowie das Ergebnis der Prüfung des Elektrofachbetriebs über den Netzanschluss vorzulegen.